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Sie halten den Ortskern von Rein lebendig

Hans Sattler und Siegfried Peichler sind tragende Säulen der Bürgerbeteiligungsinitiative ZOR.

Siegfried Peichler und Hans Sattler
© Edith Ertl
Siegfried Peichler und Hans Sattler
Monika Schachner
Bundesland Steiermark

Die Welt ist im Wandel, vieles noch ungewiss. Wie man Zukunft mitgestalten kann, zeigt die Initiative „ZOR – Zukunft Ortsteil Rein“ schon seit einigen Jahren vor. „Am Anfang ist die Frage gestanden: Was geschieht, wenn nichts geschieht, was geschieht, wenn niemand etwas tut?“, erzählt Hans Sattler, einer der Obleute. In Rein gebe es gleich wie in vielen Orten in Österreich Leerstände. Und die Verortung im Speckgürtel von Graz sei Vorteil – Nähe zur Landeshauptstadt – und Nachteil (viele Ausflügler, die kaum Wertschöpfung in der Region lassen) zugleich.

Von alt bis jung

Schlussendlich kam es zur Gründung von ZOR. „Die Mitglieder bringen ganz unterschiedliche Talente mit.“ Ein Großteil sei schon älter. „Jüngere Menschen stehen meist mitten im Beruf oder haben Familie. Ihnen bleibt kaum Zeit, über Zukunftsfragen nachzudenken.“ Einbinden will die Initiative trotzdem alle: „Wir haben beispielsweise auch schon die Schülerinnen und Schüler des BG Rein befragt. Mittlerweile sind einige ihrer Anliegen umgesetzt.“

Für die „Reiner Gespräche“ holte ZOR wiederholt Impulsgeber von außen, etwa den Psychiater Michael Lehofer, die Journalistin Ingrid Brodnig oder Gerfried Stocker, Geschäftsführer der Ars Electronica. Sattler: „Kommunikation ist heute wichtiger denn je. Sie kann mithelfen, Spaltung zu verhindern.“

Ein besonderes Museum

Ein großer Wurf gelang der Bürgerbeteiligung ebenso mit dem Stein.Zeit.Museum, das Ende 2025 im Stift Rein seine Pforten öffnete und an dessen Entstehen ZOR beteiligt war. Mitbegründer Siegfried Peichler: „Das ist etwas Einzigartiges und ebenso ein Stück Identität.“ Im Zentrum der Schau (täglich von 10 bis 16 Uhr zu besichtigen) steht Hornstein, der vor rund 6000 Jahren rund um Rein erstmals gezielt abgebaut und zu Werkzeug oder Waffen verarbeitet wurde.

Peichler resümiert: „Natürlich muss man immer wieder Geduld haben, aber die Zukunft mitzugestalten, lohnt sich.“

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