Achtung! Ab 2. Oktober steht die Steirische Westbahn unter Strom
Die ÖBB warnen: Die Bahnstromanlagen zwischen Lieboch und Köflach stehen ab 2. Oktober unter Hochspannung. Ab 11. Oktober wird der reguläre Bahnbetrieb wieder aufgenommen.

Der erste große Schritt im Rahmen der Elektrifizierung der Steirischen Westbahn steht bevor: Am Freitag, den 2. Oktober, werden die Bahnstromanlagen auf der GKB-Strecke zwischen Lieboch und Köflach unter Hochspannung gesetzt. Rechtzeitig davor wird seitens der ÖBB gewarnt, die Bahnanlagen zu betreten. Selbst bei einer Annäherung auf rund zwei Meter an die Oberspannungsleitungen mit einer Nennspannung von 15.000 Volt kann es zum Spannungsüberschlag mittels Lichtbogen kommen.
„Das Betreten der Anlagen und insbesondere das Klettern auf Eisenbahnwaggons sowie das Annähern an beschädigte, herunterhängende Leitungen gehen in vielen Fällen tödlich aus“, warnt der für die Steirische Westbahn zuständige Ombudsmann Peter Stößl, der aber betont, dass es sich um eine allgemeine Warnung handle. „Für die Anrainer ist es natürlich ungewohnt, dass hier plötzlich Oberleitungen in Betrieb sind. Deswegen weisen wir auf die Gefahr hin.“
Schienenersatzverkehr mit Bussen
Elektrisch betriebene Triebwagen verkehren vorerst aber keine im Bezirk Voitsberg. „Die Einschaltung der Oberleitungsanlage steht im Zusammenhang mit den erforderlichen Hochspannungsprüfungen. Dabei werden die Oberleitung sowie alle angrenzenden Anlagen, insbesondere die Erdungen und weitere sicherheitsrelevante Einrichtungen, überprüft“, erklärt ÖBB-Sprecherin Rosanna Zernatto-Peschel. Der reguläre Zugverkehr zwischen Lieboch und Köflach startet am 11. Oktober – zum Einsatz kommen weiterhin dieselbetriebene Loks –, bis zum 10. Oktober läuft der Schienenersatzverkehr mit Bussen.
Um die Oberleitung unter Strom zu setzen, wird laut ÖBB einfach gesagt ein großer Schalter umgelegt. „Bevor dies geschieht, wird jedoch eine umfassende Schutzprüfung durchgeführt. Damit wird sichergestellt, dass sämtliche Schutz- und Sicherheitseinrichtungen ordnungsgemäß funktionieren“, so Zernatto-Peschel. Läuft alles wie geplant, wird der Strom bis 6. Jänner fließen. Für die zweite Komplettsperre von 7. Jänner bis 19. September 2027 wird die Oberleitungsanlage – zumindest für die Dauer der Bauarbeiten – abgeschaltet. In diesem Zeitraum wird auch wieder ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Fertigstellung bis 2031
Die Elektrifizierung der Strecke Graz-Lieboch wird bis 2031 abgeschlossen sein. Und wie Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) im Sommer versicherte, soll dann auch die gesamte Strecke im E-Betrieb fahren und nicht erst 2033, wie zwischenzeitlich verlautbart.