Nach Bleiburg-Unfall kommt Fahrgeschäft auf St. Veiter Wiesn
Der St. Veiter Wiesenmarkt steht vor der Tür. Es gibt heuer neue Fahrgeschäfte – darunter jenes, das am Unfall am Bleiburger Wiesenmarkt beteiligt war.
18 Tage sind es noch, dann wird die Herzogstadt wieder zur Bühne des ältesten Volksfestes in Kärnten: der 663. St. Veiter Wiesenmarkt steht kurz vor der Tür. Aus diesem Grund luden Bürgermeister Martin Kulmer (SPÖ) und Vizebürgermeisterin Silvia Radaelli (SPÖ) gemeinsam mit ÖBB-Regionalmanager Reinhard Wallner zur Wiesn-Pressekonferenz ins Rathaus. Kulmer freut sich bereits auf das Brauchtumsfest. Er hebt die „drei Säulen“ hervor: „Krämermarkt, Vergnügungspark und Gastronomie.“ Man werde auch in diesem Jahr wieder dafür sorgen, dass dieses Zusammenspiel funktioniert.
Radaelli, die als Marktreferentin fungiert, gab auch die eine oder andere Neuerung für die diesjährige Ausgabe bekannt. „Man kann den Wiesenmarkt zwar nicht neu erfinden, aber wir sind bemüht, jedes Jahr Highlights anzubieten“, leitet Radaelli ein. Man kann drei neue Fahrgeschäfte begrüßen: „Einen 5D-Simulator, das ‚Disco Loco‘ und das ‚Magic‘“, freut sich die Referentin.

Vorfall am Bleiburger Wiesenmarkt
Pikant wird es beim „Magic“. Dabei handelt es sich um jene Attraktion, bei der es vor wenigen Tagen am Bleiburger Wiesenmarkt zu einem Unfall kam. Ein achtjähriger Bub rutschte unter dem geschlossenen Sicherheitsbügel durch und in die Besuchergasse. Radaelli verweist auf Nachfrage darauf, dass der Vorfall noch aufgearbeitet wird. „Es gibt aber kein technisches Gebrechen, denn das Gerät wird nicht wieder in Betrieb genommen, wenn es nicht passt.“ Kulmer fügt an: „Das Fahrgeschäft wurde kurz darauf wieder freigegeben. Das ist ein Zeichen, dass es sicher ist.“ Es könne allerdings „leider immer etwas passieren“. Tatsächlich wurde das „Magic“ nach Überprüfung und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wieder zum Betrieb freigegeben.
Radaelli sei aktuell besonders eines wichtig: „Ich hoffe, dass der Bub bald wieder auf den Beinen ist. Mir tut die Familie leid. Es war ein enorm unglücklicher Unfall.“ Mit der Betreiberfamilie Burkhart habe man gesprochen. „Sie sind sehr mitgenommen und es tut auch ihnen unendlich leid.“ Nach so einem Vorfall steige die Alarmbereitschaft bei jedem Schausteller. Sie würden nun noch genauer auf die Sicherheitsvorschriften achten. „Von unserer Seite können wir versichern, dass jeder alles Mögliche tut, um so etwas zu verhindern“, betont Radaelli.
Ich hoffe, dass der Bub bald wieder auf den Beinen ist. Mir tut die Familie leid.
— Silvia Radaelli, Marktreferentin
Neues bei der Gastro
Auf der Wiesenmarkt-Gastrolandschaft gibt es ebenfalls zwei neue Gesichter. Zum einen das Wurzelwerk (die Kleine Zeitung berichtete) und zum anderen wird sich Red Chicken Burger beim Haupteingang befinden.
Außerdem wird der Landwirte-Schwerpunkt am ersten Wiesn-Montag wiederbelebt. Die „Görtschitztaler Dieselbrüder“ reisen mit Oldtimer-Traktoren an, auch der Verein „Dieselschlucker“ ist vertreten. „Highlight ist zudem ein großes mobiles Sägewerk, das am Ausstellungsgelände bei der Blumenhalle zu sehen sein wird“, freut sich die Referentin. Dieses wird Betreiber Philipp Glawar-Barth am 28. September ganztägig bedienen und Jausenbretter herstellen. „Sie werden – solange der Vorrat reicht – kostenlos an die Besucherinnen und Besucher verteilt.“
ÖBB verstärken Angebot
Da man an den Markttagen wieder zigtausende Gäste erwartet, ist auch die An- und Abreise ein großes Thema. Dafür arbeitet die Stadt mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) zusammen. Die ÖBB verstärken ihr Zugangebot während des gesamten Wiesn-Zeitraums von 26. September bis 5. Oktober.
„Mit der ‚Wiesenmarkt-Nightline‘ von und nach Friesach, Feldkirchen und Klagenfurt sowie dem S-Bahn-Basisangebot für ganz Kärnten bringen wir die Gäste sicher zum Wiesenmarkt und auch wieder nach Hause“, meint ÖBB-Regionalmanager Wallner. 1300 Züge werden während der Markttage verkehren. „160 Züge davon fahren im Nachtzeitraum von 23 bis 3 Uhr.“
Am wichtigsten sei für die ÖBB: „Die Sicherheit ist das Kernelement“, unterstreicht Wallner. „Wir wollen den Menschen die Möglichkeit geben, bis spät in die Nacht sicher nach Hause zu kommen.“ Daher habe man sich auch ein Sicherheitskonzept überlegt: „Sämtliche Züge werden mit zwei Personen besetzt, wovon einer von einer externen Sicherheitsfirma stammt.“


