CoronavirusHomeoffice: So bekommt man Rückenschmerzen in den Griff

Wie man Rückenschmerzen im Homeoffice vermeidet und auch Zuhause mit ganz einfachen Mitteln trainieren sowie mit Kleinigkeiten für etwas mehr Bewegung im Homeoffice sorgen kann.

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Homeoffice: So bekommt man Rückenschmerzen in Griff
Sujetbild © (c) rh2010 - stock.adobe.com (RossandHelen)
 

Seit Beginn der Corona-Pandemie arbeiten mehr Menschen als je zuvor von zu Hause aus. Bewegung und eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung kommen dabei oft zu kurz.

Das macht auch dem Rücken zu schaffen. Rund ein Drittel der Deutschen gab bei einer repräsentativen Befragung im Juni 2020 an, häufiger Rückenbeschwerden zu haben seit sie im Homeoffice arbeiteten.

Warum leidet der Rücken im Homeoffice?

Wer zu Hause arbeitet, hat meist weniger Bewegung im Alltag: Denn während viele schon beim Gang zur Arbeit einen längeren Fuß- oder Radweg zurücklegen, ist der heimische Arbeitsplatz nach wenigen Metern erreicht. Auch in den Pausen führt der Weg oft nicht weiter als bis zur Küche. Dazu kommt, dass nicht alle daheim einen rückenfreundlichen Arbeitsplatz haben.

Wenn der heimische Esstisch als Büro herhalten muss, fällt eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung schwer. Außerdem können in der jetzigen unsicheren Zeit Stress, Sorgen und Anspannung für verstärkte Schmerzen sorgen. Wolfgang Ebner ist Arbeitsplatzexperte und Geschäftsführender Gesellschafter beiTriaflex – Innovative Sitz- und Gesundheitssysteme“ in Linz. „Die Coronakrise ist eine Ausnahmesituation, kein Wunder, dass viele unvorbereitet sind und jetzt verschiedenste Dinge umfunktioniert werden“, so sein Fazit.

Steifer Nacken und Ziehen im Rücken

Schon nach einigen Stunden konzentrierter Arbeit am Küchentisch, auf dem Küchensessel machen sich die Folgen bemerkbar: der steife Nacken, das Ziehen im Rücken, die tauben Finger und das Kribbeln in den Zehen.

Deshalb lautet der erste Tipp des Experten: Bei der Heimarbeit auf eine volle Wasserflasche verzichten, dafür aber regelmäßig aufstehen, um sich ein Glas Wasser zu holen.

Langes, verkrampftes Sitzen in falscher Position und mangelnde Bewegung haben negative Auswirkungen auf den Körper – Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich sowie ein Taubheitsgefühl in Armen und Fingern können unter anderem die Folge sein.

Sessel vielfältig anpassbar

Nun werden im notdürftig eingerichteten Homeoffice oftmals Küchen- und Wohnzimmermöbel als Büromöbel genutzt. Für gesundes Sitzen, so Ebner, sei zwar nicht zwangsläufig ein klassischer Bürostuhl nötig, dennoch sollte es sich um einen Sessel handeln, der vielfältig anpassbar ist. Zur Not kann man sich bei der Höhe mit Polstern helfen. Auch Sitzbälle und Hocker können zum Einsatz kommen – jedoch sollte beides nicht stundenlang am Stück genutzt werden.

Mit Maus und Tastatur aufrüsten

All jenen, die mit einem Laptop arbeiten, rät der Experte, zumindest mit einer externen Maus und Tastatur aufzurüsten, um den Körper zu entlasten. Bei länger währender Heimarbeit müsse aber ein ergonomischer Arbeitsplatz geschaffen werden.

Ergonomie am Arbeitsplatz ©

Wie ist es generell um die Rückengesundheit bestellt?

Auch ohne Corona und Homeoffice leidet etwa 85 Prozent der deutschen Bevölkerung im Laufe des Lebens unter Rückenschmerzen – Männer und Frauen etwa gleich häufig. Der Großteil davon (85–90 Prozent) leidet unter unspezifischen Rückenschmerzen, also an Rückenschmerzen, für die keine konkrete Ursache gefunden werden kann. Schmerzen im unteren Rücken, also Kreuzschmerzen, sind dabei die häufigste Form.

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