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Rechte rufen zu einem Treffen in Klagenfurt auf

Für Donnerstag ist eine Kundgebung geplant. Veranstaltung ist nicht angemeldet. Polizei und Uni beschäftigen sich schon länger mit der Gruppierung.

Die Uni Klagenfurt
© Helmuth Weichselbraun
Im Juli fand eine Aktion der Gruppierung bei der Universität Klagenfurt statt. Diesmal ist der Ort noch unbekannt (Symbolfoto)
Thomas Martinz
Redakteur Bundesland Kärnten

„Wir sind die Flamme, die nicht erlischt.“ So lautet das Motto jener rechtsextremen Gruppe namens „Aktion 451“, die in Deutschland, Wien und Graz bereits an Universitäten aktiv ist und nun auch in Klagenfurt Fuß fassen will, Laut Verfassungsschutzbericht handelt es sich bei der „Aktion 451“ um eine Tarngruppe der rechtsextremen Identitären. Ihre Ziele sind klar: Die Hochschulen sollen rechter werden, sie wollen neue Mitglieder und Einfluss gewinnen. Am Donnerstag ist eine Kundgebung in Klagenfurt geplant.

Der Polizei sind Flugblätter bekannt, die in Klagenfurt verteilt wurden. „Demnach ist am Donnerstag um 20 Uhr in Klagenfurt ein Treffen angekündigt“, sagt Polizeisprecher Matthias Kogelnig. Es handle sich aber um keine angemeldete Veranstaltung, daher sei auch der Treffpunkt und die Zahl der Teilnehmer nicht bekannt. „Unsere Außendienstkräfte sind aber sensibilisiert“, so Kogelnig.

Tarngruppe der Identitären

Auch wenn man derzeit von keiner konkreten Gefahrenlage ausgeht, will man auf weitere Aktivitäten der Gruppe vorbereitet sein. In den vergangenen Wochen kam es an der Uni Klagenfurt zu mehreren Aktivitäten der Gruppierung „Aktion 451“, darunter die Verteilung von Flyern sowie einer Aktion auf dem Dach des Hauptgebäudes.

„Gemeinsam mit der Landespolizeidirektion Kärnten und dem Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung hat die Universität Maßnahmen beschlossen, um die Sicherheit am Campus weiter zu stärken“, so die Österreichische Hochschülerschaft an der Uni Klagenfurt.

„Stehen für offenen Campus“

Die ÖH wendet sich über Instagram an die Studierenden und sagt: „Als ÖH Klagenfurt stehen wir für einen offenen, demokratischen und diskriminierungsfreien Campus, auf dem sich alle Studierenden sicher fühlen können. Bei Fragen, Unsicherheiten oder Unterstützungsbedarf könnt ihr euch jederzeit an uns wenden.“ Und weiter: „Solltet ihr verdächtige Aktivitäten beobachten oder eine akute Gefährdung wahrnehmen, verständigt bitte unverzüglich die Polizei über den Notruf 133!“