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Acqua altaDritte Flutwelle in Venedig erwartet

Venedig rechnet mit der dritten schweren Flutwelle binnen einer Woche.

© APA (AFP)
 

Am Samstag wurde der Markusplatz wieder überschwemmt, er war jedoch für Touristen und Einwohner auf Stegen wieder zugänglich. Am Sonntag sollte das Wasser bis Mittag auf einen Stand von 160 Zentimetern steigen.

Am Samstagvormittag kam es zu einem Wasserhöchststand von etwa 120 Zentimetern über dem normalen Meeresspiegel. Der Wert lag weit unter jenem von Dienstag, als 187 Zentimeter erreicht wurden und fast die ganze UNESCO-Welterbestadt überschwemmt war. Es war der höchste Wert seit mehr als 50 Jahren.

Der Markusplatz wurde am Samstag von Touristen gestürmt. Schlangen bildeten sich vor den Holzstegen, auf denen der Markusplatz erreichbar ist. Mit Gummistiefeln wateten Touristen über den Platz und fotografierten. Der öffentliche Wasserverkehr auf dem Canal Grande wurde nicht wieder aufgenommen. Die Messen in der Markusbasilika wurden vorübergehend ausgesetzt.

Venedig: Verheerendes Hochwasser in der Lagunenstadt

Ein enormes Hochwasser hat in Venedig nicht nur erhebliche Schäden verursacht, sondern auch den Tod von zwei Menschen gefordert.

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Wegen des starken Sturms zerschellten Boote in den engen Kanälen...

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...viele Gondeln waren schwer beschädigt.

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Bei den Verbindungen mit den Vaporetti, den Wasserbussen in Venedig, kam es zu erheblichen Problemen.

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Kurz vor Mitternacht stieg das Wasser - durch starken Wind - auf 187 cm über dem Meeresspiegel. Das sei der höchste Wert seit der verheerenden Überschwemmung im Jahr 1966, als 194 cm erreicht wurden, teilte die Kommune mit

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Der Markusplatz in der UNESCO-Welterbestadt war vollkommen überflutet.

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Touristen und Einheimische wateten zunächst noch in Gummistiefeln über den Platz, am Abend stieg das Wasser auf mehr als einen Meter. Nur noch die Polizei fuhr mit Booten über den Platz.

(c) AP (Luca Bruno)

Auch in den Markusdom drang das Wasser ein. Es habe unter anderem Schäden am Mauerwerk angerichtet, berichteten italienische Medien.

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Es ist das sechste Mal in der fast tausendjährigen Geschichte des Markusdom, dass Wasser in die Basilika eindrang. Vier Mal wurde der Dom in den vergangenen 20 Jahren überflutet, zuletzt im Oktober des Vorjahres.

(c) AP (Luca Bruno)

Auch in weitere Paläste und Gebäude drang das Wasser ein.

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(c) AP (Municipality of Venice)
(c) AP (Andrea Merola)
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(c) AP (Andrea Merola)
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"Müssen zusammenhalten"

Bürgermeister Luigi Brugnaro machte seiner Stadt Mut. Jetzt müsse man zusammenhalten, um den Neustart zu schaffen, sagte der Stadtchef. Er bezifferte die Schäden auf eine Milliarde Euro. Die Regierung will der Bevölkerung unter die Arme greifen. Eine Entschädigung von 5.000 Euro ist für Private vorgesehen, Unternehmer können mit 20.000 Euro rechnen.

Mehrere Politiker, darunter Senatspräsidenten Maria Elisabetta Alberti Casellati, besuchten am Samstag Venedig. Auf dem Markusplatz traf auch eine Delegation der italienischen Fußball-Nationalmannschaft ein. "Unser Ziel ist, dieser wunderbaren Stadt unsere Solidarität zu bringen", berichtete Gianluca Vialli.

Ein Drittel der Aufenthalte storniert

Besitzer von Ferienwohnungen meldeten, dass 35 Prozent der für die nächsten Monate gebuchten Aufenthalte storniert wurden. In Hotels betrugen die Stornierungen 15 Prozent, so der Touristikverband Confturismo. Shop-Inhaber säuberten ihre Geschäfte von Wasser und Schlamm. Inzwischen werden auch die Schäden geprüft, die das Hochwasser dem Kunsterbe der Stadt zugefügt hat. Von 120 Kirchen wurde die Hälfte überschwemmt, beklagte die Tageszeitung "Il Gazzettino". Fünf Vaporetti, die Wasserbusse Venedigs, und sechs Landungsbrücken wurden schwer beschädigt.

Auch die Gondolieri erlitten erhebliche Schäden. 25 Gondeln müssen repariert werden. Wegen der Flutwelle ging kostbares Holz verloren, das dem Gondelbau dient. Der Gondelbauer Alberto Della Toffola verlor im Wasser über 30 Holztafeln, die von der Flutwelle weggeschwemmt wurden. "Wir kaufen das Holz in Slowenien, es ist nicht einfach, das richtige Material für unsere Gondeln zu finden. Die Schäden sind groß", sagte Della Toffola laut der Tageszeitung "Corriere della Sera".

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