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Run auf Grazer Bäckerei Martin Auer in neuer Filiale in New York

Der Betrieb verlangt in der neuen Filiale in bester New Yorker Lage 60 Dollar pro 1,5 Kilogramm schwerem Laib. Der Bestseller ist ein Butterbrot mit österreichischer Marillenmarmelade.

Die neue Filiale hat Anfang September eröffnet
© Martin Auer
Die neue Filiale hat Anfang September eröffnet

Knapp eine Woche nach der Eröffnung der ersten Bäckerei-Filiale des Grazer Unternehmers Martin Auer in New York ist Sohn Tim mit dem angelaufenen Geschäft sehr zufrieden: „Wir haben die meiste Zeit eine Warteschlange vor der Tür“, sagte er am Mittwoch im APA-Gespräch. An manchen Tagen sei das Roggenbrot aus Österreich sogar ausverkauft, am Dienstag etwa schon um 15 Uhr. Die Reaktionen der Gäste auf „steirische Brotkultur“ seien positiv, obwohl der Laib 60 Dollar kostet.

„Es ist nun der siebente Tag seit der Eröffnung und es läuft sehr gut“, sagte Auer. Sowohl Amerikaner, die das Brot noch nicht kannten, als auch deutschsprachige Kunden hätten durchwegs mit einem „Wow“ auf das Brot reagiert. Vom durchaus stolzen Preis von 60 Dollar (52,00 Euro) für einen 1,5 Kilogramm schweren Laib hätten sich die Kunden nicht abschrecken lassen: „Die allermeisten Kommentare zum Preis sind nicht von vor Ort gekommen, sondern aus dem deutschsprachigen Raum. Hier aber wissen die Leute, wie teuer das Leben in New York ist. Wir betreiben hier einen großen Aufwand. Man kann dem Bäcker beim Handwerk zusehen, wir sind in einer der teuersten Städte der Welt in einer der teuersten Straßen“, rechtfertigte Tim Auer.

Bestseller ist Butterbrot mit österreichischer Marillenmarmelade

Er betonte, dass auch die Zutaten aus Österreich importiert werden müssen – allen voran das biologische Roggenmehl, das es in den USA gar nicht zu kaufen gebe. Neben dem Mehl, Wasser und Salz braucht das Brot auch Zeit: „Wir geben dem Teig Zeit.“ Gebacken wird größtenteils für den nächsten Tag, denn der frisch gebackene Laib braucht acht bis 16 Stunden Abkühlungs- und Ruhephase, bis er für den Verkauf geeignet ist. Wem die 1,5 Kilogramm zu viel seien, könne übrigens auch nur einen halben oder ein Viertel des Laibs kaufen, so Auer – für immerhin „nur“ 15 Dollar.

Neben dem reinen Brot werden in der Filiale auch mit Aufstrichen belegte Brötchen verkauft. Besonders jene mit guter Butter und österreichischer Marillenmarmelade – die ebenfalls importiert werde – seien sehr gefragt, schilderte Auer. Angeboten werden aber auch Brötchen, welche mit Butter und Schnittlauch oder mit Fischeiern belegt sind. Unter den 13 ausgewählten Sorten, pikanten und süßen Varianten, würde da immer ein wenig gewechselt.

Über weitere Filialen will Tim Auer trotz der guten Nachfrage vorerst nicht sprechen. Zuerst müsse das Geschäft am gerade erst eröffneten Standort gut laufen.