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UmstrittenBoeing hält an CEO-Bonus für Rückkehr der 737 MAX fest

Die demokratischen US-Senatoren Edward Markey, Richard Blumenthal und Tammy Baldwin erwiderten am Dienstag, Boeings Antwort sei "völlig unzureichend".

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© APA/AFP/JASON REDMOND
 

Der US-Flugzeugbauer will an einer umstrittenen Anreizprämie gekoppelt an die Wiederaufnahme des Flugbetriebs der 737 MAX für den neuen CEO David Calhoun festhalten.

"Wir glauben, dass es im besten Interesse unseres Unternehmens, unserer Mitarbeiter und der fliegenden Bevölkerung ist, die auf Anreizen basierende Vergütung unseres neuen CEO an wichtige strategische Ziele zu binden, einschließlich der sicheren Rückkehr in den Dienst der 737 MAX," schrieb Boeings Vizepräsident Tim Keating in einem Brief vom 23. Jänner an den Kongress. Dieser hatte die Sondervergütung zuvor kritisiert.

Unzureichende Antwort

Die demokratischen US-Senatoren Edward Markey, Richard Blumenthal und Tammy Baldwin erwiderten am Dienstag, Boeings Antwort sei "völlig unzureichend". Sie fügten hinzu, wenn der Flugzeugbauer "wirklich beweisen will, dass er seine Lektion über die Priorisierung der Sicherheit über den Gewinn gelernt hat, wird er den vorgeschlagenen Bonus sofort annullieren und sicherstellen, dass es keinen finanziellen Anreiz für seinen neuen CEO gibt, die 737 MAX schnellstmöglich wieder abheben zu lassen." Boeing wies die Anschuldigung einer übereilten Rückkehr des Jets in den Flugdienst zurück und unterstrich in dem Schreiben, dass die 737 MAX aller Voraussicht nach frühestens Mitte 2020 wieder starten werde und dass der genaue Zeitpunkt von den Regulierungsbehörden bestimmt würde.

Calhoun hatte den Chefposten vergangenen Monat übernommen und erhält 1,4 Millionen Dollar Jahresgehalt. Zudem beinhaltet sein Vertrag langfristige Vergütungen in Höhe von 26,5 Millionen Dollar, einschließlich eines Bonus von sieben Millionen Dollar bei Erreichung mehrerer Meilensteine, darunter die Rückkehr der 737 MAX in den Flugdienst. Das Modell ist seit zwei fatalen Abstürzen mit 346 Toten seit März 2019 mit einem Flugverbot belegt.

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Danke für Ihr Verständnis.

Kristianjarnig
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...."fliegende Bevölkerung...." aus dem zweiten Absatz....

...jaja. Bin selbst Pilot auf der 737 und kann mich somit wohl zur "fliegenden Bevölkerung"(so eine dämliche Umschreibung) zählen.

Ich schließe mich der Vielzahl von 737(Classic, NG) Piloten an und meine das die MAX wohl nie in den regulären Flugdienst zurückkehren sollte. Vor allem war geplant OHNE Simulator Umschulung von NG auf MAX zu wechseln was ich für kriminell halte.

Generell ist das Design der 737 überaltet(basierend auf einem Entwurf aus den 1960er Jahren), es wäre dringend notwendig das Boeing einen neuen Mittelstreckenjet VON GRUND AUF neu entwickelt. Das ist teuer. Und riskant.

Darum wird die alte Kuh 737 zu Tode gemolken. Und im Falle der MAX ganz klar auf Kosten der Sicherheit.

Bereits bei der "normalen" 737 bewirken Schubänderung am Triebwerk z.T. recht starke Nickmomente(konstruktionsbedingt), bei der MAX ist durch die zu großen Triebwerke(der Fan wurde aus Spritspargründen weiter vergrößert) dieses Moment noch weit größer geworden.
Es hätte geholfen das Fahrwerk zu verlängern(ähnlich wie beim A320), das hätte natürlich einen "Rattenschwanz" an weiteren Änderungen erfordert die sich Boeing einfach sparen wollte.
Stattdessen wurde eine "schwindlige" Software installiert und alle ist gut(oder eben auch nicht).
Ich will die MAX nicht fliegen, werde aber wohl von meiner Firma dazu gezwungen werden.

Typisch Amerikanisch wurden hier Leben auf dem Altar des Kapitalismus geopfert. Schämen sollten sich die Boeing Leute, allen voran deren "Manager".

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