Während LockdownGewerkschaft fordert kürzere Öffnungszeiten im Handel

Die Geschäfte, welche offen halten dürfen, sollen während dem Lockdown wieder um 19 Uhr schließen. Der Handelsverband ist dagegen. Einkaufszentrumsbetreiber Lugner fordert Sonntagsöffnung nach Lockdown.

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CORONAVIRUS: MASKENPFLICHT IN SUPERMAeRKTEN
Gewerkschaft fordert kürzere Öffnungszeiten im Lockdown um die Mitarbeiter der geöffneten Geschäfte zu entlasten © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Die Gewerkschaft GPA fordert erneut kürzere Öffnungszeiten im Handel. Wie schon in vorangegangenen Lockdowns sollen Geschäfte auch jetzt wieder um 19 Uhr schließen. Grund dafür sei unter anderem die Sicherheit der Handelsangestellten: "Vor allem weibliche Handelsangestellte wollen nicht im Dunkeln durch menschenleere Gassen nach Hause gehen", so Gewerkschaftsvorsitzende Barbara Teiber in einer Aussendung am Montag.

Darüber hinaus würden kürzere Öffnungszeiten für ausreichend Personal sorgen und verhindern, dass oft kurzfristig eingesprungen werden muss. In vergangenen Lockdowns habe man sich gemeinsam mit den Sozialpartnern auf kürzere Öffnungszeiten verständigt, diesmal fühlt sich die Gewerkschaft vom Gesundheitsministerium nicht ausreichend einbezogen. Während des Lockdowns dürfen nur Geschäfte zur Grundversorgung öffnen, darunter fallen Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogerien, Trafiken und Tankstellen.

Kundenströme entzerren

Der Handelsverband spricht sich gegen die Einschränkung der Öffnungszeiten im heimischen Lebensmittelhandel aus. Die Beibehaltung der gewohnten Öffnungszeiten entzerre die Kundenströme.

Einkaufszentrumbetreiber Richard Lugner fordert für die Zeit nach dem Lockdown die Möglichkeit, seine Pforten auch am Sonntag zu öffnen. Das Weihnachtsgeschäft sei in der Kürze der Zeit nicht zu bewältigen, deshalb sollten die Öffnungszeiten am Vor-Weihnachtswochenende auch auf Sonntag (19. Dezember) ausgedehnt werden, hieß es in einer Aussendung. Lugner hatte schon in der Vergangenheit mehrmals die generelle Sonntagsöffnung des Handels gefordert. 

Kommentare (17)
Alfa166
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Also wenn sie nicht im Dunkeln nach Hause gehen wollen, schlage ich 16 Uhr vor

Statt 19 Uhr....

bitteichweisswas
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.

Nächster Vorschlag (unabhängig von Corona):
4-Tage-Woche mit 80% Stunden bei gleicher Bezahlung im Handel, damit die Work-Life-Balance wieder stimmt!
Also Öffnungszeiten: Mo-Do 08:00-12:00 und 13:30-17:30 Uhr - muss vollkommen reichen!

(Bevor wer den Kopf schüttelt bitte kurz reflektieren, was momentan so von AN-Seite in der Arbeitswelt gefordert wird ...)

demitigo
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wieso?

die einfachste Schlussrechnung von 80% beim 8h Arbeitstag lautet: alles bleibt gleich und ein Mitarbeiter hat 1 Tag pro Woche mehr frei. Der Arbeitgeber muss halt pro 5 Vollzeitkräfte, die reduziet werden, eine zusätzliche Vollzeitkraft einstellen....

...oder man konstruiert schafft unterschiedliche Mehrschicht-Modelle für 4-6h Arbeitstage (Früh/Mittag/Nachmittag) usw usf.... Lösungen gäbe es genung, ohne, dass sich für KundInnen was ändert... Für AN bessert sich die W/L-Balance, der AG hat mehr Personalkosten.

Dort wo Unternehmen gut wirtschaften und satte Gewinne erzielen (der Lebensmittelhandel sollte hier nicht jammern dürfen) ist dies meiner Meinung nach die fairste Methode, dass AN an Gewinne von Unternehmen beteiligt werden!

Außerdem: Mehr Personal bedeutet folglich auch: weniger Arbeitslose und mehr Einnahmen bei der Lohnsteuer.

Zusammenfassung:
PRO: Mehr Personal, mehr Motivation zu arbeiten, weniger Arbeitslose, mehr Steuereinnahmen CONTRA: schmollende Kapitalisten

Meine Meinung!. Punkt.

Balrog206
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Unter

Welcher Adresse kann ich mich bei dir bewerben ?

demitigo
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@Tolkienfan: diskutier gscheid und liefer (Gegen)Argumente

oder lass es einfach bleiben..... klar ist mein Vorschlag aus aktueller Sicht für viele Unternehmen (vor allem Kleinunternehmer) nicht umsetzbar - UNREALISTISCH ist er aber keinesfalls!!! (siehe bspw. den Erfolg von eMagnetix aus OÖ !!!) und würden alle auf Stur schalten, hätt ma heute noch immer mindestens eine 60h/Woche.....

Balrog206
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Demitigio

Das es seit längerer Zeit schon überall Personalmangel gibt ist auch dir bestimmt nicht entgangen ? Egal ob gelernte Handwerker , AN für Büro , Baustelle , Pflege Gastro. od was es noch alles gibt , überall wird Personal gesucht ! Die ca 300000 AL die es zur Zeit gibt , werden immer in dieser Anzahl vorhanden sein aus welchen Gründen auch immer !
So sieht es zur Zeit aus und ich wünsch dir bei der Suche nach zusätzlichem Personal alles gute !
Ideen soll man ja haben aber Fantastereien sind halt auch fehl am Platz ! Und eine einzelne Firma herauszupicken ist halt auch dürftig , den Überschriften in Zeitungen sind so schnell geschrieben , nur wenn dort UL Zeit Krankenstände , Kündigung usw anfallen wäre es interessant ob die Umsetzung dann auch noch funktioniert !

demitigo
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Balrog 1/2

Ist mir nicht entgangen. WARUM gibt es den?! Unser System fängt problemlos all jene auf, die nicht arbeiten wollen - zu Lasten derer, die wollen, aber nicht können....
Als Mindestsicherungsbezieher bekommst etliche Beihilfen, usw... Jemand der "klug", faul und skrupellos genug ist, kann trotz solch finanzieller Lage besser leben, als jemand der sich für 1400€ netto im Monat 40h/Woche den Ar*** abhakeln geht!!!

Fachkräftemangel: PFLEGE, von dir selbst genannt, ist ein Top Beispiel, dass es genau zum Mangel gekommen ist, weil sich nichts ändert!!!! Hier wird seit JAHREN gefordert die Wochenarbeitszeit bei gleichbleibender Bezahlung runterzuschrauben, damit zum Einen der Personalschlüssel deutlich erhöht wird und zum Anderen, damit in Bereichen, wo Überstunden geleistet werden müssen -weil eben anders nicht möglich- diese Mehr-/Überstunden finanziell endlich so abgegolten werden, wie sie es wert wären! Weil aber seit Jahren nichts passiert, die Bedingungen immer schlechter werden, noch dazu die Pandemie, der aktuell zunehmde Hass von Corona-Leugner gegen Gesundheitspersonal,... wir vergraulen gerade die letzten, die sich noch überlegt hatten in den Gesundheitsbereich einzusteigen!!

GASTRO --> detto! Warum wie ein Trottl hakeln - stressig ist's in der Gastro immer, der Ton oft rau und die Arbeitszeiten selten familienfreundlich, zudem gibt's Betriebe die Trinkgelder einhamstern -, wenn man für a poa Netsch weniger nix tuan braucht!?....

demitigo
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Balrog 2/2

BAU --> die "BOOMER" sind/waren doch diejenigen, die ihren Kindern den Tipp gaben/geben: "Machts was gscheids! Arbeitets mit de Kepf und nit mit de Händ!" Somit werden viele Kinder auf Gymnasien geschickt (auch wenn sie dort überfordert sind) ....und wenn Lehre, dann Lehre mit Matura, damit sie später ja nicht "nur" Arbeiter sind, sondern ins mittlere Management oder höher kommen können..... viele der "Millenials" können ohne YouTube nun nicht einmal mehr die einfachsten Sachen im Haushalt reparieren....

IT --> ebenfalls Ausbeutung pur! All-In Verträge, gefordert wird die Erfahrung einer ganzen IT-Crowd (gut Skills in mehreren Programmiersprachen, Support 1st bis 4th lvl, QM und am besten studierte Informatiker mit wirtschaftlichem Zweitstudium) und das um 3000€ brutto Monat..... haha....

sakh2000
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Reine Mathematik:

Die Menge der Einkaufenden bleibt gleich, die Einkaufszeiten verkürzen sich. Resultat = Mehr Einkaufende zeitgleich in den Geschäften - das Virus freut sich. Was soll das schon wieder!!!

WASGIBTSNEUES
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Gewerkschaft

die haben Probleme?

owlet123
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Wenn es heißt es ist nur mehr von 10 bis 15 Uhr geöffnet...

...wird dann wieder gehamstert?

fdaxner
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Alles auf

Alles auf und Regierung in Handschellen abführen

cockpit
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also eines ist sicher:

um 19.00 ist es gleich dunkel wie um 19.30Uhr; das kann kein Grund sein!

ronin1234
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Reaktion

Da Lugner immer für einen guten Scherz zu haben.

Krautwickel
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Geht das schon wieder los

In anderen Ländern werden Öffnungszeiten beim Lockdown ausgedehnt, damit sich die Anzahl der Kunden besser verteilt und bei uns versucht die Gewerkschaft mit fadenscheinigen Gründen die Einkaufszeiten zu verkürzen.

kropfrob
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In welcher Gasse ...

... ist Frau Teiber zu Hause, wo es um 19 Uhr noch nicht dunkel ist? Vielleicht irgendwo auf den Malediven?

regiro
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Auf den Malediven ist es das

ganze Jahr über um rd 18 Uhr finster.