Gebrauchtwagen-CheckWie gut ist der VW Golf VII?

Aus zweiter Hand und trotzdem erste Wahl? Wie sich der VW Golf VII als Gebrauchtwagen schlägt.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
2012 bis 2019: die siebte Generation des VW Golf © VOLKSWAGEN
 

Die siebte Generation des VW Golf ab 2012 war die erste, die in allen Welten zu Hause war. Und zwar bei den Antrieben: Die neue Plattform des modularen Querbaukastens machte es möglich, dass der Urmeter der Kompaktklasse nicht nur als Benziner und Diesel zu haben war, sondern auch als Erdgas-Variante, Plug-in-Hybrid und vollelektrischer e-Golf.

Zudem gab es den Bestseller aus Wolfsburg wieder in einer großen Auswahl verschiedener Versionen: als Hatchback mit drei oder fünf Türen, als Sportsvan mit erhöhter Sitzposition und als Kombi Variant (auch als höher gelegten Alltrack), allerdings nicht mehr als Cabrio.

Der Kombi Variant wurde 2013 vorgestellt Foto © VOLKSWAGEN

Die Palette der Benzinmotoren erstreckte sich von 85 bis 310 PS: An der Basis werkte der 1.0 TSI mit drei Zylindern und Turboaufladung, der mit 85, 110 und 115 PS zu haben war. Der kleinste Vierzylinder war der 1.2 TSI mit 85, 105 und 110 PS. Das Triebwerk mit 1,4 Litern Hubraum deckte eine Bandbreite von 122 bis 150 PS ab, der 1.5 TSI mit Zylinderabschaltung 130 und 150 PS. Topmodell war der 1.8 TSI mit 172 und 180, wobei letzterer stets mit Allrad kombiniert war.

Stärken & Schwächen

+ Der Golf VII punktet mit guter Verarbeitung und hoher Zuverlässigkeit.
+ Der VW hat einen überdurchschnittlich guten Werterhalt.
+ Der Wolfsburger bringt großzügige Platzverhältnisse mit.
+ Volle fünf Sterne im Crashtest von Euro NCAP.
+ Die anfälligen Steuerketten ersetzte VW durch haltbarere Zahnriemen.

- Die Doppelkupplungsgetriebe rucken beim Anfahren – vor allem im Stadtverkehr störend.
- Ein Fall für die Werkstatt ist der hohe Verschleiß und Rost an den Bremsen.
- Geräusche von der Mehrlenker-Hinterachse (verbaut bei Modellen ab 122 PS).

Für die sportliche Fraktion gab es natürlich wieder des Golf GTI (220 /230 PS) mit 2-Liter-Turbo. Aber längst nicht nur: Es gab ihn auch als „Performance“ (230/245 PS), als „Clubsport“ (265 PS), „Clubsport S“ (310 PS) und TCR (290 PS). Damit war der Frontantrieb ausgereizt, weshalb das R-Modell (300/310 PS) mit Allradantrieb ausrückte.

Erdgas oder Benzin konnten die TGI-Modelle verbrennen: Die Variante mit 1,4-Litern Hubraum (110 PS) war bis 2018 im Programm, ab diesem Zeitpunkt der 1.5 TGI (130 PS).

Der Sportsvan löste den Golf + ab Foto © VOLKSWAGEN

Die Dieselmotoren waren durch die Bank Vierzylinder-Turbos. Den Einstieg bildete der 1.6 TDI in vier Leistungsstufen: 90, 105, 110 und 115 PS. Darüber rangierte der 2.0 TDI, mit 150 oder 184 PS (Alltrack, GTD). Allradantrieb war für die meisten Motoren verfügbar.

Mit dem GTE kam der Golf 2014 zum ersten Mal als Plug-in-Hybrid in den Handel. Das Antriebsduo bestand aus deinem 1,4-Liter-Benziner und einem Elektromotor, die gemeinsam 204 PS leisteten. Die rein elektrische Reichweite lag bei bis zu 50 Kilometern.

Der e-Golf ging 2016 an die Streckdose Foto © VOLKSWAGEN

2014 kam der vollelektrische e-Golf auf den Markt: zunächst mit einer Leistung von 85 kW (115 PS), einer Batteriekapazität von 21,1 kWh und einer Reichweite von bis zu 190 Kilometern. Ab 2017 wuchs die Reichweite mit einem 35,8-kWh-Akku auf bis zu 300 Kilometer und die Leistung lag bei 100 kW (136 PS).

VW Golf VII

Aktuelle Angebote zu diesem Modell auf willhaben.at

2016 bekam der Golf eine umfangreiche Modellpflege, unter anderem mit dem volldigitalen "Virtual Cockpit". Ende 2019 wurde die achte Generation präsentiert. Den e-Golf ersetzt das Elektroauto ID.3.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.