KarriereKonferenz mit Fokus auf digitalem Wandel

Die sechsten Kremser Wissensmanagement-Tage am 25. und 26. April mit dem Titel „Wissen wird smart“ stehen im Zeichen der digitalen Transformation.

Konferenz an der Donau-Universität Krems © (c) Matthias Enter - Fotolia
 

Im Rahmen der zweitägigen Konferenz, die vom Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement der Donau-Universität Krems in Kooperation mit dem Magazin wissensmanagement veranstaltet wird, beleuchten Experten die Auswirkungen des digitalen Wandels auf Unternehmensprozesse. Herbert Saurugg betont in seiner Keynote am 25. April (Thema „Alles smart – und wir?“) die Möglichkeiten der Vernetzung, warnt jedoch auch vor den Gefahren wie beispielsweise einem weitreichenden Blackout, das dramatische Folgen hätte. Generell lassen sich komplexe Systeme nicht wie Maschinen steuern und erklären, sondern erfordern neue Denk- und Designansätze, so der Experte für die Vorbereitung auf den Ausfall lebenswichtiger Infrastrukturen.

Der Weg in die Cloud

Unternehmensberater Tobias Höllwarth streicht in seinem Vortrag „Digitale Transformation und Wissensmanagement – Veränderungen im Rausch der Geschwindigkeit“ besonders die Zeitkomponente hervor: Der derzeitige rasante Wandel beschleunige auch einen Wissensverfall und vergrößere Know-how-Lücken. Wichtig sei eine strategische Planung der hybriden Umgebungen, argumentiert der Vorstand der EuroCloud Europa und Herausgeber des Buches „Der Weg in die Cloud“.

Zur Konferenz

6. Kremser Wissensmanagement-Tage
Wann: 25. bis 26.04.2017
Beginn: jeweils 9.00 Uhr
Ort: Audimax
Programm, Anmeldung und weitere Informationen

Der Wirtschaftswissenschafterin Birgit Feldhusen zufolge fokussiert die Diskussion um smarte Systeme derzeit zu stark auf die digitale Bereitstellung und Vernetzung von Daten – man müsse jedoch auch die kognitiv-sinnbildende Domäne und die sozialen Interaktionen berücksichtigen. Nur so könnten die vernetzten Datenmengen auch in einen Kontext gesetzt und mit Verantwortung versehen werden – sonst gibt man Verantwortung an die Maschinen ab, statt sie zu nutzen.

Einen Weg der sozialen Kontextualisierung zeigt Lukas Zenk, Forscher am Department für Wissens- und Kommunikationsmanagement der Donau-Universität Krems, mit dem Forschungsproject Collective Mind auf. Dabei wird untersucht, wie die kollektive Intelligenz von Gruppen erhöht werden kann. Auch der technische Mathematiker Christoph Fabianek – derzeit Produktmanager bei Frequentis – trägt zum Nutzen und den Tücken der Intelligenz von Gruppen, der so genannten „Schwarm-Intelligenz“ vor. Dabei sieht er kollektive Prognosen als ein exzellentes Werkzeug zur Bewertung von Teamkonstellationen, es gebe aber auch die „Schwarm-Dummheit“.

Sind Roboter die besseren Chefs?

Stefan Holtel – seines Zeichens Programmierer, Theaterpädagoge und Experte für künstliche Intelligenz – stellt im Rahmen seines Vortrages die Frage, ob Roboter die besseren Chefs sind. Künstliche Intelligenz könnte schon bald auch die Personalentwicklung sowie das Kompetenz- und Wissensmanagement erobern; zumindest legt dies eine MIT-Studie nahe: In einer Arbeitsgruppe aus Menschen und Robotern bevorzugten die Menschen Anweisungen, wenn Maschinen sie gaben. Gartner Group schätzt, dass im Jahr 2018 bereits mehr als drei Millionen Mitarbeiter durch Algorithmen geführt werden.

Neben dem Fokus auf den digitalen Wandel werden im Rahmen der Kremser Wissensmanagement-Tage auch klassische Themen des Wissensmanagements behandelt – beispielsweise berichtet Thomas Prinz vom Wiener Roten Kreuz in seinem Vortrag „Wenn es emotional wird“ über Wissensmanagement für und in der Krise und Friedhelm Wynants gibt unter dem Titel „Keep it Simple Stupid!“ Tipps für erfolgreiches Storytelling.

 

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