Rote Karte für Torjubel: Was wollte Israels Abu Farchi darstellen?
Der Torjubel nach dem 1:1-Ausgleich bei Österreich gegen Israel war der große Aufreger des Abends. Abu Farchis Eckstangeneinlage ließ Raum für Interpretation. Sein Trainer äußerte sich nach der Partie dazu.
Sollte es eine Waffe sein? Sollte es ein Billardqueue sein? Sollte es etwas ganz anderes sein? Was Israels Sayed Abu Farchi nach seinem Treffer zum 1:1-Ausgleich im Nations-League-Spiel gegen Österreich darstellen wollte, ist noch unklar. Der Spieler selbst hat sich noch nicht zu der Aktion geäußert. Fakt ist, Abu Farchi erhielt für seinen Torjubel die zweite gelbe Karte und wurde folglich mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Österreich konnte damit mehr als 30 Minuten in Überzahl agieren und am Ende die Partie noch mit 3:1 für sich entscheiden.
Abu Farchi war nach dem Platzverweis sichtlich fassungslos und stapfte zornig in die Katakomben. ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick meinte nach der Partie: „Die Frage muss der gegnerische Trainer oder der Spieler beantworten, ob man ein Tor so bejubeln soll. Der Ausschluss war für uns sicher kein Nachteil.“
Israels Teamchef Ran Ben Shimon tat dies wenig später bei der Pressekonferenz auch – zumindest teilweise. Was Abu Farchis Geste bedeuten sollte, sagte er nicht, jedoch betonte er: „Jedes Mal, wenn er ein Tor schießt, egal ob in der MLS oder im israelischen Nationalteam, jubelt er so.“ Er habe dafür noch nie Gelb gesehen und nicht gewusst, dass es in dieser Art nicht erlaubt sei, nahm Ben Shimon seinen Schützling in Schutz. „Er ist ein junger Spieler und diese Erfahrung wird ihn sicher noch lange begleiten.“