Medienpreis Das sind die wichtigsten Pulitzer-Preisträger 2018

Die Pulitzer-Preise gelten als die höchste Auszeichnungen der Medienbranche: Die Preise gingen unter anderem an die Aufdeckerinnen der Weinstein-Causa. Überraschend, aber sehr aktuell - der Preis für Rapper Kendrick Lamar.

Es ist der wichtigste Preis der Medienbranche: der Pulitzer-Preis. Am Montag wurden die Preisträger verkündet. 14 der 21 Preiskategorien sind journalistischen Arbeiten vorbehalten, die restlichen Literatur, Musik und Theater. Unter den wichtigsten Preisträgern sind Jodi Kantor und Megan Twohey für die "New York Times" ...

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... sowie Ronan Farrow (Sohn von Mia Farrow und Woody Allen) für den "New Yorker". Sie hatten mit ihren Berichten im Oktober 2017 die #MeToo-Bewegung losgetreten, in der sich Opfer sexueller Übergriffe zu Wort meldeten. Die Bewegung breitete sich in den Monaten darauf auf andere Branchen und in andere Länder aus.

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Die drei Journalisten hätten mit "explosivem, wirkungsvollem Journalismus Sexualtäter enthüllt, darunter auch Vorwürfe gegen einen der einflussreichsten Produzenten Hollywoods", sagte Dana Canedy, Vorsitzende der Verwaltung der Pulitzer-Preise. Durch die Berichterstattung seien die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen worden für "lang unterdrückte Vorwürfe über Nötigung, Gewalt und erzwungenem Schweigen der Opfer". Die Folge sei eine "weltweite Abrechnung mit dem sexuellen Missbrauch von Frauen" gewesen.

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Die "New York Times" gewann mit der "Washington Post" in der Sparte "National" für deren Berichterstattung zur russischen Einflussnahme im US-Wahlkampf und Verbindungen zum damaligen Kandidaten Donald Trump.

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Große Freude auch in der Redaktion der Zeitung "Arizona Republic". Sie bekam den Pulitzer Preis für ihre Berichterstattung über die geplante Mauer an der US-Grenze mit Mexiko.

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Der "Cincinnati Enquirer" wurde für seine Berichterstattung über die Heroin-Epidemie in Ohio ausgezeichnet. Das Magazin "GQ" für seine Geschichte über Dylan Roof, der in einer Kirche in Charleston neun Afroamerikaner erschoss.

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An die Nachrichtenagentur Reuters ging der Preis in der Kategorie internationale Berichterstattung: Reuters hatte Verbindungen zwischen dem philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte und Hinrichtungskommandos der Polizei aufgedeckt. Zudem erhielt Reuters einen Preis für die Fotoberichterstattung über die Rohingya-Flüchtlingskrise in Myanmar.

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Ausgezeichnet wurde auch der Fotojournalist Ryan Kelly ("The Daily Progress"), der ...

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... im August die Gewalt während einer Rassisten-Kundgebung in Charlottesville (Virginia) dokumentierte. Unter anderem den Moment, in dem eine 32-Jährige Gegendemonstrantin von einem Auto erfasst und getötet wurde, 19 Menschen wurden dabei verletzt.

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In der Kategorie "Cartoon" wurden Jake Halpern und Michael Sloan für die "New York Times" ausgezeichnet.

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Der Preis für den besten Roman ging an Andrew Sean Greer für sein Buch "Less", als bestes Theaterstück wurde Martyna Majoks (im Bild) "Cost of Living" ausgezeichnet. Jack E. Davis wurde für sein Geschichtsbuch "The Gulf" geehrt.

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Frank Bidart bekommt den Pulitzer-Preis für seinen Gedichtband "Half-light", James Forman Jr. (im Bild) für ...

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... sein Sachbuch "Locking Up Our Own". 

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Größte Überraschung in den nicht-journalistischen Kategorien war die Auszeichnung des Rappers Kendrick Lamar für sein 2017 veröffentlichtes Album "Damn". Lamar ist der erste Rapper, der den Preis erhält, und der erste Musiker, der nicht aus der Klassik oder dem Jazz kommt. Das Album sei eine "virtuose Liedersammlung, vereint von seiner umgangssprachlichen Authentizität und rhythmischen Dynamik", sagte Verwaltungschefin Canedy.

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Es biete "eindringliche Momentaufnahmen, die die Komplexität des modernen afro-amerikanischen Lebens einfangen". Der 1987 in Kalifornien geborene Lamar gilt als einer der derzeit bedeutendsten und erfolgreichsten Rapper. Er hat unter anderem auch schon mehrere Grammys gewonnen. "Damn" ist sein viertes Studioalbum. Einen Überblick über alle Preisträger finden Sie hier.

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