Weg für Erneuerbaren-Ausbau freiStromkunden werden 2022 von Ökostromkosten komplett befreit

Die gute Nachricht für Stromkunden: 2022 fallen die Ökostromkosten weg, was eine deutliche Entlastung bringt. Die gute Nachricht fürs Klima: Der Weg für das Erneuerbaren-Ausbaugesetz ist frei und der Segen aus Brüssel sicher.

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Das ist für Stromkunden, die spätestens mit Jahresbeginn 2022 wegen der hinaufgeschnellten Energiepreise hohe Rechnungen bekommen werden, eine beachtliche Entlastung: Die Ökostromkosten fallen weg. Es wird nicht nur wie geplant auf den Erneuerbaren Förderbeitrag verzichtet, sondern auch die fixe Pauschale von 42 Euro, die für jeden Stromzählpunkt anfällt. Das haben ÖVP und Grüne sowie die SPÖ beschlossen, im Parlament wird das im Jänner auf den Weg gebracht. Durchschnittliche Entlastung für jeden Haushalt: Rund 110 Euro im Jahr. Bereits vor dem Beschluss bezahlte Pauschalen werden rückerstattet.

In Summe sind das 870 Millionen Euro, die damit gegen die exorbitanten Teuerungen im Energiesektor in die Waagschale geworfen werden. Der Verzicht von Klimaschutz-, Wirtschafts- und Gesundheitsministerien ist möglich, weil der Strom-Marktpreis so hoch ist, dass die Stützung der Erneuerbaren durch die Beiträge der Kunden derzeit gar nicht mehr oder kaum erforderlich ist.  

EAG: Novelle im Jänner im Parlament

Raus aus der Warteschleife ist jetzt auch das Erneuerbaren-Ausbaugesetz, das die Basis für Investitionen in die Energiewende ist. Hier musste Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne) Änderungen vornehmen, um Vorgaben aus Brüssel zu entsprechen. Auch diese Änderungen sollen im Jänner über eine Novelle im Parlament abgesegnet werden. Konkret verlangte Brüssel mehr technologieübergreifende Förderungen. Zudem hatte Gewessler bis 2024 administrative Förderungsvergaben geplant, das soll nun nur im kommenden Jahr möglich sein. Ab 2023 muss es Ausschreibungen geben.

Der Durchbruch wird in der Energie-Wirtschaft gefeiert. Auch der befristete Verzicht auf die Ökostrom-Beiträge wurde hochgelobt, insbesonders von IV-Präsident Georg Knill, der vehement eine Entlastung der Betriebe eingefordert hatte.

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Danke für Ihr Verständnis.

melahide
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Es ist

Ja sowieso immer so eine lustige Idee der ÖVP. „Da bezieht wer Strom. Dann hauen wir da noch einen Förderbeitrag drauf“. Egal was man bezieht. Das sollen jene bezahlen, die sich konventionellen Strom kaufen damit der teurer wird und Ökost4om billiger.

Carlo62
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@melahide

Und Du bist diejenige, die dem Strom das Mascherl umbindet?

freeman666
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Der Ökostrom kommt in gewaltigen Schritten auf uns zu.

Nach Frankreich haben jetzt auch die Niederlande als Reaktion auf den geforderten grünen Strom reagiert und den Bau neuer Atomkraftwerke bewilligt.
Aus Sicht dieser immer mehr werdenden EU Länder sind die ambitionierten Vorgaben den CO2 Ausstoß zu verringern nur mit Kernenergie möglich.
Es wird eben anders unmöglich, alle Forderungen der Grünen zu befriedigen alle KFZ auf Strom umzustellen, den CO2 Ausstoß zu verringern trotz immenser Zuwanderung nach Europa und dadurch steigendem Energiebedarf.
Ohne Atomstrom unmöglich, meinen zumindest etliche EU Länder.

scionescio
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@Freeman: wer eAutos sät, wird Atomkraftwerke ernten …

… seit Jahren versuche ich das in meinen Kommentaren zu erklären- schön langsam begreifen auch die naiven Fanatiker, wohin die Reise nach dem Willen der Lobbyisten gehen soll.
Wir werden nicht nur Berge von Sindermüll-Akkus haben, sondern uns nach dem nächsten Tschernobyl (falls es dann noch ein danach für viele geben wird!) fragen, ob das wirklich dafürgestanden ist!

melahide
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@scionienchen

Jo. Da ist es viel besser weiter auf Öl zu setzen! Gell? Weil die von ihnen propagierten E-Fuels brauchen ewig mehr Strom als Akku-Autos. Und Biosprit würde die Anbauflächen der Welt belagern! Der einzige Ausweg ist eine Mobilitätswende und eine Änderung des Wirtschaftssystems. Aber ihr naiven Fanboys versteht gar nichts

scionescio
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@hilderl: Mir scheint, du bist eine der Letzten, die immer noch nicht begriffen haben, dass wir kein Mengenproblem haben….

…. sondern ein Verteil-, Speicher- und Regelproblem… aber um das zu verstehen, fehlt dir und den andern naiven Fanatikern einfach der fachliche Hintergrund!
Ein tatsächliches Mengenproblem gibt es nur bei Wind- und Solarstrom - da hat die Frau Gewessler kürzlich eine Studie vorgestellt, dass Strom aus erneuerbaren Quellen ab 2030 nur für ein Drittel des aktuellen Fahrzeugbestands reichen wird dh die Reichen dürfen mobil sein, der Pöbel und das gemeine Fußvolk soll zuhause bleiben…
Die verträumten Fanatiker haben seinerzeit in Deutschland den Ausbau der Stromtrassen mit Sitzblockaden (kommt das jemanden bekannt vor?) verhindert- deshalb tut sich die Energiewende jetzt so schwer: Verhinderung aus ideologischen Gründen und ohne fachliches Hintergrundwissen führt immer zu einem gewaltigen Schaden, den dann die Allgemeinheit wegen des naiven Fanatismus von ein paar Wenigen ausbaden muss.

AlbertP
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Die sog. Energie- oder Mobilitäswende

läuft auf eine empfindliche Reduktion der individuellen Mobilität hinaus. Das ist fix. Und die AKW‘s erleben auch eine neue Blüte. Das ist auch fix. Die Stromnetze müssen irgendwie durch Planbare Stromerzeugung stabil gehalten werden. Nicht nur die neue Mobilität benötigt Unmengen von Strom, man denke weiter z.B. an die Stahlerzeugung. Da wird es für alle europäischen Stahlerzeuger eine ordentliche Herausforderung den notwendigen Strom her zu bekommen.

melahide
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Ohne

Änderung des Strommarktes geht es nicht. Der Strom wird derzeit Europaweit von riesigen Kraftwerken ins Netz geschleust und reguliert. Es gibt schon Pilotprojekte, dies kleinstrukturierter zu machen. Das zb bei Gemeinden Häuser mit PV Anlagen ausgestattet werden, Klein-Wind Anlagen und die Gemeinde selbst ein Biomassekraftwerk betreibt. Der erzeugte Strom wird dann zentral gespeichert, wo sich jeder aus dem Speicher mit Strom versorgt. Als Speicher dienen derzeit alte Auto-Akkus. Zumindest im kleinstrukturierten Bereich (Dorf) könnte man sich so Autark und nachhaltig versorgen,

scionescio
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@hilde: du solltest dir wirklich abgewöhnen, zu technischen Themen zu posten, wenn du nicht unfreiwillig komisch sein möchtest …

… bei der riesigen Menge an alten Autobatterien, die notwendig wäre, um auch nur ein 50Personen Dorf zu versorgen, wenn dann alle zu Mittag gleichzeitig den Herd einschalten um zu kochen, ist die Gefahr eines Zellenschlusses (und damit Brandes) so groß, dass du gleich ständig drei Löschzüge dort parken kannst - und bei einem Defekt ist es auch überall finster … man muss schon sehr verträumt und ahnungslos sein, um so etwas zu posten….

dathaler
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Meine Güte

In der Überschrift die Qualität von techn. Beiträgen einfordern und dann im nächsten Satz nur Blödsinn schreiben. Echt. Welche LiIonen-Batterie brennt bitte wegen Überlastung? Beim Entladen? Schon mal was von einer Schmelzsicherung gehört? Schon mal was von Relais gehört, die den Energiespeicher abschalten. Schon mal was von Temperatursensoren gehört. Und von Thermalmanagement gehört. Für einige wäre es echt wichtig weniger ihre Wichtigtuerei in den Vordergrund zu stellen.

scionescio
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@dathaler: es reicht nicht, einfach ein paar unverstandene Buzzwords aneinander zu reihen….

… in Australien hat so ein Speicher von Tesla vier Tage lang gebrannt und ein paar Hundert Feuerwehrleute haben nur tatenlos zusehen können und warten müssen, bis der Stromspeicher völlig ausgebrannt war - wegen der dabei entstandenen giftigen Gaswolken durfte die Bevölkerung die Häuser nicht verlassen … du kannst mir sicher sagen, ob dort Tesla jetzt keine Schmelzsicherung oder keine Temperatursensoren eingebaut hat - und warum laufend in eAutos die Akkus in Flammen aufgehen!

Stratusin
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Das sind alles Probleme die man mit Atomkraft nicht hat,

Gibt’s dort einen Brand oder anderen Störfall sind die Rauchwolken egal. Viele sterben eh gleich an der Verstrahlung und der Rest eben etwas später. Was interessieren einem da noch die paar 100 Feuerwehrmänner. Außerdem sollte man dann das Haus verlassen, damit das Leiden nicht zu lange dauert. Finde das auch gut. Viel besser als die bösen Batterien die jeder in seinem Sack mit sich schleppt als Smartphone.

dathaler
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noch einmal

kein LiIonen Akku fängt zu brennen an, nur weil er zu schnell entladen wird. Die sind vorher leer, bevor sie kritische Temperaturen erreichen. Was mich stört ist, dass Scio selbst fehlende techn. Qualität fordert und dann brennende Akkus in Aussicht stellt. Aus dem Zusammenhang gerissen. Das Management der komplexen und großen Akkus ist eine Herausforderung, das ja. Und es ist in der Regel ein Versagen der Überwachung der Akkus beim Laden, dass diese fatalen Ereignisse auslöst.

Stratusin
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Willst du ihm was erklären?

Er ist der Spezialist für Alles. Und isst jeden Tag einen großen Teller Weisheit. Da kommt keiner ran. Der zeigt es allen wo’s langgeht!

scionescio
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@dathaler: deine Wiederholung macht es nicht besser …

… hohe Entladeströme bis zum Kurzschluss sorgen für so viel Hitze in den Zellen, dass die Folie dazwischen schmelzen kann und es damit zu einem Thermal Runaway kommt.
Die Hitze durch große Ströme ist das Problem- und die kann es sowohl beim Entladen als auch beim Laden geben.

Carlo62
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@dathaler

Also ich persönlich habe schon einige LiIon Akkus beurteilt, die aus unterschiedlichen Gründen abgebrannt bzw. explodiert sind. Überlastung ist dabei nur einer der Gründe, warum das passiert.