Bosch MahleChinesen nun die Chefs im Turboladerwerk

Mit dem Closing wurde dieser Tage die Übernahme durch den Hongkong-Fonds MountainVest Partners perfekt. Er will BMTS Technology in St. Michael als Autoindustrie-Zulieferer weiterentwickeln.

Frank Tang, dritter von links, gründete 2008 mit seinen Partnern den Milliardenfonds Foutainvest
Frank Tang, dritter von links, gründete 2008 mit seinen Partnern den Milliardenfonds Foutainvest © FountainVest
 

Außer Guten Tag und dober dan heißt es nun in St. Michael/Smihel im Turboladerwerk auch Ni hao. Mit der finalen Vertragsunterfertigung, dem Closing, ist der chinesische Milliardenfonds FoutainVest Partners nun der neue Eigentümer. Die 2008 von den deutschen Konzernen Bosch und Mahle gegründeten Bosch Mahle Turbosystems heißen nun BMTS Technology, Sitz ist wie bisher Stuttgart, außer dem Werk in St. Michael gehören auch jene in Blaichach (D) und Shanghai dazu.

Hatten die bisherigen Eigentümer die hohen Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe gescheut, um Marktgewicht zu gewinnen, so will MountainVest "an bisherige Erfolge anknüpfen und BMTS Technology weiter ausbauen. Das technologische Know-how des Unternehmens, das namhafte Kundenportfolio und die weiterhin günstigen Marktwachstumsprognosen für Abgasturbolader bieten beste Voraussetzungen dafür, BMTS Technology nachhaltig am weltweiten Automobilzuliefermarkt zu positionieren", erklärten dazu die neuen Eigentümer.

Der Kaufpreis soll laut Handelsblatt rund 200 Millionen Euro betragen haben. Im November waren noch 1282 Leute beschäftigt, davon in St. Michael 661 Mitarbeiter und rund 40 Leiharbeiter. Nach Angaben des neuen Unternehmens sind zum aktuellen Stand rund 1300 Mitarbeiter in der gesamten Gruppe beschäftigt. FountainVest habe "ein strategisches und langfristiges Interesse sowie Erfahrung in der Autozulieferindustrie, um BMTS Technology weiter zu entwickeln." Die Übernahme aller Einrichtungen, des Markennamens sowie der "deutschen DNA" würden für Kontinuität sorgen.

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Sam125
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BMTS

Schauen wir mal, wie lange sie in der Steiermark bleiben , denn ich glaube, wenn die Chinesen alles können und genug eigenes Fachpersonal angelehnt haben, werden sie Österreich den Rücken kehren und die Produktion nach China verlegen!

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AUGENWEITOFFEN
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Elektrisches Turboloch?

kann das mittel-/langfristig wohl noch was werden? da der Markt/derZeitgeist/die Industrie ja wollen dass wir schnellstmöglichst auf batteriebetriebene Autos umstellen sollen

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CuiBono
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Chuzpe

Die derzeit propagierten E- und Hybridautos sind für den Massenmarkt und -verkehr eine Fehlentwicklung. Sie werden die derzeitigen Motortechniken nicht einmal ansatzweise ersetzen können und taugen maximal als Nischenprodukte.

Sie erinnern an die von Industrie und Politik wider besseren Wissens gepushte Hype, die es vor ein paar wenigen Jahren gab - für die Einführung der giftigen und schwierigst zu entsorgen bzw. zu recyclenden Quecksilberenergiesparlampen - die dann schon bald obsolet waren.

Die Zukunft liegt bei der (bereits serienreifen) Wasserstoff/Brennstoffzellentechnik, deren Einführung aus unerfindlichen aber allerdings vollkommen verantwortungslosen grenzkriminellen Gründen von Industrie und Politik verzögert wird.

Möglicherweise gilt es ja die weltweite Mineralölindustrie und auch die KfZ-Industrie noch zu schonen. Innovation kann ja auch Angst machen, könnte man doch da und dort vermeintlich festzementierte Pfründe verlieren.

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