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E-Card bleibt gültigÖGK will am 1. Jänner mit harmonisierten Leistungen starten

Satzungen mit einheitlichen Leistungen sollen beschlossen werden.Davon abgesehen ändert sich für die Versicherten praktisch nichts.

© APA/Archiv
 

Die aus den neun Gebietskrankenkassen entstehende Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) will am 1. Jänner mit harmonisierten Leistungen für die Versicherten starten. Im Überleitungsausschuss am Dienstag, bei dem auch die Krankenordnung mit der Wirtschaftsforderung nach Verschärfungen bei Krankenständen auf der Tagesordnung steht, sollen Satzungen mit einheitlichen Leistungen beschlossen werden.

Davon abgesehen ändert sich für die Versicherten praktisch nichts - für den Wechsel von ihrer GKK zur ÖGK müssen sie nichts tun. Auch die E-Card bleibt gültig und wird deshalb nicht ausgetauscht. Alle Servicestellen der Gebietskrankenkassen bleiben erhalten, sie bekommen nur neue Logos und einen neuen Namen: "Mein Gesundheitszentrum" mit dem Zusatz der jeweiligen Stadt oder Gemeinde soll die Versicherten künftig persönlich betreuen. Abzuwarten bleibt allerdings noch, wie der Verfassungsgerichtshof über die zahlreichen Beschwerden gegen die Sozialversicherungsreform entscheidet.

Welche Leistung wofür

Für den Beschluss neuer Satzungen hätte die ÖGK laut Gesetz bis Ende nächsten Jahres Zeit gehabt, nun sollen sie schon im Überleitungsausschuss am Dienstag beschlossen werden und zu Jahresbeginn in Kraft treten. In den Satzungen, die nun in der ÖGK für ganz Österreich vereinheitlicht werden sollen, ist u.a. festgeschrieben, welche Leistungen wofür gewährt werden. Wie die APA aus der ÖGK erfahren hat, sollen zahlreiche Leistungen, die bisher noch nicht harmonisiert waren, nun nach oben vereinheitlicht werden. Die Kosten dafür sollen insgesamt an die 20 Millionen Euro betragen.

Keine Selbstbehalte bei Transporten

Konkret sollen damit in ganz Österreich für Krankentransporte keine Selbstbehalte mehr verrechnet werden. Solche gibt es derzeit noch in mehreren Bundesländern. Für die Auszahlung des Krankengeldes ist eine einheitliche Höchstdauer bis zu 78 Wochen vorgesehen. Bisher waren in sieben GKKs nur 52 Wochen Maximalbezugsdauer vorgesehen. Der Maximalbetrag für Heilbehelfe und Hilfsmittel wird einheitlich auf 1.342 Euro und für Rollstühle, Prothesen u.ä. auf 3.580 Euro angehoben. Gänzlich abgeschafft wird der Eigenkostenanteil bei orthopädischen Maßschuhen für Kinder, für Erwachsene ist eine Senkung des Selbstbehalts vorgesehen. Verbesserungen sind auch im Bereich Zahnersatz, Kieferorthopädie und Zahnbehandlung geplant.

CT- und MRT-Bewilligungen

Bei der Krankenordnung geht es nicht nur um die Krankenstände sondern auch darum, dass die Bewilligungen für CT- und MRT-Untersuchungen für zwei Jahre ausgesetzt werden sollen. Danach soll eine Evaluierung stattfinden. Außerdem soll die Bürokratie für die Vertragspartner erleichtert werden. So sollen Bandagisten, Optiker und Hörgeräte-Akustiker künftig auch dann direkt mit ihrer Landesstelle abrechnen können, wenn der Versicherte aus einem anderen Bundesland kommt.

Kommentare (10)

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Reipsi
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Frage, warum

sollte die e-card nicht weiter gültig sein, wie kommt man auf diese Frage ? Versteh ich nicht, was hat das eine mit dem anderen zu tun ?

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crawler
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Mit harmonisierten Leistungen starten

heisst also in der Fachsprache: alle bekommen gleich wenig?

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Reipsi
2
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Ja, und auf das

sind die Roten stolz.

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fon2024
0
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andaman

reispi d kennst dich wirklich nicht aus,

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Armergehtum
3
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Von diesen Kassen bleibt ab 1. Jänner nur mehr eine Kasse übrig?

**Betriebskrankenkassen (5)**
Wiener Verkehrsbetriebe
Betriebskrankenkasse Mondi
voestalpine Bahnsysteme
Zeltweg
Kapfenberg

**Krankenfürsorgeanstalten (15)**
Krankenfürsorgeanstalt der Bediensteten der Stadt Wien
Krankenfürsorgeanstalt der Beamten der Stadtgemeinde Baden
Krankenfürsorge für die Beamten der Landeshauptstadt Linz
Kranken- und Unfallfürsorge für oberösterreichische Gemeindebeamte
Krankenfürsorge für oberösterreichische Landesbeamte
Oberösterreichische Lehrer-Kranken- und Unfallfürsorge
Krankenfürsorgeanstalt für die Beamten des Magistrates Steyr
Krankenfürsorge für die Beamten der Stadt Wels
Krankenfürsorgeanstalt für die Beamten der Landeshauptstadt Graz
Krankenfürsorgeanstalt für die Beamten der Stadt Villach
Krankenfürsorgeanstalt der Magistratsbeamten der Landeshauptstadt Salzburg
Krankenfürsorgeeinrichtung der Beamten der Stadtgemeinde Hallein
Kranken- und Unfallfürsorge der Tiroler Gemeindebeamten
Kranken- und Unfallfürsorge der Tiroler Landesbeamten
Kranken- und Unfallfürsorge der Tiroler Landeslehrer

**Gebietskrankenkassen (9)**
GKK Wien
GKK Niederösterreich
GKK Burgenland
GKK Oberösterreich
GKK Steiermark
GKK Kärnten
GKK Salzburg
GKK Tirol
GKK Vorarlberg

**Sonderversicherungsträger (4)**
Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau
Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter
Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft
Sozialversicherungsanstalt der Bauern

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Mein Graz
6
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Wir kommen der versprochenen "Patienten-Milliarde" immer näher!

In der Kurz-Regierung hat uns Hartinger-Klein Einsparungen in der Höhe von 1 Milliarde € bis 2023 versprochen.
Verschwiegen wurde damals schamhaft, dass die Zusammenlegung der Kassen auch was kostet: die Angaben sprechen - je nachdem, von wem sie kommen - von 300 bis 400 Millionen (durch Hartinger-Klein (!) nach dem Beschluss zur Zusammenlegung (!) in Auftrag gegebenes Gutachten) bis zu 2,1 Milliarden (AK). Im Durchschnitt wird von Kosten in Höhe von 1 Milliarde gesprochen.

Oben genanntes Gutachten spricht von einem "nachhaltigen Kostensenkungspotential" von 300 Millionen - nach 5 Jahren, also ab 2025 (!).
Ein Gutachten der Uni Graz, von der AK in Auftrag gegeben, spricht von einem Einsparungspotential von 30 Millionen jährlich.

Jeder mit einem Taschenrechner kann sich selbst ausrechnen, was da von den Aussagen der Kurz-Regierung noch übrig bleibt...

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SeCCi
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stimmt

aber dennoch muss es irgendwann angegangen werden.
immer nur auf die lange bank schieben und nie was ändern ist auch keine lösung...

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Mein Graz
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@SeCCi

Klar. Aber um jeden Preis?

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SeCCi
5
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zwangsläufig

ohne "preis" geht sowas halt nicht. jetzt kostets zwar ne stange - aber über jahre(zehnte) wirds hoffentlich mehr bringen... und sonst hätten wir den (suboptimalen) status quo wohl in 20+ jahren immer noch.

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Mein Graz
4
4
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@SeCCi

Ach, wäre doch jeder in allen Belangen nur so zukunftsorientiert!
Beim Thema Klima denken viele nicht in Jahrzehnten...

Und erst einmal muss wohl das Geld wieder herein gebracht werden, die diese Fusion gekostet hat. Das dauert möglicherweise auch Jahrzehnte, wenn man vom ungünstigsten Fall ausgeht (wie oben geschrieben: Kosten 2,1 Milliarden, Einsparungspotential 30 Millionen jährlich).

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