Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Während des Lockdowns Handel soll schon um 19 Uhr schließen

Wirtschaftskammer und Gewerkschaft verständigen sich auf frühere Schließungszeiten im Handel. Jetzt braucht es noch eine Verordnung des Gesundheitsministeriums.

Der Handel wird während des Lockdowns früher schließen
Der Handel wird während des Lockdowns früher schließen © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Österreichs Geschäfte sollen während der Zeit der Ausgangsbeschränkungen schon um 19 Uhr schließen. Darauf haben sich die Sozialpartner des Handels, Gewerkschaft GPA-djp und die Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer (WKÖ) geeinigt, wie sie am Montag mitteilten. Sie wünschen sich zwecks Rechtssicherheit eine entsprechende Verordnung des Gesundheitsministeriums. Ob es eine solche geben wird, ist offen.

"Es wird aktuell geprüft, ob es denkbar ist, diesen Bereich in der angedachten Form rechtlich zu regeln. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit der Sozialpartner, in dieser Frage selbst entsprechende Regelungen zu treffen", hieß es aus dem Gesundheitsministerium.

Soll schon ab 3. November gelten

Wenn es nach den Sozialpartnern geht, sollen die Geschäfte bereits ab Dienstag, 3. November, spätestens um 19 Uhr schließen, wie es bei der Gewerkschaft und auch bei der Wirtschaftskammer auf APA-Nachfrage hieß. "Wir gehen davon aus, dass es ab morgen gilt", sagt GPA-djp-Sprecher Martin Panholzer.  Auch WKÖ-Handelsobmann Rainer Trefelik meint, man sei schon seit einiger Zeit in Gesprächen mit der Regierung. "Ich denke, dass das zügig passiert."

Eine Öffnung der Geschäfte in der Früh zu einem früheren Zeitpunkt als zu jenem, zu dem das jeweilige Geschäft an dem Wochentag üblicherweise öffnet, soll dabei unzulässig sein. Die Ausgangsbeschränkungen zwischen 20 und 6 Uhr gelten vorerst bis 12. November, dürften aber mehrmals bis Ende November verlängert werden.

Starke Nachfrage, keine Hamsterkäufe

Indes registrieren die heimischen Supermärkte diesmal keine Hamsterkäufe. "Wir haben kaum diese Bevorratungseinkäufe feststellen können", sagte etwa Rewe-Sprecher Paul Pöttschacher am Montag. Weder Hygieneartikel (Klopapier) noch Teigwaren, Reis oder Konserven seien am Samstag in den Billa-Filialen so stark nachgefragt worden wie am 13. März. "Die Unsicherheit ist nicht mehr so groß. Die Leute wissen, der Lebensmittelhandel bleibt offen."

Auch bei Spar sei bisher alles im Rahmen. "Wir tun, was wir tun können. Unsere Lager sind voll, wir können alles liefern", sagte Sprecherin Nicole Berkmann. Hamstertendenzen gebe es keine.

Plus 20 Prozent bei Zitrusfrüchten

Hofer stellte in den vergangenen Tagen schon eine "etwas überdurchschnittliche" Nachfrage nach Mehl, Germ und Toilettenpapier fest, jedoch sei die Situation nicht mit jener im März zu vergleichen, wie es in einer Aussendung des Diskonters hieß.

Ein weiterer Trend übrigens, der sich seit Ausbruch der Coronakrise verstärkt hat: gesunde, immunsystemstärkende Lebensmittel. "Bei Zitrusfrüchten haben wir in etwa ein Absatzplus von 20 Prozent. Auch bei biologischen Lebensmitteln merken wir einen Boom", so Pöttschacher.

 

Kommentare (16)
Kommentieren
ronin1234
0
0
Lesenswert?

Reaktion

Von mir aus schon um 18.00

eston
1
0
Lesenswert?

Leider ist nicht alles so leicht

zum Nachschlichten un Scannen wie Klopapier

hausverstand58
9
33
Lesenswert?

Wäre richtig

Mir tun die Menschen im Handel schön langsam leid. Normaler Weise sollten die das doppelte Gehalt bekommen und die Hälfte arbeiten, weil 8 oder 10 Stunden mit der Maske zu arbeiten absolut unzumutbar ist. Daher würde ein Geschäftsschluß auch schon um 18 Uhr ok sein.

Lodengrün
17
31
Lesenswert?

Sehe da kein Problem

Die habe ich von jeher schon bedauert wenn sie bis 20 Uhr arbeiten mussten. Dann kommen um 19,45 zumeist die Lsndesangestellten, Magistratsmitarbeiter, Hofratswitwen sowie übrige Pensionisten ein Vierterl Schlagrahm kaufen.

Metis
106
21
Lesenswert?

Logischer

Umgekehrt wär’s logischer: längere Öffnungszeiten, vielleicht auch sonntags, damit sich die Anzahl der Kunden besser verteilt. So wären Kunden wie auch die Mitarbeiter im Handel besser geschützt und vielleicht würden auch Arbeitsplätze eher geschaffen als abgebaut werden. Ich glaub es gibt genug Leute, die gerne auch später oder wochenends arbeiten würden (z. B. aus familiären Gründen wie Kinderbetreuung etc)

placebo1980
0
2
Lesenswert?

nein wäre der falsche weg

der hintergrund an dem gedanken mit verkürzte öffnungszeiten liegt darin, dass falls sich ein paar mitarbeiter eines supermarktes in quarantäne befinden müssen, dass die anderen mitarbeiter nicht rund um die uhr arbeiten müssen um die versorgung des landes sicher zu stellen ...

markus144
10
63
Lesenswert?

Aber auch alle Ämter...

Banken, Postfilialen etc. Sonntags aufsperren- damit sich die Leute besser verteilen, außerdem würden so viele Beamte gerne Sonntags arbeiten...

Metis
17
21
Lesenswert?

@Markus144

Es wird nicht lange dauern und die vielen arbeitslos gewordenen Menschen werden darum bitten, arbeiten zu dürfen - egal wann.
Denken Sie einfach nur darüber nach, für wieviele Branchen die nächsten Monate - wenn nicht Jahre - extrem schwierig werden.

DannyHanny
5
22
Lesenswert?

Wenn die Zeiten so schwierig werden

Wie Sie prophezeien, haben die Menschen kein Geld und keine Muse, stundenlang in den Geschäften zu flanieren!
Ob es sich dann rechnet( Personalkosten, Betriebskosten...) Sonntags/Feiertage zu öffnen, sei dahingestellt oder Sie wollen die Gelegenheit nutzen und unter dem Kollektiv bezahlen, weil Menschen die dringend Arbeit benötigen....könnte man ja a bisserl ausnutzen!

freeman666
5
43
Lesenswert?

Die größten Profiteure während eines Lockdowns:

Amazon, Zalando und Co.
Werben schon jetzt mit keinem Ansteckungsrisiko, keine Maske notwendig und in Kürze wohl auch mit der drohenden Gefahr um 1 Minute nach Acht Uhr den Heimweg nicht zu schaffen oder die Bim fährt nur noch sporadisch und man kommt zu spät vor seine rettende Haustüre und somit ein brutal hohes Bußgeld zu zahlen.
Traurig, aber viele Konsumenten werden auf Amazon umsteigen, die verkaufen jetzt auch verstärkt Lebensmittel, Klopapier und Hefe gibt es auch :-) und erschreckenderweise deutlich billiger als im Supermarkt.

Krautwickel
14
9
Lesenswert?

Einkauf erlaubt

Zum Einkaufen darf man ja über 20:00 hinaus draußen sein, also keine Strafe.

MS80
7
58
Lesenswert?

Handel...

Der Handel ist seit Jahren mit Umsatz- und Gewinnzuwächsen gesegnet!
An die Mitarbeiter geht allerdings so gut wie Nichts weiter, war ja vorauszusehen.
Die Gier ist gleich groß wie jetzt die Jammerei.
Früher war Alles um 18 Uhr geschlossen und Alles funktionierte.
Aber man musste ja unbedingt das amerikanische System einführen, also 24 Stunden und 7 Tage die Woche geöffnet.
Und Dank der Leiharbeit sind wir bei der Sklaverei angekommen.
Das System ist schon längst sturmreif.

stprei
8
25
Lesenswert?

Germ

Am überdurchschnittlichen Germbedarf könnten auch die Allerheiligen-Striezel schuld sein.

Kann man die Schließzeiten nicht auch über eine freiwillige Selbstverpflichtung der Betriebe regeln? Man braucht nicht für alles ein neues Gesetz oder eine Verordnung.

0A0G4FLK9CKZ4QC8
4
4
Lesenswert?

Oja braucht man!

Sonst riskiert man sofort dass der VfGH auf der Matte steht!

HPHP
3
20
Lesenswert?

Einkaufszentren

in einkaufszentren kann ein Betrieb seine Öffnungszeiten teilweise nicht selbst bestimmen, da er an die Vorgaben vom Vermieter (Einkaufszentrum) gebunden ist.
Wenn jetzt ein Einkaufszentrum meint, die normalen Öffnungszeiten passen, darf der Betrieb nicht vorher schließen.

Starfox
6
42
Lesenswert?

Selbstverpflichtung 🤣

funktioniert sicher gleich gut wir die Eigenverantwortung