AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Viel Polit-Prominenz "Adieu et merci, Monsieur Chirac": Frankreich nahm Abschied

Polit-Prominenz aus Frankreich und aller Welt erwies dem ehemaligen französischen Präsidenten in der Pariser Kathedrale Saint-Sulpice die letzte Ehre.

Frankreich verabschiedet sich von Jacques Chirac
Frankreich verabschiedet sich von Jacques Chirac © (c) APA/AFP/POOL/PHILIPPE WOJAZER (PHILIPPE WOJAZER)
 

Frankreich hat mit einer eindrucksvollen Trauerfeier von seinem ehemaligen Präsidenten Jacques Chirac Abschied genommen. Polit-Prominenz aus Frankreich und aller Welt erwies dem Franzosen am Montag in der Pariser Kathedrale Saint-Sulpice die letzte Ehre.

Mit den Worten "Adieu et merci, Monsieur Chirac" verabschiedete sich Erzbischof Michel Aupetit während seiner Predigt von dem im Alter von 86 Jahren gestorbenen Chirac. Zum ersten Mal seit der schrecklichen Brandkatastrophe im April wurde die Glocke von Notre-Dame wieder geläutet. Den ganzen Montag über herrschte in Frankreich Staatstrauer.

Zu der großen Trauerfeier kamen zahlreiche internationale Gäste, darunter der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bill Clinton, Kremlchef Wladimir Putin, Monacos Fürst Albert II., Afghanistans Ex-Präsident Hamid Karsai, Libanons Regierungschef Saad Hariri, Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani oder Luxemburgs Großherzog Henri. Chirac war vergangenen Donnerstag gestorben.

Paris: Trauergottesdienst für Chirac

Mit einem großen Trauergottesdienst nahm Frankreich am  Montag Abschied von seinem früheren Staatspräsidenten Jacques Chirac (1995-2007).

(c) AP (Rafael Yaghobzadeh)

Rund 30 Staats- und Regierungschef wurden in der Pariser Kirche Saint-Sulpice erwartet, darunter der jetzige französische Präsident Emmanuel Macron.

(c) APA/AFP/LIONEL BONAVENTURE (LIONEL BONAVENTURE)

Den ganzen Montag über herrschte in Frankreich Staatstrauer.

(c) APA/AFP/PHILIPPE LOPEZ (PHILIPPE LOPEZ)

Am Vormittag verabschiedete sich die Familie Chiracs bei einer Trauerfeier in der Kathedrale Saint-Louis-des-Invalides im engsten Kreis von dem konservativen Politiker.

(c) AP (Rafael Yaghobzadeh)

Auch viel politische Prominenz war bei der Trauerfeier anwesend:

Der frühere Bürgermeister von Paris Jean Tiberi (links) mit der derzeitigen Bürgermeisterin Anne Hidalgo (Mitte).

(c) APA/AFP/MARTIN BUREAU (MARTIN BUREAU)

Der frühere Präsident Nicolas Sarkozy mit seiner Ehefrau Carla Bruni-Sarkozy

(c) APA/AFP/ERIC FEFERBERG (ERIC FEFERBERG)

Die Tocher des Verstorbenen, Claude Chirac (Mitte) mit ihrem Sohn Martin Rey-Chirac (links) und ihrem Ehemann Frederic Salat-Baroux

(c) APA/AFP/ERIC FEFERBERG (ERIC FEFERBERG)

Carla Bruni-Sarkozy

(c) APA/AFP/ERIC FEFERBERG (ERIC FEFERBERG)

Emir von Quatar Scheich Tamim bin Hamad al-Thani

(c) APA/AFP/ERIC FEFERBERG (ERIC FEFERBERG)

Francois Hollande (links) mit Edouard Philippe

(c) APA/AFP/ERIC FEFERBERG (ERIC FEFERBERG)

Elisabeth Guigou

(c) APA/AFP/ERIC FEFERBERG (ERIC FEFERBERG)

Valery Giscard d'Estaing (Mitte) mit Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani und Fürst Albert von Monaco (rechts)

(c) APA/AFP/POOL/FRANCOIS MORI (FRANCOIS MORI)

Francois Baroin (links) mit Michele Laroque

(c) APA/AFP/ERIC FEFERBERG (ERIC FEFERBERG)

Manuel Valls

(c) APA/AFP/ERIC FEFERBERG (ERIC FEFERBERG)

Edouard Balladur

(c) APA/AFP/ERIC FEFERBERG (ERIC FEFERBERG)
(c) APA/AFP/LIONEL BONAVENTURE (LIONEL BONAVENTURE)
(c) APA/AFP/LIONEL BONAVENTURE (LIONEL BONAVENTURE)
(c) APA/AFP/LIONEL BONAVENTURE (LIONEL BONAVENTURE)
(c) APA/AFP/LIONEL BONAVENTURE (LIONEL BONAVENTURE)
(c) AP (Philippe Wojazer)
(c) AP (Philippe Wojazer)
(c) APA/AFP/POOL/PHILIPPE WOJAZER (PHILIPPE WOJAZER)
(c) APA/AFP/MARTIN BUREAU (MARTIN BUREAU)
(c) AP (Rafael Yaghobzadeh)
(c) APA/AFP/POOL/FRANCOIS MORI (FRANCOIS MORI)
(c) APA/AFP/POOL/FRANCOIS MORI (FRANCOIS MORI)
(c) APA/AFP/POOL/FRANCOIS MORI (FRANCOIS MORI)
(c) APA/AFP/POOL/FRANCOIS MORI (FRANCOIS MORI)

Amadou Toumani Toure

(c) APA/AFP/ERIC FEFERBERG (ERIC FEFERBERG)

Wladimir Putin

(c) APA/AFP/POOL/FRANCOIS MORI (FRANCOIS MORI)
(c) APA/AFP/AP/FRANCOIS MORI (FRANCOIS MORI)

Segolene Royal

(c) APA/AFP/MARTIN BUREAU (MARTIN BUREAU)
1/32

Verwirrung gab es hingegen um die Teilnahme von Altkanzler Gerhard Schröder. Entgegen erster Erwartungen kam er doch nicht zur Trauerfeier. Sein Büro ließ mitteilen, dass er gern an den Trauerfeierlichkeiten teilgenommen hätte. Allerdings sei Schröders Büro übermittelt worden, dass der Élyséepalast seinen Wunsch nach einer Einladung aus Platzgründen abgelehnt habe.

Aus Élyséekreisen hieß es, dass auch Schröder zu den Feierlichkeiten erwartet wurde. Er stand auf der Gästeliste des Präsidentenpalasts, ein Stuhl in der Kirche sei am Montagmorgen für ihn reserviert gewesen. Zu der Zeremonie sei keine formelle Einladung verschickt worden. Vielmehr habe man die Kontakte aus dem Ausland gebeten, mitzuteilen, wer kommen möchte. Es handle sich möglicherweise um ein Missverständnis.

An der Seite von Schröder stemmte Chirac sich 2003 gegen die Irak-Angriffspläne des damaligen US-Präsidenten George W. Bush. Für diesen Protest gegen den amerikanischen Irak-Krieg blieb er international in Erinnerung. "Europa hat einen ganz Großen verloren", schrieb Schröder am Montag in einem Gastkommentar in der Zeitung "Die Welt". Chirac habe die deutsch-französische Freundschaft gelebt.

Auch die französischen Ex-Präsidenten François Hollande, Nicolas Sarkozy und Valéry Giscard d"Estaing erwiesen Chirac die letzte Ehre. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte waren ebenfalls in der Kirche, so wie auch zahlreiche Persönlichkeiten aus der französischen Politik und Gesellschaft.

Auffällig war das Fehlen von Chiracs Witwe Bernadette. Medien berichteten, dass sie dem Gottesdienst aus gesundheitlichen Gründen fernblieb. Ebenfalls nicht in Paris war EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker - er war laut Élysée erwartet worden. Die Europäische Kommission gab auf Nachfrage keinen Grund für die Abwesenheit an und wollte mögliche gesundheitliche Gründe nicht bestätigen.

Erzbischof Aupetit würdigte Chirac in seiner Predigt als einen "warmherzigen Mann", der eine wahre Liebe für die Menschen gehabt habe. Er habe sich in den Räumen des Élysée genauso wohl gefühlt wie auf Landwirtschaftsmessen. Der Sarg Chiracs wurde Berichten zufolge von Chiracs ehemaligen Leibwächtern in die Kirche und wieder hinaus getragen. Saint-Sulpice ist nach Notre-Dame die zweitgrößte Kirche von Paris, Chirac wohnte unweit des Gotteshauses.

Am Morgen hatte sich Macron in der Pariser Kathedrale Saint-Louis-des-Invalides bei einer militärischen Zeremonie von Chirac verabschiedet. In der Kirche am Invalidendom konnten die Franzosen am Sonntag persönlich am Sarg von ihrem ehemaligen Präsidenten Abschied nehmen. Bis in die Nacht bildeten sich hunderte Meter lange Schlangen, Tausende Menschen kamen.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.