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Zu viele Hemmschuhe für den Handel

Hannes Gaisch-Faustmann
Stv. Ressortleiter Wirtschaft
Die erhoffte Erholung im Handel setzte wieder nicht ein
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Die erhoffte Erholung im Handel setzte wieder nicht ein

Das Jahr verlief für den heimischen Handel bisher nicht wie erhofft. Die EU trägt durch neue Bürokratie dazu bei.

Seit der Pandemie tritt die heimische Wirtschaft mehr oder weniger auf der Stelle. Die Handelsbranche startete gut ins Jahr hinein, dann würgte der Krieg im Iran und die Sperre der Straße von Hormuz die zarte Erholung ab. Das zweite Halbjahr verspricht nicht wirklich besser zu werden.

Dafür sorgen wir in der EU und in Österreich selbst. Vollmundig versprochen wird da wie dort der Abbau von Bürokratie für Unternehmen. Beschlossen wird jedoch eine Verpackungsverordnung, die, gut gemeint, den Müllberg eindämmen und die Kreislaufwirtschaft fördern soll, Onlinehändler aber unversehens ins Papierchaos stürzt. Hausgemachte Hemmschuhe.

Die nationale Paketabgabe ab Oktober (2,40 Euro inklusive Mehrwertsteuer) wird kaum für Rückenwind sorgen. In der Zwischenzeit verpufft die Wirkung des Drei-Euro-EU-Zolls auf Pakete aus Drittstaaten überraschend schnell. Die Zurückhaltung der Konsumenten gegenüber asiatischen Billighändlern legt sich wieder, die Barriere erweist sich als löchrig.