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Weitere Lockerungen ab 10. JuniGastronomie: "Es gibt inzwischen einen Hilfsarbeiter-Mangel"

Vor allem in beliebten Ausflugsdestinationen brummt die Gastronomie bereits. Vor den weiteren Lockerungen gibt es ein neues Problem: Selbst für Hilfsjobs finden sich kaum noch Bewerber.

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Der Arbeitskräftemangel in der Gastronomie verschärft sich
Der Arbeitskräftemangel in der Gastronomie verschärft sich © APA/BARBARA GINDL
 

Am 10. Juni werden die Regeln für die Gastronomie weiter gelockert. Die Verlängerung der Sperrstunde auf 24.00 Uhr macht es auch für typische Ausgehlokale wieder attraktiv, zu öffnen. Auch Restaurants können dann wesentlich mehr Gäste empfangen. Der Mindestabstand zwischen den Tischen wird auf einen Meter reduziert, außerdem sind Personengruppen von bis zu acht Menschen zuzüglich Kinder möglich. Alles unter Einhaltung der 3-G-Regel. 

Trotz dieser weiteren Öffnungen sind einige Bereiche der Hotellerie und der Gastronomie weiterhin weit von einem Vorkrisen-Niveau entfernt. "Vor allem die Stadthotellerie tut sich derzeit noch schwer", sagt Klaus Friedl, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Steiermark. Weiterhin würden hier die internationalen Touristen fehlen. Das treffe freilich auch Restaurants und Cafés in den Städten. Ein weiterer Faktor, der hier zu Ausfällen führe, sei das Homeoffice. Dadurch seien einfach weniger Menschen in den Städten unterwegs. In diesem Bereich sei daher die Kurzarbeit weiter wichtig.

Schwierige Suche nach Arbeitskräften

Ganz anders ist die Lage freilich in den beliebten Ausflugsdestinationen. Hier seien Betriebe vielfach ausgebucht. Und hier zeigt sich auch ein neues Phänomen. Denn trotz hoher Arbeitslosigkeit hätten Betriebe hier Schwierigkeiten dabei, zusätzliche Personal zu rekrutieren, sagt Friedl: "Manche Wirte berichten, dass sie auf eine Ausschreibung keine Bewerbungen mehr bekommen."

Und das betreffe nicht nur Fachkräfte wie Köche oder Kellner. "Hier gibt es schon lange einen Mangel, damit können die Betriebe auch umgehen. Doch jetzt findet man nicht mal mehr für Hilfsjobs Personal." Egal ob Abwäscher, Küchenhilfen oder Reinigungskräfte: "Es gibt inzwischen einen Hilfsarbeitermangel." Das gehe so weit, dass manche Betriebe mehr Ruhetage einführen müssten, damit sie den Betrieb wenigstens mit dem bestehenden Personal aufrechterhalten können.

Kommentare (6)
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menatwork
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Jene, die sich ihrer Mitarbeiter nicht sofort entledigt,

sondern Verantwortung übernommen und Kurzarbeitslösungen realisiert haben, leiden jetzt auch nicht unter Arbeitskräftemangel und den anderen geschieht es nur recht, dass sie jetzt Schwierigkeiten haben.

wischi_waschi
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wirtschaftskammer

Solange es die Wirtschaftskammer gibt, wird sich nichts ändern.
Alle Kammern gehören weg.........

ronin1234
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Reaktion

Im Lockdown sind vieleicht viele draufgekommen das es noch etwas anderes als Gastronomie gibt und wo Hilfskräftejobs besser bezahlt sind bei besseren Arbeitsbedingungen.

tenke
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Das AMS

zahlt vermutlich auch besser....

dieRealität2019
3
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Als odas kann ich nciht nachvollziehen, dahern nict verstehen.

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Weitere Lockerungen ab 10. Juni Gastronomie: "Es gibt inzwischen einen Hilfsarbeiter-Mangel" - Vor allem in beliebten Ausflugsdestinationen brummt die Gastronomie bereits. Vor den weiteren Lockerungen gibt es ein neues Problem: Selbst für Hilfsjobs gibt es kaum noch Bewerber.
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Beim AMS allein befinden sich Ende Mai ohne der Kurzarbeit unter den Arbeitslosen Personen und SchulungsteilnehmerInnen 392.000 Personen. Darunter auch Asylberechtigte Personen.
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Möchte mir wer erzählen das darunter ca. 10.000 Personen der Bedarf österreichweit nicht für diese Jobs geeignet wären? Mir sind schon die Gründe dazu bewusst, nur dann muss die Politik und die Bürokratie die notwendigen und menschlich vertretbaren Gesetze und Durchführungsbestimmungen schaffen.

Miraculix11
2
19
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Es gibt einen Hilfsarbeitermangel...

.....aber soviele Arbeitslose. Da stimmt das System nicht.