Drohungen, Beleidigungen und körperlicher Gewalt waren zwei Frauen unabhängig voneinander monatelang ausgesetzt - am Montagabend wurde dies bei der Polizei aktenkundig:

Von einer Mitarbeiterin des Kriseninterventionsteams wurden die Beamten gegen 20 Uhr zur Unterstützung in eine Wohnung in Klagenfurt gerufen. Dort schilderte ein junges Mädchen, dass es gehört habe, wie ihre 47-jährige Mutter von ihrem 46-jährigen Ex-Freund, beide in Klagenfurt lebende slowenische Staatsbürger, mit dem Umbringen bedroht wurde. Nun sei die Mutter nicht mehr erreichbar. Unmittelbar darauf trafen die Mutter und der 46-Jährige an der Örtlichkeit ein. Die Frau wies Verletzungen im Gesicht wie ein blaues Auge sowie ein Cut auf der Nase auf und gab an, seit geraumer Zeit vom 46-Jährigen geschlagen, gefährlich bedroht und bestohlen worden zu sein. Beide wurden zur Polizeiinspektion gebracht. Beim „Ex“ wurden zudem zwei Gramm Kokain sichergestellt.

Haft angeordnet

Bei der Opfereinvernahme stellte sich heraus, dass die Frau seit Juli von ihrem ehemaligen Lebensgefährten kontinuierlich am Körper verletzt und mit dem Umbringen bedroht wurde und ihr 2800 Euro gestohlen hat. Der 46-Jährige selbst konnte aufgrund seiner starken Alkoholisierung nicht einvernommen werden. Die Staatsanwaltschaft ordnete nach richterlicher Rücksprache die Haft an. Am Mittwoch wurde der 46-Jährige in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert.

Geständig

Rund eine Stunde vor diesem erschütternden Einsatz hatte auch eine in Klagenfurt lebende Rumänin den Notruf gewählt: Die 31-Jährige würde ebenfalls von ihrem Ex-Freund persönlich, telefonisch sowie per Nachrichten tyrannisiert und mit Mord bedroht. Das erlebten die Beamten schließlich sogar persönlich mit: Noch bei der Einvernahme samt Dolmetscher auf der Polizeiinspektion Villacher Straße erhielt die Frau eine neuerliche Drohung auf dem Handy. Und so klickten auch für den 26-jährigen voll geständigen Rumänen nur wenig später an dessen Wohnadresse in Klagenfurt die Handschellen. In beiden Fällen wurden gegen die Verdächtigen Annäherungs- und Betretungsverbote ausgesprochen, und Anzeigen erstattet.