Auch wenn das regnerische Wetter die Erinnerung daran verblassen lässt: Hinter uns liegt eines der trockensten Frühjahre seit Beginn der Aufzeichnungen. Einst fruchtbare Felder waren staubtrocken, der erste Schnitt fiel vielerorts aus. Zahlreiche Kärntner Gemeinden mussten zum Wassersparen aufrufen, um die Trinkwasserversorgung aufrechtzuerhalten. Ein ausschlaggebender Grund für diese Situation: der Klimawandel.

Dass Bad Bleiberg nicht unter der Trockenheit leidet, ist erfreulich. Dass man bereit ist, das kostbare Thermalwasser mit anderen zu teilen, ebenso. Und dass sich die Gemeinde sowie die Transportunternehmen über eine zusätzliche Einnahmequelle freuen, ist verständlich.

Doch Pools belasten die Umwelt durch Wasser- und Energieverbrauch sowie den Einsatz von Chemikalien ohnehin. Dass nun zusätzlich Poolwasser per Lkw – also mit erheblichem Energieaufwand – durch das ganze Land gekarrt wird, zeigt vor allem eines: Wir haben die Dringlichkeit der Klimakrise noch immer nicht verstanden und obwohl die Auswirkungen bereits immer spürbarer werden, fehlt noch immer das Bewusstsein dafür, welche Konsequenzen unser eigener Umgang mit Ressourcen für die Allgemeinheit hat.