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Frühstart in die AllergiesaisonPollen sind schlechte Kopiloten

Jeder fünfte Österreicher ist Pollenallergiker – und die haben den Frühling bereits in der Nase.

© FOTOLIA
 

Jeder fünfte Österreicher ist Pollenallergiker – und die haben es bereits in der Nase: Der Frühling ist die Hochsaison der Pollen. Beim Autofahren kann das nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich sein. Betroffene leiden beispielsweise unter brennenden Augen, triefender Nase und heftigen Niesanfällen. Von diesen Symptomen geht große Gefahr für den Straßenverkehr aus. Es besteht die Gefahr, dass man bei einer Niesattacke das Lenkrad verreißt und das Auto ausbricht. Bei einem Tempo von 50 km/h legt man bei einem Niesreiz, bei dem die Augen zwei Sekunden geschlossen sind, etwa 28 Meter im Blindflug zurück.

Zudem wird die Sehkraft durch verquollene Augen ohnehin bereits geschwächt. Schlaflose Nächte sorgen für Müdigkeit und Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr. Die Nebenwirkungen von Antiallergika sind ebenfalls nicht zu unterschätzen: Es kann unter Umständen zu verlangsamter Reaktionszeit kommen. Deshalb: Bevor mit der Einnahme von Medikamenten begonnen wird, einen Arzt aufsuchen, der über Nebenwirkungen informiert. Bei Beeinträchtigungen der Fahrtauglichkeit das Auto besser stehen lassen.

TIPPS FÜR ALLERGIKER

  • Pollenflugkalender besorgen und sich informieren, wann welche Pollen wirksam sind.
  • Bei extremer Pollenbelastung die Hände vom Steuer lassen.
  • Im Auto ein Notfall-Set mit Medikamenten mitführen. Abklären, ob sie die Verkehrstüchtigkeit einschränken.
  • Bei Autos ohne Pollenfilter Fenster geschlossen halten und die Lüftung ausschalten.
  • Pollenfilter regelmäßig tauschen lassen.
  • Innenraum des Fahrzeugs regelmäßig von Pollen befreien.

Im Fahrzeug selbst sollten die Scheiben in der Pollen-Hochsaison geschlossen und - bei vorhandenem Pollenfilter - die Lüftung aufgedreht sein. Ein Pollenfilter kann mithilfe der elektrostatischen Aufladung selbst kleinste Partikel – Blütenpollen, Feinstaub, Dieselruß sowie Schimmelsporen – zuverlässig aufnehmen, die ansonsten über das Fahrzeuggebläse direkt in den Innenraum geblasen werden. Bei Fahrzeugen mit Klimaanlage sind diese Staub- und Pollenfilter bereits ab Werk vorhanden. Der Standard-Pollenfilter kann in den meisten Fällen gegen einen Aktivkohlefilter ausgetauscht werden. Ein Aktivkohlefilter hat eine höhere und bessere Filterleistung.

Beide Filterarten haben jedoch nur eine begrenzte Lebensdauer: Karl-Christian Bergmann, Allergologe und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst empfiehlt, „den Pollenfilter einmal pro Jahr zu wechseln. Wenn er sich mit Partikeln zusetzt, verliert der Filter nicht nur seine Schutzfunktion, sondern kann auch zur Brutstätte für Schimmelpilze und Bakterien werden.“

Fenster und Türen sollten immer nur kurz geöffnet werden, damit so wenig Blütenstaub wie möglich in das Fahrzeug gelangt. Der allergieauslösende Blütenstaub kommt aber auch über Kleidung und Haare ins Fahrzeuginnere. Jacken und Mäntel sollten daher vor der Abfahrt nach Möglichkeit im Kofferraum verstaut, die Haare am besten täglich gewaschen werden. Bei der Wahl des Parkplatzes sind Tiefgaragen oder betonierte Flächen deutlich besser geeignet als idyllisch gelegene Stellplätze unter blühenden Bäumen.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen: 100 Prozent pollenfrei kann das Auto niemals werden. Daher ist es ratsam, alle Flächen und Ablagen im Innenraum regelmäßig feucht abzuwischen und Polster, Teppiche sowie Fußmatten gründlich abzusaugen.

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