Verwirrung bei Wasserverunreinigung in Kärntner Stadt
Am gestrigen Donnerstagnachmittag veröffentlichte die Stadtgemeinde Feldkirchen eine Karte mit den Gebieten, in denen das Trinkwasser wieder normal konsumiert werden kann. Dies sorgte bei Bürgern für Verwirrung.
Seit einigen Tagen ist das Trinkwasser in Teilen von Feldkirchen verunreinigt. Der genaue Grund für den Eintritt ist bis jetzt noch nicht eindeutig geklärt, eine Ursache könnte das Ausbringen von Gülle sein. „Die Verunreinigung ist bei der sogenannten Schattenquelle der Wassergenossenschaft Nadling in unser System gelangt“, sagt Bürgermeister Martin Treffner (ÖVP). Heribert Liendl, Obmann der Wassergenossenschaft Nadling, bekräftigt, dass man aktuell an der Ursachenforschung arbeitet. „Wir haben Wassermeister, die Profis in ihrem Metier sind, jetzt wird das Leitungsnetz laufend gespült.“
Am Donnerstagnachmittag konnte seitens der Stadt zumindest eine teilweise Entwarnung gegeben werden. Sie hat eine Karte mit grünen und roten Linien veröffentlicht, die aber bei manchen Bürgern für Verwirrung sorgte. Einer meldete sich bei der Kleinen Zeitung: „Wir leben in St. Stefan, sind also nahe an den grünen Linien. Da wir uns nicht sicher waren, haben wir uns bei der Wassergenossenschaft Nadling gemeldet, wo uns mitgeteilt wurde, dass es immer noch ein Abkochgebot gibt.“

Das sollte nicht passieren. „Die Karte ist zwar nicht von uns, sondern von der Stadt, aber sie zeigt, dass St. Stefan nicht grün ist. Das ist unser Versorgungsgebiet und hier haben wir klar kommuniziert, was Sache ist“, sagt Liendl. „Das betrifft auch den Flatschacher See, Rennweg und Metzing.“ Treffner meint: „Wenn man das Wasser von der Genossenschaft bekommt, und das weiß man ja, dann ist natürlich deren Information ernstzunehmen.“
Von der Wassergenossenschaft heißt es außerdem, dass die verunreinigte Quelle auf der Schattseite außer Betrieb genommen wurde. Am kommenden Dienstag, dem 20. Oktober, werden erneut Wasserproben entnommen und ins Labor zur Testung gegeben. Wie lange es noch dauern wird, bis endgültige Entwarnung gegeben werden kann, ist noch unklar.
