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Diess bleibtAufsichtsräte wenden Führungskrise bei Volkswagen ab

VW-Aufsichtsrat beschließt Neuzuschnitt des Vorstands und wendet Führungskrise damit wohl fürs erste ab. Vorzeitige Vertragsverlängerung für Konzernchef Diess stand nicht auf Agenda, Aufsichtsrat betont aber: Diess habe "die uneingeschränkfte Unterstützung".

VW-Konzernchef Herbert Diess
VW-Konzernchef Herbert Diess © (c) AP (Michael Probst)
 

Die Führungskrise bei Volkswagen ist fürs erste abgewendet. Der Aufsichtsrat beschloss am Montagabend den Zuschnitt und die Besetzung von Schlüsselressorts im Vorstand, mit denen Konzernchef Herbert Diess die Transformation zu einem Technologieanbieter nach dem Vorbild des US-Elektroautobauers Tesla beschleunigen will. Seine Forderung nach einer vorzeitigen Vertragsverlängerung lief dagegen ins Leere. Sie stand nicht auf der Tagesordnung.

Damit hat sich nach Meinung von Konzernbeobachtern Betriebsratschef Bernd Osterloh durchgesetzt, mit dem sich Diess seit Monaten einen kräftezehrenden Machtkampf über die Geschwindigkeit beim Konzernumbau lieferte.

Der Aufsichtsrat teilte im Anschluss mit, Diess habe "die uneingeschränkfte Unterstützung" bei der Ausrichtung des Konzerns auf Elektromobilität und Digitalisierung. Die Eignerfamilien Porsche erklärten: "Es ist für uns von entscheidender Bedeutung, dass Herbert Diess mit seinem neuen Vorstandsteam diese wichtige Phase des Volkswagen Konzerns weiter prägen wird." Bei der Umsetzung der "Strategie 2025+" habe er die volle Rückendeckung, "genauso wie bei der Umsetzung von Maßnahmen, die die Wirtschaftlichkeit erhöhen".

Kommentare (1)
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scionescio
1
0
Lesenswert?

Immer wenn einem Trainer die volle UNterstützung zugesichert wird, weiß man, was demnächst passieren wird ...

... da Diess mit seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung abgeblitzt ist, ist klar, dass sich seine Gegner, die den Konzern zu Recht durch seine All-In BEV Strategie gefährdet sehen, durchgesetzt haben - es zeichnet sich jetzt schon ab, dass Diess auf das falsche Pferd gesetzt hat und als Totengräber von VW in die Geschichte eingehen wird.