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Der Gemeinderatswahltag im Bezirk Weiz im Rückblick

Der Wahltag im Bezirk Weiz, die Ergebnisse, die Gewinner, die Verlierer und die Reaktionen zum Nachlesen.

Wahllokal in Passail
© Sonja Berger
Wahllokal in Passail
Team der Regionalredaktion Weiz
  • 75.483 Personen waren diesmal in den 31 Gemeinden des Bezirks Weiz wahlberechtigt. 3125 Personen haben bereits am vorgezogenen Wahltag (13. März) ihre Stimme abgegeben. 15.815 Personen hatten eine Wahlkarte beantragt.
  • Die Wahlbeteiligung im Bezirk Weiz lag bei 65,12 Prozent
  • Die ÖVP holte bezirksweit 55,03 Prozent, die SPÖ 27,74 Prozent, die FPÖ 9,11 Prozent, die Grünen 6,86 Prozent, die Neos 0,87 Prozent, die beiden Bürgerlisten zusammen 0,30 Prozent und die KPÖ 0,10 Prozent.
  • ÖVP holt in 24 Gemeinden absolute Mehrheit
  • Paukenschlag in Passail: Eva Karrer (SPÖ) verdoppelt von 6 auf 12 Mandate (absolute Mehrheit)
  • Absolute für die SPÖ in Gutenberg-Stenzengreith
  • Neos schaffen den Einzug in drei Gemeinderäte
  • 75,2 Prozent: Historisch bestes Ergebnis für ÖVP Naas
  • 72,5 Prozent: Emanuel Pfeifer baute ÖVP-Absolute in Sinabelkirchen weiter aus
  • ÖVP verliert absolute Mehrheit in Mitterdorf, Raab Miesenbach und Ludersdorf-Wilfersdorf
  • Plus 20,76 Prozentpunkte für Silvia Karelly (ÖVP) in Fischbach
  • Gleisdorf: SPÖ halbiert, Grüne verdoppelt
  • Zweidrittel-Mehrheit für SPÖ-Eggenreich in der Stadt Weiz
  • 82,70 Prozent: Bestes ÖVP-Ergebnis im Bezirk in St. Kathrein/Hauenstein

20 Uhr

Bezirksweit lag die Wahlbeteiligung bei 65,12 Prozent - das sind 10,10 Prozentpunkte weniger als bei der Gemeinderatswahl 2015.

Die ÖVP holte bezirksweit 55,03 Prozent (+4,59 Prozentpunkte), die SPÖ 27,74 Prozent (+1,30 PP) , die FPÖ 9,11 Prozent (-4,70 PP), die Grünen 6,86 Prozent (+1,63 PP), die Neos 0,87 Prozent (+0,64 PP), die beiden Bürgerlisten in Weiz und Mortantsch zusammen 0,30 Prozent und die KPÖ 0,10 Prozent (2015 nicht angetreten).

An Mandaten in den 31 Gemeinderäten konnten sich also die ÖVP 314, die SPÖ 132, die FPÖ 38, die Grünen 31, die Neos 3, Peter Krones mit seiner Bürgerliste eine und die KPÖ (Antritt nur in Sinabelkirchen) 0 holen. Die ÖVP holte somit 22 zusätzliche Mandate, die Grünen bauten um zehn weitere aus. Die FPÖ verlor in Summe 25 Mandate.

19.15 Uhr

Das beste ÖVP-Ergebnis im Bezirk Weiz hat Bürgermeister Peter Knöbelreiter eingefahren - er holte 82,70 Prozent (8 Mandate) und konnte sich damit um 9,31 Prozentpunkte steigern. Für SPÖ-Kandidat Wolfgang Höfler bleibt da noch ein Mandat (-1).

19.05 Uhr

Genau gleich geblieben ist der Mandatsstand in der Gemeinde Ilztal: Die ÖVP hat wieder elf, SPÖ und FPÖ jeweils zwei Mandate geholt.

Ebenso in Mortantsch – hier steht es auch nach dieser Wahl zehn Mandate für die ÖVP, vier für die SPÖ, und eines weiterhin für Peter Krones und seine Bürgerliste Mortantsch. Peter Schlagbauer, der seit Herbst 2018 Bürgermeister von Mortantsch ist, hat bei seiner ersten Wahl an der ÖVP-Spitze also das Ergebnis halten können.

Alles beim Alten auch in Gersdorf/Feistritz (wo sich die Bezirk-FPÖ ursprünglich sogar einmal Chancen auf den Bürgermeistersessel bzw. zumindest auf eine Koalition ausgerechnet hatte): Hier geht es auch in der kommenden Periode weiter mit zehn Mandaten für die ÖVP, vier für die FPÖ und einem für die SPÖ. Die Grünen haben den Einzug nicht geschafft.  

Leicht verändert hat sich der Mandatsstand in Fladnitz/Teichalm: Die ÖVP hält zwar nach wie vor die absolute Mehrheit mit 60,5 Prozent und zehn Mandaten, die SPÖ konnte mit der neuen Spitzenkandidatin Waltraud Rinner aber zumindest der FPÖ mit „Polit-Urgestein“ und Gemeindekassier Karl Strassegger mit 30 Jahren Erfahrung im Fladnitzer Gemeinderat ein Mandat abnehmen. Die SPÖ hat dort also jetzt drei, die FPÖ zwei Mandate.

18.55 Uhr

In Pischelsdorf/Kulm sind künftig fünf Parteien im Gemeinderat vertreten: Die Neos mit dem 20-jährigen Spitzenkandidaten Clemens Bernd Kastenhuber haben den Einzug geschafft. Die ÖVP baute ihre absolute Mehrheit weiter aus, legte um ein Mandat zu und hält nun bei 12 Mandaten. Die SPÖ bleibt bei vier Mandaten, die Grüne Liste ALU (jetzt wieder mit dem einstigen ALU-Gründer Gottfried Ranegger) bleibt bei zwei Mandaten. Die FPÖ mit dem neuen Spitzenkandidaten Andreas Stibor stürzt ab, verliert mehr als 200 Stimmen (-8,18 Prozentpunkte) und halbiert den Mandatsstand auf zwei Mandate. Die Wahlbeteiligung in Pischelsdorf ist von 73,8 Prozent auf 58,8 Prozent gesunken.

Plakate am Pischelsdorfer Hauptplatz
© Jonas Pregartner
Plakate am Pischelsdorfer Hauptplatz

18.50 Uhr

Die FPÖ hat im Bezirk Weiz über die 31 Gemeinden fast fünf Prozentpunkte verloren. Bezirksparteiobmann Patrick Derler, der in seiner Heimatgemeinde Birkfeld den Bürgermeistersessel angestrebt hatte aber zehn Prozentpunkte verlor, im Interview.

18.10 Uhr

Auch in der Stadt Weiz sind die Stimmzettel nun ausgezählt - und diesmal hat es für Bürgermeister Erwin Eggenreich (SPÖ), der 2015 um eine (!) Stimme die absolute Mehrheit verpasst hatte, mehr als nur gereicht: Er holte 67,64 Prozent der Stimmen und damit 22 Mandate (+7). Das Wahlbündnis aus ÖVP und Franz Rosenbergers Team Krottendorf kam nur auf 26,04 Prozent und 8 Mandate. Das ist insofern beachtlich, als dass Rosenberger 2015 10 Mandate und die ÖVP dazu noch drei Mandate geholt hatte. Damals hatte aber wohl auch die Gemeindefusion Anteil an dem Ergebnis.

Die FPÖ schaffte 2,42 Prozent und verlor damit beide Mandate, die Grünen konnten ihren Sitz halten. Der unabhängige Wolfgang Feigl schaffte den Einzug nicht. >>Mehr dazu<<

17.55 Uhr

Kleine-Zeitung-Redakteur Raimund Heigl analysiert im Gespräch mit Redakteurin Claudia Gigler die Ergebnisse im Bezirk Weiz.

17.45 Uhr

Halbiert hat sich die SPÖ in Gleisdorf: Die Roten mit Cornelia Krautstingl, die erst gegen Ende des Vorjahres den Parteivorsitz von Reinhard Hofer übernahm, konnte nur vier Mandate (-4) holen. Die Grünen mit einem neuen, jungen Team in der zweiten Reihe verdoppelten sich indes auf 6 Mandate (+3). ÖVP-Bürgermeister Christoph Stark konnte ein Mandat dazugewinnen und hält nun bei 18; die FPÖ konnte ihren Stand von drei Sitzen halten. >>Mehr dazu<<

17.40 Uhr

13 Stimmen Unterschied entschieden in Floing, ob ÖVP oder SPÖ den Bürgermeister stellen - 8 holte die ÖVP, 7 die SPÖ. Die ÖVP unter Bürgermeister Franz Lichtenegger hat dort ein Mandat verloren, die SPÖ gleich zwei Sitze dazugewonnen – eines von der ÖVP und eines von der FPÖ, die bei dieser Wahl nicht angetreten ist. Lichtenegger ist enttäuscht: „Ich verstehe das ehrlich gesagt nicht, wenn man sich so hineinkämpft und dann das Ergebnis bekommt.“

17.35 Uhr

Mit Andreas Dörfler, dem Neos-Regionalmanager für den Bezirk Weiz, wollten die Neos auch in Puch bei Weiz erstmals den Einzug in den Gemeinderat schaffen. Das ist aber nicht gelungen, letztlich reichte es nur für 67 Stimmen bzw. 5,5 Prozent. Ganz genau gleich viele Stimmen wie 2015 gab es für die SPÖ: Wolfgang Zarnhofer, der neue Spitzenkandidat, holte 24,7 Prozent – nur unter den jetzigen Voraussetzungen sind das vier Mandate.

Die FPÖ stürzte um 14 Prozentpunkte ab auf 8,5 Prozent und hat nun nicht mehr drei, sondern nur noch einen Sitz im Pucher Gemeinderat – Spitzenkandidat Hannes Brunnhofer verlor also genau die zwei Mandate, die er bei der Wahl 2015 erobert hatte.

Ihre ohnehin schon satte Mehrheit weiter ausbauen konnte ÖVP-Bürgermeisterin Gerlinde Schneider: Sie hat nun zehn Mandate bei 61,3 Prozent.

17.30 Uhr

Vier Parteien hatte es bis Ende 2019 im Gemeinderat von Hofstätten/Raab noch gegeben, dann aber schieden beide FPÖ-Mandatare – ein Ehepaar – aus, die blauen Sitze blieben fortan leer. Bei dieser Wahl trat die FPÖ gleich gar nicht an. Wer also konnte sich die zwei „frei“ gewordenen Mandate schnappen? Jeweils eines ging an ÖVP und Grüne, die Grünen sind nun nach leichten Verlusten der SPÖ und einem Zugewinn von 3,5 Prozentpunkten stimmenmäßig die zweitstärkste Partei, halten aber ebenso wie die SPÖ bei zwei Mandaten. Noch übermächtiger ist nun die ÖVP: Bürgermeister Werner Höfler legte um weitere 12 Prozentpunkte zu und hält nun bei 72,6 Prozent bzw. elf Mandaten.

17.10 Uhr

Im 21. Jahr ist Erwin Gruber jetzt ÖVP-Bürgermeister von Gasen, jetzt beginnt er seine fünfte Periode und die startete mit einem Plus von einem Mandat zulasten der SPÖ, die nun nur mehr ein Mandat hält. „Ich habe eine Riesenfreude“, sagt er, „das ist ein sehr deutlicher Auftrag für unser Team.“ Er selbst aber werde die Periode nicht fertigmachen, sondern in den nächsten Jahre seine Nachfolge vorbereiten. „In drei bis vier Jahren werde ich übergeben“, sagt Gruber. Die Wahlbeteiligung in Gasen lag bei 89 Prozent.

17 Uhr

Die Ergebnisse der beiden Städte Weiz und Gleisdorf sind immer noch ausständig - in beiden Kommunen wurden allerdings auch zahlreiche Wahlkarten beantragt.

16.55 Uhr

Einen enormen Wahlerfolg mit plus 20,76 Prozentpunkten fuhr Silvia Karelly für die ÖVP in Fischbach ein: Sie gewann drei Mandate, die ÖVP besetzt nun elf Sitze. Die FPÖ unter dem Langzeitvorsitzenden Hermann Reindl wurde auf 2 halbiert, die SPÖ verlor ein Mandat und hält nun noch eines.

Eine „Riesenfreude“ hat Karelly, die im Jänner 2018 die Nachfolge von Franz Doppelhofer angetreten ist. Seitdem fährt sie einen Wahlerfolg nach dem anderen ein. Große Bestätigung erfuhr sie schon bei der Landtagswahl, nach der sie mit Andreas Kinsky in den Landtag einzog.

16.45 Uhr

So einiges neu ist künftig im Gemeinderat von Ludersdorf-Wilfersdorf – tun sich SPÖ, Grüne und Neos zusammen, könnten sie der ÖVP sogar den Bürgermeistersessel abnehmen: Bürgermeister Peter Michael Moser, der für die ÖVP ins Rennen ging, um die hauchdünne absolute Mehrheit zu verteidigen, verlor ein Mandat und hält nun bei sieben. >>Mehr dazu<<

16.40 Uhr

In Birkfeld nahm die ÖVP der FPÖ 10 Prozent ab, der SPÖ ein weiteres Prozent. „Ich bin begeistert“, sagt ÖVP-Bürgermeister Oliver Felber, der erst während der Periode die Nachfolge von Franz Derler angetreten hatte.  Für die FPÖ ist das ein bitteres Ergebnis, hatte doch Bezirksobmann Patrick Derler erhofft, Felber den Bürgermeistersitz streitig machen zu können. Die ÖVP kommt nun auf 15 (+/-0) Mandate, die SPÖ auf 2 (-1) und die FPÖ auf 4 (-3).

16.10 Uhr

In Miesenbach könnte die ÖVP den Bürgermeister verlieren. Zwei der sechs Mandate hat die ÖVP unter Bürgermeister Karl Maderbacher in Miesenbach verloren. Neu angetreten dort ist die FPÖ unter dem 23-jährigen Josef Schneeflock, sie machte auf Anhieb zwei Mandate. Gemeinsam mit der SPÖ unter Sonja Maderbacher, sie hielt ihre drei Mandate, könnte die Gemeinde „umgedreht werden“. >>Mehr dazu<<

16.05 Uhr

Eine von nur vier Gemeinden im Bezirk, die nicht von der ÖVP geführt wurden war Ratten. Und das bleibt auch so: zwar verlor Thomas Heim fünf Prozentpunkte auf jetzt 54,8 Prozent, bleibt aber klar vor der ÖVP mit 41,1 Prozent (bisher 34,8). Die FPÖ verpasste mit 4,1 Prozent den Einzug in den Gemeinderat abermals knapp.

15.55 Uhr

Die Neos kandidierten in fünf der 31 Gemeinden des Bezirks. Bislang waren sie in keinem Gemeinderat vertreten. Nun schaffen sie den Einzug in drei Gemeinderäte: Markt Hartmannsdorf (Christian Reinstadler), Ludersdorf-Wilfersdorf (Patrick Friedl) und Pischelsdorf (Clemens Bernd Kastenhuber). In Gutenberg-Stenzengreith und Puch bei Weiz gingen sie leer aus.

Neos im Bezirk Weiz: Christian Reinstadler (li.), Patrick Friedl (2.v.l.) und Clemens Bernd Kastenhuber (2.v.r.) schafften den Einzug in ihre Gemeinderäte
© Jonas Pregartner
Neos im Bezirk Weiz: Christian Reinstadler (li.), Patrick Friedl (2.v.l.) und Clemens Bernd Kastenhuber (2.v.r.) schafften den Einzug in ihre Gemeinderäte

15.50 Uhr

Einen historischen Erfolg feierte Bürgermeister Emanuel Pfeifer (ÖVP) in Sinabelkirchen. Bis 2015 hatte die SPÖ 20 Jahre lang den Bürgermeister gestellt, bei der vorigen Wahl 2015 trat Pfeifer zum ersten Mal an und konnte die Gemeinde umdrehen (plus 20 Prozentpunkte gewann er damals). Und jetzt, fünf Jahre später, baute er den Vorsprung noch einmal enorm aus: Von 51 Prozent der Stimmen ging es auf 72,5 Prozent hoch.

Die SPÖ konnte nur noch 10 Prozent der Stimmen verbuchen (von 54 Prozent 2010 und 32 Prozent 2015). Die neue Mandatsverteilung: ÖVP 16 (bisher 11), SPÖ 2 (7), FPÖ 2 (2), Grüne 1 (1). >>Mehr dazu<<

15.45 Uhr

Thomas Matzer von der grünen Liste SÖG in St. Ruprecht/Raab konnte seinen Mandatsstand verdoppeln - von vier auf acht. Auch ÖVP-Bürgermeister Herbert Pregartner gewinnt zwei Mandate dazu - und hat jetzt 13. SPÖ und FPÖ verlieren jeweils eines und halten bei je zweien. In St. Ruprecht waren bei dieser Wahl allerdings statt 21 Mandaten 25 zu verteilen, weil man über die 5000-Einwohner-Grenze gekommen ist.

Herbert Pregartner (ÖVP), Thomas Matzer (SÖG)
© KK
Herbert Pregartner (ÖVP), Thomas Matzer (SÖG)

15.35 Uhr

Das „historisch beste Ergebnis“ für die ÖVP in Naas holte Bürgermeister Bernhard Ederer, wie es aus der Weizer ÖVP-Bezirkszentrale heißt: Die ÖVP legte um sieben Prozentpunkte zu und kam auf 75,2 Prozent, das sind zwölf Mandate. Das zusätzliche Mandat nahm man der FPÖ ab, die um sieben Prozentpunkte verlor und nun bei 8,5 Prozent steht (ein Mandat).

Die SPÖ schaffte wieder exakt 16,3 Prozent und bleibt bei zwei Mandaten. Für Ederer war diese Wahl die erste, bei der er selber als Bürgermeister ins Rennen ging – war er doch im Sommer 2015 seinem plötzlich verstorbenen Vorgänger Hans Graf ins Amt gefolgt.

Das Halten der Mehrheit hatte sich Ederer demnach im Vorfeld als wichtiges persönliches Ziel gesetzt – nun konnte er sogar ausbauen. Der gesamte Gemeindevorstand wird in Naas also – wie schon bisher – von der ÖVP besetzt.  

15.30 Uhr

Die Gemeinde Mitterdorf/Raab wurde umgedreht: Bisher ÖVP-regiert, kamen sowohl ÖVP als auch SPÖ bei dieser Wahl auf jeweils sieben Mandate – die SPÖ unter Gemeindekassier Walter Ederer aber hat dieses Mal um 20 Stimmen mehr bekommen. Die Grünen, die mit Thomas Unger neu angetreten sind, schafften ein Mandat. Die FPÖ, für die Ernst Habertheuer versuchte, sie nach 2000 wieder in den Gemeinderat zu bringen, scheiterte.

Schon 2015 gab es in Mitterdorf den knappsten Zieleinlauf aller Gemeinden im Bezirk Weiz: Nur neun Stimmen trennten den damaligen Wahlsieger ÖVP mit dem bisherigen Bürgermeister Franz Kreimer von Verfolger SPÖ. Die Bürgerliste „Wir für Mitterdorf“ verpasste damals um eine einzige Stimme den Einzug in den Gemeinderat und trat dieses Mal nicht mehr an. >>Mehr dazu<<

Knapp geht es stets in Mitterdorf/Raab zu
© Herwig Heran
Knapp geht es stets in Mitterdorf/Raab zu

15.25 Uhr

Freude bei der ÖVP Anger - sie konnte um 2 Mandate zulegen. Das Ergebnis: ÖVP 15 (+2), SPÖ 4 (+/-0), FPÖ 2 (-2). Die Wahlbeteiligung lag bei gut 67 Prozent.

Freude bei der ÖVP Anger unter Bürgermeister Hubert Höfler: Zwei Mandate hat die ÖVP der FPÖ abgenommen und damit auch den Vorstandssitz. Die fünf Vorstandssitze teilen sich jetzt ÖVP mit vier Sitzen (+1) und SPÖ mit einem Sitz (+/-0) auf. Höfler: „Ich bin sehr froh darüber, eine Prognose zu erstellen war sehr, sehr schwierig, denn allein schon den Stand zu halten, ist nicht einfach. Für uns heißt das ,einihackeln`, dafür sind wir gewählt worden.“

15.20 Uhr

Einen massiven Zugewinn verzeichnet in Gutenberg-Stenzengreith auch Bürgermeister Vinzenz Mautner (SPÖ). Er klettert von fünf auf acht Mandate (+3), die ÖVP verliert eines und steht bei 6; die Grüne kommen auf eines (-1). Die Neos gingen leer aus. Die SPÖ kann nun alleine den Bürgermeister stellen.

Die ÖVP hatte 2015 ganze 17 Prozentpunkte verloren, SPÖ, FPÖ und Grüne wählten daraufhin Mautner von der SPÖ zum Bürgermeister. Nun aber trat die FPÖ nicht mehr an, dafür waren die Neos neu dabei. Die ÖVP hatte sich mit Spitzenkandidat Christian Kleinhappl neu aufgestellt. Auch bei den Grünen gab es mit Gerald Konrad einen neuen Spitzenkandidaten, der sich im Vorfeld noch nicht festlegen wollte, wen er im Falle eines knappen Ausgangs unterstützen würde.

15.10 Uhr

Derzeit sind 18 der 31 Gemeinden im Bezirk Weiz bereits ausgezählt.

15 Uhr

SPÖ-Bürgermeisterin Eva Karrer konnte ihren Mandatsstand verdoppeln! Sie holt 12 Mandate (+6), die ÖVP kommt auf 7 (-3), die FPÖ auf 2 (-3). Karrer holt somit die absolute Mehrheit. >>Mehr dazu<<

14.50 Uhr

Ab 15 Uhr werden die ÖVP-Bürgermeister und Spitzenkandidaten im Bezirksparteibüro in Weiz eintrudeln. Die Wahl soll für die Volkspartei jedenfalls nicht schlecht gelaufen sein.

ÖVP-Bezirksparteiobmann Andreas Kinsky im Bezirksparteibüro
© Herwig Heran
ÖVP-Bezirksparteiobmann Andreas Kinsky im Bezirksparteibüro

Später - frühestens ab 15.30 Uhr - trifft sich die SPÖ im Weizer Volkshaus. Die FPÖ trifft sich nicht in Weiz - der Birkfelder Vizebürgermeister wird sich vielleicht kurz mit seinen Leuten in Birkfeld treffen und anschließend nach Graz weiterfahren.

14.25 Uhr

Weitere schlechte Neuigkeiten, die Wahlbeteiligung betreffend, kommen aus St. Ruprecht an der Raab. Hier geht man von minus 10 bis minus 15 Prozentpunkten aus. Wie aus ÖVP-Kreisen bestätigt wird, soll die Wahlbeteiligung auch bezirksweit durchwegs niedriger als 2015 ausfallen.

14.10 Uhr

In Weiz war eine Viertelstunde vor Wahlschluss nicht mehr viel los. Vor dem Wahllokal war keine Werbung platziert - darauf hatten sich die Parteien geeinigt.

An der NMS Weiz war eigentlich fast gar nicht zu erkennen, dass hier eine Wahl stattfindet
© Raimund Heigl
An der NMS Weiz war eigentlich fast gar nicht zu erkennen, dass hier eine Wahl stattfindet

Die hunderten vorbereiteten Kugelschreiber blieben großteils übrig, die meisten Wählerinnen und Wähler nahmen ihre eigenen Kulis mit. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Beisitzer im üblichen Bereich.

Viele der vorbereiteten Kulis blieben übrig
© Raimund Heigl
Viele der vorbereiteten Kulis blieben übrig

14 Uhr

Nun haben auch die letzten Wahllokale im Bezirk Weiz zugesperrt und es wird fleißig ausgezählt. Die ersten Gemeinden, die ihre Wahllokale schon um 12 Uhr geschlossen haben, sind damit bereits auf der Zielgerade. Die Wahlergebnisse sind jedoch erst ab 15 Uhr, wenn alle steirischen Wahllokale geschlossen haben, zu erfahren.

Auch in Ilztal und Anger ist indes von einer geringeren Wahlbeteiligung als 2015 die Rede. In Anger soll der Rückgang fast zehn Prozentpunkte betragen.

13.40 Uhr

Ausgerechnet eine Veranstaltung des überparteilichen Jugendforums "Plan G" entzweite eine Woche vor der Wahl die FPÖ und ÖVP in Gleisdorf: Die FPÖ schickte zur Online-Diskussion der Spitzenkandidaten keinen Vertreter, die ÖVP kommentierte das spitz auf Facebook.

Auch in Weiz gab es eine Diskussion der Spitzenkandidaten für Jugendliche - auch dort blieb FPÖ-Sitzenkandidat Dominic Saulauf fern.

13.25 Uhr

"Mager" soll die Wahlbeteiligung in Gleisdorf ausschauen, wie von dort zu hören ist. 2015 lag sie bei 66,07 Prozent, bei der Gemeinderatswahl 2010 noch bei 72,33 Prozent.

13.15 Uhr

"Diese Männer mag man eben" nicht nur die ÖVP rund um Bürgermeister Bernhard Ederer warb in Naas mit Süßem - auch die SPÖ teilte Schnitten als Wahlgeschenke aus.

© KK

Kulinarische Freuden brachten im Wahlkampf auch die SPÖ Birkfeld (Rotkäppchen-Eis) und die ÖVP Weiz (Essig und Öl) ins Spiel.

13.05 Uhr

Nur noch in Weiz, Fladnitz an der Teichalm und in vier der sechs Birkfelder Wahllokalen kann man seine Stimme abgeben - die anderen haben nun bereits geschlossen.

13 Uhr

Schützenhilfe bekamen einige ÖVP-Spitzenkandidaten in den Gemeinden auch von Landes- und Bundespolitikern. Die ÖVP Passail lud etwa zum "Schnitzi mit Schützi" mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. Auch Landesrat Christopher Drexler kam nach Passail und gab sogar bekannt, dort ein Haus gekauft zu haben. Drexler war beispielsweise aber auch in Gersdorf an der Feistritz oder Weiz. In St. Ruprecht und Gleisdorf war Arbeitsministerin Christine Aschbacher zu Gast, Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger kam nach Pischelsdorf. Auch Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka schaute in Gleisdorf vorbei.

Die FPÖ Gleisdorf bekam Besuch von FPÖ-Klubobmann Mario Kunasek und Bundesparteiobmann Norbert Hofer.

Die steirische Grüne-Klubobfrau Sandra Krautwaschl schaute am Tag vor der Wahl noch in Sinabelkirchen, Markt Hartmannsdorf und Gleisdorf vorbei.

12.35 Uhr

Das Thema Wahlplakate ist vor den meisten Wahlen nicht nur eine Geschichte wert. Hartnäckig halten halten sich Plakat-Schmierereien - diesmal wurden ÖVP- und FPÖ-Plakate in Ludersdorf-Wilfersdorf von Unbekannten "verziert". In Fünfing (St. Ruprecht/Raab) wurde ein FPÖ-Plakat wenige Stunden nach dem Aufhängen wieder heruntergerissen.

© KK

Für ein Kuriosum sorgten die Neos - sie warben auf Gleisdorfer Gemeindegebiet für "frischen Wind" in Kainbach bei Graz (Bezirk Graz-Umgebung).

In Markt Hartmannsdorf wurden indes in der Woche vor der Wahl Werbemittel aller wahlwerbenden Fraktionen entlang der Landesstraße L366 vom Straßenerhaltungsdienst demontiert bzw. diese dazu aufgefordert, sie selbst zu entfernen.

12.25 Uhr

Wir haben Wähler aus dem Bezirk über ihre Wahlmotivation, die Hygienemaßnahmen und den möglichen Wahlsieger in ihrer Gemeinde befragt.

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Ingrid Deutsch aus Untergreith (Mitterdorf/Raab): "Wählen gehe ich, da ich mit entscheiden möchte. Ich habe keine Angst vor Corona. Hier war auch alles ideal vorbereitet, die Abstände werden eingehalten und auch die Gehrichtung wurde fixiert. Wahrscheinlich wird auch unser Bürgermeister wieder gewählt."
Ingrid Deutsch aus Untergreith (Mitterdorf/Raab): "Wählen gehe ich, da ich mit entscheiden möchte. Ich habe keine Angst vor Corona. Hier war auch alles ideal vorbereitet, die Abstände werden eingehalten und auch die Gehrichtung wurde fixiert. Wahrscheinlich wird auch unser Bürgermeister wieder gewählt." © Herwig Heran

12.10 Uhr

In der Bezirksstadt Weiz haben alle 14 Wahllokale (mit Ausnahme der beiden in den Pflegeheimen) noch bis 14 Uhr geöffnet. Bürgermeister und SPÖ-Spitzenkandidat Erwin Eggenreich bedankt sich schon frühzeitig - kurz nach 11 Uhr waren bereits die obligatorischen "Danke"-Pickerln auf seinen Plakaten zu sehen.

© Jonas Pregartner

12 Uhr

69 der 125 Wahllokale im Bezirk Weiz haben bereits geschlossen - die meisten davon (62) um 12 Uhr. Aufgesperrt hat gut die Hälfte schon um 7 Uhr in der Früh. >>Wann und wo Sie in Ihrem Sprengel wählen können, können Sie auf unserer Wahllokal-Karte nachschauen<<

Zahlen, Fakten und Kuriositäten rund um den Urnengang

Die ÖVP stellt führt derzeit 27 von 31 Gemeinden im Bezirk, die SPÖ Weiz, Ratten, Passail und Gutenberg-Stenzengreith. Die ÖVP stellt zudem 29 erste und einen zweiten Vizebürgermeister, die SPÖ zwei erste und fünf zweite, die FPÖ zwei und die Grünen einen zweiten Vizebürgermeister. Die ÖVP stellt 14 Kassiere, die SPÖ 13, die FPÖ 4.

Wo welche Partei antritt

Die ÖVP tritt in allen 31 Gemeinden des Bezirkes an, die SPÖ überall außer in Markt Hartmannsdorf. Die FPÖ ist in 25 Gemeinden am Start. In Floing, Hofstätten und Gutenberg hatte sie Mandate, tritt aber nicht mehr an. Kämpferisch gibt sich die FPÖ Ratten: Zwei Mal hintereinander scheiterte sie um nur wenige Stimmen am Einzug in den Gemeinderat, aber Johann Gesslbauer gibt nicht auf.

Die Grünen probieren es in 14 Gemeinden, zum allerersten Mal in St. Kathrein/Offenegg und Mitterdorf/Raab. Die Neos treten in Pischelsdorf, Markt Hartmannsdorf, Puch, Ludersdorf-Wilfersdorf und Gutenberg-Stenzengreith an.

Im gesamten Bezirktreten nur zwei Bürgerlisten an: die Bürgerliste Mortantsch mit Peter Krones und Wolfgang Feiglin Weiz. Die Liste „Wir für Mitterdorf“ tritt nicht mehr an. Der einzige KPÖ-Kandidat ist Martin Reinbacher in Sinabelkirchen.

Die Routiniers

Seit 45 Jahren durchgehend im Gemeinderat von Hofstätten/Raab ist Erwin Bschaiden (SPÖ), der wieder antritt. Kassier Hermann Reindl (FPÖ), ehemals Nationalratsabgeordneter, ist seit 30 Jahren im Fischbacher Gemeinderat. Genauso ist es bei Karl Strassegger in Fladnitz/Teichalm. Auch der ÖVP-Bürgermeister dort, Peter Raith, ist seit 25 Jahren dabei, Johann Ziegerhofer ist seit 25 Jahren ÖVP-Bürgermeister von Rettenegg. In Gasen treten die „alten Hasen“ an: Bürgermeister Erwin Gruber (ÖVP), seit 22 Jahren dabei, gegen Helfried Straßegger (SPÖ), seit 20 Jahren Kassier.

Erwin Bschaiden (SPÖ) ist seit 45 Jahren Gemeinderat in Hofstätten an der Raab
© SPÖ
Erwin Bschaiden (SPÖ) ist seit 45 Jahren Gemeinderat in Hofstätten an der Raab

Die Rookies

Ganz neu auf der politischen Bühne ist Thomas Schinnerl. Gerade maturiert und im Juni erst 19 geworden, will er in St. Kathrein/Offenegg die FPÖ in den Gemeinderat bringen.

20 Jahre jung ist auch Clemens Bernd Kastenhuber, der in Pischelsdorf die Neos neu in den Gemeinderat bringen will. Christian Reinstadler tritt für die Neos erstmals in Markt Hartmannsdorf an, Andreas Dörfler, der Neos-Regionalmanager im Bezirk Weiz, tritt zum ersten Mal in Puch bei Weiz an, Wolfang Meixner in Gutenberg-Stenzengreith und Patrick Friedl in Ludersdorf-Wilfersdorf.

Auch noch recht jung ist der 23-jährige Josef Schneeflock, der die FPÖ in den Gemeinderat von Miesenbach bringen will. Dominic Saulauf, FPÖ-Spitzenkandidat in Weiz, ist sogar erst 21 Jahre alt.

Die Frauen

Bürgermeisterinnen gibt es im Bezirk Weiz derzeit in vier von 31 Gemeinden, in Fischbach Silvia Karelly (ÖVP), in Puch Gerlinde Schneider (ÖVP), in Strallegg Anita Feiner (ÖVP) und in Passail Eva Karrer (SPÖ). Bei der ÖVP gibt es neben den Bürgermeisterinnen keine weitere Spitzenkandidatin, bei der SPÖ sind es immerhin weitere fünf und bei der FPÖ zwei (Elisabeth Schreck in Naas und Monika Kober in Ludersdorf-Wilfersdorf). Bemerkenswert: Die Grünen kandidieren in 14 Gemeinden des Bezirks und haben keine einzige weibliche Nummer eins.

Die Chamäleons

Robert Santner aus St. Kathrein/Offenegg war früher bei der FPÖ, nach „Knittelfeld“ wurde er „wilder Gemeinderat“, nun will er als Grüner ein Mandat holen. Der Weizer Wolfgang Feigl saß schon für die Grünen und für die KPÖ im Gemeinderat, für die Liste Pilz trat er 2017 bei der Nationalratswahl an – nun probiert er es mit einer unabhängigen Liste.

Erste Wahl als Bürgermeister

Silvia Karelly (ÖVP) in Fischbach, Herbert Mießl (ÖVP) ist seit April 2017 Bürgermeister von St. Margarethen/Raab. Anita Feiner (ÖVP) ist seit September 2018 Bürgermeisterin von Strallegg, Peter Schlagbauer (ÖVP) ist seit Herbst 2018 Bürgermeister von Mortantsch. Bernhard Ederer (ÖVP) ist seit August 2015 Bürgermeister von Naas. Oliver Felber (ÖVP) ist seit November 2018 Bürgermeister von Birkfeld.

Namensspiele

Karl Maderbacher heißt der ÖVP-Bürgermeister, Sonja Maderbacher die SPÖ-Gemeindekassierin von Miesenbach. Verheiratet, verwandt? Nein, die SPÖ-Spitzenkandidatin hat den Cousin des Bürgermeisters geheiratet (der übrigens auch Karl heißt).

In Ilztal heißen die Spitzenkandidaten aller drei antretenden Parteien Andreas: Bürgermeister Andreas Nagl (ÖVP), Andreas Payer (SPÖ) und Andreas Pregartner (FPÖ). Auch auf den Nachnamen des Bürgermeisters schoss man sich im Wahlkampf ein: Die ÖVP plakatierte „Nagl mit Köpfen“, die SPÖ „Wir treffen den Nagel auf den Kopf“.

Gewachsen und geschrumpft

In St. Ruprecht/Raab gibt es bei dieser Wahl statt 21 Mandaten 25 zu verteilen, weil man über die 5000-Einwohner-Grenze gekommen ist. Genau das Gegenteil ist in Birkfeld der Fall: Man rutschte unter 5000 Einwohner und hat jetzt nur noch 21 statt 25 Sitze im Gemeinderat.

Wahlkarten

Im Bezirk Weiz wurden insgesamt 15.815 Wahlkarten ausgestellt, 7230 für Männer, 8585 für Frauen. Rund die Hälfte der Wahlkarten wurden vor der Coronakrise beantragt, die andere Hälfte seither.