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„Are you ready?“: Martin Auer serviert Grazer Brot in New York

Am 10. September ist es so weit: Nach Jahren der Vorbereitung eröffnet Martin Auer eine Filiale in den USA. Die Kleine Zeitung nahm er mit für erste Eindrücke vor Ort.

„Rye“ ist das englische Wort für Roggen. Damit will Martin Auer auch New York rocken
© Auer
„Rye“ ist das englische Wort für Roggen. Damit will Martin Auer auch New York rocken
Michael Saria
Redakteur Steiermark-Ressort | Graz

Diese Zeilen sind ein halber Korrespondentenbericht, quasi a little Lokalaugenschein: Denn auf die Handynachricht der Kleinen Zeitung, wie denn so die letzten Vorbereitungen in New York laufen, reagiert Martin Auer binnen Sekunden – mit einem Videoanruf. Also führt der Grazer Bäckereiunternehmer per Handy durch seine nagelneue Filiale, die am 10. September eröffnet wird. Dieses Mal nicht in den Grazer Bezirken Geidorf oder Lend, sondern in den USA. „NYC, are you ready?“, fragt Auer rein rhetorisch.

Er selbst ist es: Nach Jahren der Planung und Vorbereitung legt er nun los. In der Lafayette Street in Manhattan, in jenem Haus, in dem einst auch Popstar David Bowie lebte. Nun will dort ein Bäcker aus Graz das Viertel rocken – mit Roggenbrot. Und nur mit Roggenbrot, abgesehen von passenden Aufstrichen dazu. „Wir haben genau ein spezielles Produkt, das wirklich Weltklasse ist! Und das wollen wir nach New York bringen: 100 Prozent Bio-Sauerteig-Roggenbrot, hefefrei, vegan, wenig Gluten“, hatte Auer im Dezember 2024 der Kleinen Zeitung verraten, als er erstmals sein New-York-Abenteuer publik machte.

Auch Alex ist vor Ort

Knapp zwei Jahre später sieht man ihn am Handy-Display, wie er stolz durch die Filiale führt. Gleich nach der Eingangstür geht eine Stiege nach oben in den Verkaufsbereich, links und rechts laden Tische wie Stühle aus hellem Holz zum Verweilen ein. Zentrales Stück der Räumlichkeiten ist ein fünf Meter langer Holztisch aus dem steirischen Pöllau – zentrale Person ist Alex: Grazer Stammkunden kennen den Bäcker mit Ohrring und Schalk im Nacken von Auers „Atelier“ in St. Peter, nun ist auch er über den großen Teich gejettet, um vor Ort künftige Kollegen in die Kunst des Roggenbrotbackens einzuführen. „Ohne meine großartigen Mitarbeiter wäre das alles hier nicht möglich gewesen“, betont auch Martin Auer. Nun ist er ready for New York.

Martin Auer mit jenem fünf Meter langen Tisch, der in Pöllau für New York angefertigt wurde
© Auer
Martin Auer mit jenem fünf Meter langen Tisch, der in Pöllau für New York angefertigt wurde