Klimaneutrale Mobilität bis 2026Volkswagen stellt die griechische Insel Astypalea auf E-Mobilität um

Die griechische Mittelmeerinsel Astypalea soll innerhalb der nächsten fünf Jahre komplett auf E-Mobilität und grüne Stromerzeugung umstellen.

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Auf Astypalea gehen die ersten Elektroautos an die Ladestationen © VOLKSWAGEN
 

Volkswagen und Griechenland wollen das Verkehrssystem der Mittelmeerinsel Astypalea komplett auf klimaneutrale Mobilität umstellen. Die Mobilität wird elektrisch, betrieben mit vor Ort produziertem grünem Strom. Neue Mobilitätsdienste wie Car und Ride Sharing sollen die bisherige, rudimentäre Buslinie ersetzen. In Summe soll so nicht nur die Mobilität verbessert werden, sondern auch die Zahl der Fahrzeuge auf der Insel um rund ein Drittel sinken.

Im Beisein von Premierminister Kyriakos Mitsotakis und Volkswagen-Chef Herbert Diess wurden jetzt die ersten E-Fahrzeuge in Betrieb genommen. Gleichzeitig gingen die ersten privaten und öffentlichen Ladepunkte ans Netz. „Astypalea ist ein Zukunftslabor für die Dekarbonisierung in Europa. Auf der Insel erforschen wir in Echtzeit, was die Menschen zum Umstieg auf die E-Mobilität bewegt und welche Anreize es für den Übergang zu einem nachhaltigen Lebensstil braucht", sagt Diess zum Leuchtturmprojekt im Mittelmeer.

Zulassungen Jänner bis Juli 2021: Das sind die meistverkauften Elektroautos 2021

Platz 10

Der BMW i3 verbucht einen Absatz von 470 Exemplaren. Das macht Platz 10 und ein Plus von 41,6 Prozent.

BMW

Platz 9

Von der vollelektrischen Variante des Kia Niro wurden heuer bisher 631 Stück abgesetzt. Damit stromert der Koreaner auf Platz 9 und fährt ein Plus von 39,3 Prozent ein.

KIA

Platz 8

655 verkaufte Stück bringen dem elektrischen Seat Mii den achten Rang. Das macht ein Plus von 311,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

SEAT

Platz 7

Auf Platz 7 arbeitet sich der Audi e-tron vor, von dem heuer bisher 875 Stück verkauft wurden. Das bedeutet ein Plus von 162 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

AUDI

Platz 6

Ein Neueinsteiger findet sich auf Platz 6: 968 Exemplare des neuen elektrischen Fiat 500 wurden heuer bereits verkauft.

FIAT

Platz 5

1091 Fans hat der Renault Zoe gefunden. Damit holt sich die kleine Französin den fünften Rang und ein Minus von 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

RENAULT

Platz 4

Mit 1163 verkauften Stück parkt der Skoda Enyaq als Neueinsteiger auf dem vierten Platz.

SKODA AUTO

Platz 3

Platz 3 geht an einen Neueinsteiger: Das elektrische SUV VW ID.4 hat heuer bislang 1452 Kunden gefunden.

VOLKSWAGEN

Platz 2

Der VW ID.3 stromert auf den zweiten Platz: Er bringt es auf 1867 Verkäufe.

VOLKSWAGEN

Platz 1

Teslas Model 3 bringt es auf 2610 Verkäufe, damit liegt das meistverkaufte Elektroauto 2020 auf Platz 1. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum macht das ein Plus von 109,6 Prozent.

TESLA
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Die ersten E-Fahrzeuge kommen sowohl bei der Polizei als auch am Flughafen und bei der Inselverwaltung zum Einsatz. Der Verkauf an Privatkunden startet Ende Juni, zur Auswahl stehen der elektrische Kleinswagen e-Up!, der Kompakte ID.3 und das SUV ID.4 sowie der Elektroroller Seat Mó. Die griechische Regierung unterstützt den Umstieg auf die E-Mobilität zudem mit Kaufprämien.

Das Energiesystem der Insel soll in zwei Phasen auf erneuerbare Energien umgestellt werden: Bis 2023 wird ein neuer Solarpark rund 3 Megawatt Grünstrom liefern. Damit werden 100 Prozent des notwendigen Stroms für die E-Fahrzeuge und mehr als 50 Prozent des gesamten Energiebedarfs der Inseln abgedeckt. Bis 2026 wird weiter ausgebaut - dann sollen rund 80 Prozent des gesamten Energiebedarfs gedeckt sein. Ein Batteriespeichersystem wird dabei helfen, das Netz stabil zu halten und den Solarpark maximal effizient zu nutzen. Bislang wird die Insel mit Strom aus Dieselgeneratoren versorgt.

Wissenschaftler der Universität Strathclyde (Schottland) und der Universität der Ägäis (Griechenland) werden die Transformation auf Astypalea begleiten und systematisch auswerten. Im Fokus der Studie stehen die Menschen von Astypalea und ihre Einstellungen zur Transformation. Die Ergebnisse sollen anschließend auch der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden und können anderen Regionen dabei helfen, den Übergang zur E-Mobilität zu beschleunigen. 

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Danke für Ihr Verständnis.

Edlwer
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Und was kostet das in der Zukunft....

... für die, die dort wohnen und die Autos nutzen.
Man sieht ja schon heute bei unserem E-Tankstellennetz, das die Preise teilweise höher sind als für normalen Sprit, teilweise immens.
Wenn auf der Insel fast alle an einer Solaranlage hängen, können diese die Preise diktieren.
Wer glaubt, das die das nicht auch nutzen, oder zu nutzen versuchen werden...

scionescio
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@Edlwer: bei Schnellladern auf der Autobahn kostet die kWh schon mehr als ein Liter Diesel ….

… und dummerweise brauchst du trotz Schleichfahrt zwischen 15-20 kWh für 100km - im Gegensatz zu 6Liter Diesel.

Aber selbst dieser kWh Preis ist für den Betreiber noch nicht kostendeckend- und irgendwann wird der Staat noch einen Ersatz für die Mindereinnahmen bei der Mineralölsteuer draufschlagen: es gibt keine teurere Form der Mobilltät als ein BEV!

Bertram Gloeckner
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@Tzitzi

Kannst ja weiter deinen billigen Diesel fahren, hat ja keiner was dagegen, brauchen Leute wie dich die MÖSt bezahlen! Danke

franki20
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@scionescio

Man könnte auch die Wahrheit schreiben, dann passt es aber leider nicht mehr ins eigene Weltbild.

mcmcdonald
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Vielleicht...

....ist das Ziel ja nicht billiger sondern sauberer.... mehr als jetzt wirds schon nicht kosten.

dieRealität2020
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Eine starke Ansage von Politik und Industrie. Ein zukungsträchtiges Projekt.

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An diesem doch realen Musterprojekt dürfte man sich für eine real erfüllbar bezogene Zukunft teilweise orientieren können. Man wird die bedarfsorientierte generelle CO2 Belastung den Energiebedarf die erforderlichen Quellen die damit verbundenen Ressourcen und den finanziellen Aufwand ermitteln können.
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Aus meiner Sicht könnte die zukunftsträchtigste Art einer Energiegewinnung stationär oder mobil für die Menschen weltweit vermutlich nur in der Nutzung der direkten Sonnenenergie liegen.
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Die tatsächliche Problematik "weltweit" liegt vermutlich nicht allein in der Klimaforschung und einer möglichen angepassten Lebensweise, sondern im Bevölkerungszuwachs, komplette Arbeitsmarktwirtschaft, einer generellen erforderlichen gesundheitlichen Versorgung, produktionsbedingter Erzeugung unserer gewünschten Bedürfnisse und deren Absatz.
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Aber ich denke eines Tages werden die auf diesen Planeten vorhandenen militärischen Kräfte wie u.a. durch die Atomkraft für eine lebensbedingte evolutionäre Selektion sorgen und Lehren aus der Vergangenheit ziehen.
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Tatsächlich fragt sich 2021 niemand, wo ist das Ende dieser heute unbestreitbaren sichtbaren ruinösen und chaotischen Entwicklung? Denkt, wer das diese Entwicklung die nächsten tausenden von Jahren so weitergeht?

Miraculix11
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Was ist daran zukunftsträchtig?

Umgelegt auf die Welt heißt dieses Projekt doch nur: Wenn man den Leuten viel sponsert werden sie elektrisch fahren. Mach das einmal für ganz Österreich:-)
Und weitergedacht: Zahl doch den Leuten den Ersatz für alte Ölheizung im Haus und sie heizen ander.s. So einfach geht zukunftsträchtig LOL.