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Auch in der Steiermark Paradoxe Lage: Trotz hoher Arbeitslosigkeit fehlen Fachkräfte

Paradoxe Situation am Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosigkeit ist nach wie vor dramatisch hoch, dennoch finden einige steirische Betriebe keine Facharbeiter und Lehrlinge.

© (c) Gina Sanders - Fotolia (Erwin Wodicka - wodicka@aon.at)
 

Exakt 44.208 Menschen sind in der Steiermark als arbeitslos vorgemerkt, hinzukommen 6476 Schulungsteilnehmer – damit sind steiermarkweit weiterhin mehr als 50.000 Personen ohne Job. Im Vergleich zu den Daten von Ende Juni entspricht das zwar einem Rückgang von fast 3000 Betroffenen, die Lage bleibt dennoch dramatisch. Der steirische AMS-Geschäftsführer Karl-Heinz Snobe hat zuletzt Anfang Juli, beim Arbeitsmarktgipfel des Landes, klar betont: „Es kann keine Rede davon sein, dass die Krise überwunden wäre.“ Seine Prognose: „Wir werden noch lange Zeit mit einer hohen Arbeitslosigkeit rechnen müssen.“

Kommentare (15)

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stadtkater
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Nicht paradox

Die Arbeitslosen erfüllen halt nicht die Anforderungen der freien Stellen. Den höchsten Anteil an Arbeitslosen gibt es in der Kategorie "maximal Pflichtschulabschluss". Und dafür gibt es halt wenig Jobs.

Balrog206
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Die

300000 die vor corona arbeitslos waren können oder wollten nicht arbeiten. Mit jedem Vorstellungsgespräch lernt man dazu !

altbayer
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Probleme kommen noch..

Die Probleme kommen noch auf uns zu.
Viele wirkliche Facharbeiter aus Niedriglohnländer kommen JETZT noch nach Österreich (und zum 100.mal sie bekommen bei uns den gleichen KV-Lohn wie Österreicher).
Das Lohnniveau in den Heimatländern steigt jedoch, so dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es sich nicht mehr lohnt zum Arbeiten nach Österreich zu pendeln.
Bei Polen (sind hervorragend ausgebildete Facharbeiter) ist es gerade zu weit...

Kommen diese "Facharbeiter" nicht mehr, dann haben wir ein Problem.

Lamax2
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Wollen oder können?

ES ist richtig, dass das Wollen sehr stark nachläßt, wenn der soziale Polster hoch genug ist, aber es gibt auch die immer stärker werdende Auswirkung der sozialistischen Bildungspolitik mit ihrer Neuen Mittelschule, wo ein starker Zug zur Matura das Allheilmittel war und die Lehrberufe an Bedeutung verloren haben. Den Mangel an solchen jungen Menschen haben wir jetzt.

wintis_kleine
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@lamax

Sorry, da kann ich ihnen aus eigener Erfahrung nicht zustimmen. Meine Tochter hat, obwohl im Besitz eines Maturazeugnisses, unmittelbar danach mit einer Lehrausbildung begonnen und konnte so ihren zu dieser Zeit feststehenden Wunschberuf nachgehen, wurde nach der Lehre vom Betrieb auch übernommen und befindet sich nun nach nur 5 Jahren in diesem Betrieb auf dem Weg zur Meisterausbildung.
Es ist nicht nur die Schule die bildet, es ist auch das Elterhaus und vor allem aber der eigene Wille der jungen Leute, wenn sie etwas wirklich wollen.

Lamax2
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Elternhaus

...das ist vollkommen richtig, aber die Zahl solcher Elternhäuser mit vernünftigen Eltern nimmt halt auch ständig ab.

lieschenmueller
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@wintis_kleine

Im Gegensatz zu etlichen Usern hier, Sie sind so angenehm zu lesen. Betrifft nicht nur die Beiträge zu diesem Thema hier, sondern grundsätzlich.

Sollte auch einmal gesagt werden.

Balrog206
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Winti

Der Weg ist auch perfekt von deiner Tochter auch für uns Betriebe ! Aber es ist leider nur eine sehr geringe Anzahl die das wählt !

Zuckerpuppe1978
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Überraschung?

Nicht wirklich. Viele von denen, die vor Corona einen Arbeitsplatz hatten und jetzt nicht mehr, haben sich das durchgerechnet. Ich kenne sogar welche die sagen: "Warum soll ich bei dem Verdienst und Abzügen arbeiten gehen? Bleib ich daheim bekomme ich vom AMS und ein wenig ohne des Finanzministers Wissens; Damit hab ich mehr als vorher."
Ich hab mir in der Corona-Kurzarbeits-Zeit auch andere Betriebe angesehen, nur um zu gucken, wie so aussieht am Jobmarkt. Meine Erfahrung war, dass sie nicht einmal oder gerade das bezahlen wollten, was mein derzeitiger Arbeitgeber mir auch schon gibt. Warum sollte ich wechseln? Ich war durchgehend arbeiten und noch nie einen Tag arbeitslos. Wenn ich jetzt meinen Job verlieren würde, würde ich auch zu Hause bleiben - versuchen.
Unsere Kohle wird nur in die EU oder in ausländische Flugunternehmen gepumpt. Wir sollen die Olivenstaaten, welche für ihren Eifer bekannt sind, wieder mal auslösen.
Ich komm mir wie Don Quijote oder Sisyphus vor. Tax Freedom Day 2019 war 05.09. (~60% p.a.)

wintis_kleine
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@Zucker

Ja und Nein.
Ja: Sie haben vollkommen Recht wenn sie an den Niedriglohnsektor denken oder an die vielen Teilzeitjobs im Verkauf, da ist man mit ALG oder Notstand und einer geringfügigem Zuverdienst (446 € brutto für netto) oftmals besser dran als bei 20 - 30 Stunden Arbeit.
Und nochmals JA weil doch Einige noch auf den ALG Bonus der Regierung im September warten werden. Sind ja auch nochmal gut 400 €.
Und das alles ist ja legal !!!
Aber eben auch NEIN, da mit fortschreitendern Arbeitslosigkeit auch eine Perspektivenlosigkeit eintritt, die Bedürfnisse nach unten geschraubt werden, Mobilität verloren geht, ja nicht einmal mehr die "normalen" sozialen Kontakte gepflegt werden.
Einen Job mit angemessener Bezahlung (daran scheint es oftmals zu kranken) sowie Arbeitszeiten die ein geordnetes Familienleben zulassen und auch den Freizeitbereicht nicht zu kurz kommen lassen, würde ich jedenfalls der Arbeitslosigkeit vorziehen.
Trotzdem habe ich Verständnis für beide Sichtweisen - es ist nur die Frage, wie lange die "Arbeitenden" die "Nichtarbeitenden" noch erhalten können?

wiesengasse10
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Nein Winti, das mit dem "Warten" auf September, stimmt so nicht....

Die Regelung bestimmt, dass den Bonus eine Person bekommt, die in den 4 Monaten Mai, Juni, Juli und August insgesamt 60 Tage arbeitslos war. Anfang September werden diese Tage "gezählt" und dann wird ausbezahlt. Also die (in der Relation) großen Gewinner (es sei ihnen vergönnt), sind diejenigen, die schon vorher zu arbeiten beginnen, also bspw. Mai und Juni arbeitslos waren und mit 1. Juli wieder zu arbeiten begonnen haben.

Zuckerpuppe1978
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... vielen Dank ... @wintis

... für ihren konstruktiven Beitrag. Ich kann ihnen zustimmen und finde ihre Sichtweise nachvollziehbar.
Ich ziehe eine Beschäftigung einer Arbeitslosigkeit auch vor. Doch kann ich die Sichtweisen verstehen. Auch den Drang der "100%Pikmentierte"-Arbeit kann ich verstehen. Sowie den Drang der Häuslbauer und Gartenbesitzer diese "100%Pikmentierte"-Arbeit in Anspruch zu nehmen.

Balrog206
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Ja

Das schreit nach Arbeitszeitverkürzung !

Guccighost
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Die Rendy Wagner

Hat überhaupt keine Ahnung die lebt in ihrer eigenen Welt

Balrog206
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Bin

Mir sicher das rendi in ihrem angestammten Job länger gearbeitet hat ! Sie muss eben das jetzt sagen was der Chef in der Spö ( Ögb) vor gibt ! Ja vielleicht ist es drüben auch gleich !