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Grünes Licht für Bau der neuen Volksschule in St. Radegund

Nach heftigem Unwetter musste die VS in St. Radegund 2024 abgerissen werden. Unterrichtet wird seither in Containern. Der Neubau soll bis 2029 stehen.

© FF St. Radegund
In St. Radegund unterspülten starke Regenfälle 2024 den Hang auf dem die Volksschule stand
Andrea Rieger
Redakteurin Ressort Steiermark | Graz

Die schweren Unwetter im Bezirk Graz-Umgebung liegen zwar schon mehr als zwei Jahre zurück, St. Radegund lebt aber nach wie vor mit den Folgen. Die Wassermassen hatten damals den Hang, auf dem die Volksschule stand, so stark unterspült, dass dieser wegzurutschen drohte. Das Gebäude konnte nicht gerettet werden und wurde abgerissen. Die Volksschule musste kurzfristig in ein Ausweichquartier umziehen, das aus Containern errichtet wurde. Pläne für den Neubau werden seither in der Gemeinde gewälzt. „Der formale Beschluss der Landesregierung fehlt zwar noch, aber wir haben bei den Bedarfszuweisungsgesprächen grünes Licht für den Neubau bekommen“, freut sich nun Bürgermeister Jakob Taibinger (ÖVP).

Der neue Schulbau wird voraussichtlich rund elf Millionen Euro kosten. „Wir können davon ausgehen, dass 60 bis 70 Prozent davon das Land übernimmt“, so der Bürgermeister. Vorbedingung für die Zusage des Landes zum Großprojekt sei ein strenger Sparkurs in der Gemeinde gewesen. „Wir haben in unserer Verwaltung Abläufe deutlich verschlankt. Bei der letzten Gemeinderatssitzung haben wir außerdem ein Sparbudget beschlossen“, so Taibinger. Gebührenerhöhungen kommen im kommenden Jahr auf die St. Radegunder zu, um das Gemeindebudget zu entlasten.

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Nach schweren Unwettern 2024 droht der Hang, auf dem die Volksschule stand abzurutschen
Nach schweren Unwettern 2024 droht der Hang, auf dem die Volksschule stand abzurutschen © FF St. Radegund

Neue VS wird größer als die alte

Wie von der Gemeinde ursprünglich vorgeschlagen, soll aus der vierklassigen Volksschule eine sechsklassige werden. „Zwei große Bauprojekte werden bei uns gerade umgesetzt, ein weiteres startet im Dezember. Nachdem der Bedarf an Schulplätzen in der Folge steigt und wir eine Wachstumsgemeinde sind, gibt es vom Land grünes Licht für sechs Klassen“, erklärt Taibinger. Noch nicht ganz geklärt ist, wo in Zukunft der Turnunterricht stattfinden kann. Anders als der Klassentrakt musste der Turnsaal am alten Standort nicht abgerissen werden und kann nach wie vor benutzt werden. „Die Turnsaalfrage wird noch geprüft“, erklärt Taibinger.

© Foto Fischer
St. Radegunds Bügermeister Jakob Taibinger

Gebaut wird auf einem Grundstück der PVA

Wo gebaut wird, ist hingegen bereits fix. Die Schule soll auf einem 6000 Quadratmeter großen Grundstück der PVA entstehen, das zwischen dem Reha-Zentrum und dem Ortszentrum liegt. Es bleibt im Eigentum der PVA, ein Baurechtsvertrag macht die Errichtung der Schule möglich, ohne dass die Gemeinde das Grundstück kauft. „Das ist der Standort, für den sich beim Bürgerbeteiligungsprozess die große Mehrheit ausgesprochen hat“, erklärt Taibinger. Läuft alles so, wie es die Gemeinde derzeit plant, soll der Unterricht ab 2029 in der neuen Volksschule stattfinden können.

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