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Hunderte Flüge fallen aus Alitalia-Belegschaft streikt heute 24 Stunden

Ungewisse Perspektiven: Bei der italienischen Fluglinie Alitalia steht heute ein großer Streiktag an.

Bei der Alitalia wird heute, Freitag, gestreikt
Bei der Alitalia wird heute, Freitag, gestreikt © APA
 

Bei der Alitalia hat am Freitag ein 24-stündiger Streik der Belegschaft begonnen. Protestiert wird damit gegen die ungewissen Perspektiven der italienischen Fluggesellschaft. 315 Flüge mussten gestrichen werden. Abgesagt wurden auch einige Flüge am Donnerstagabend und am Samstagvormittag, teilte die Fluggesellschaft mit.

Um die Auswirkungen auf die Passagiere in Grenzen zu halten, aktivierte Alitalia einen Sonderplan mit dem Einsatz größerer Maschinen für die Flugverbindungen vor und nach dem Streik. Die Belegschaft bangt um die Zukunft der italienischen Airline, nachdem die Regierung in Rom einen neuen Anlauf für einen Verkauf unternommen hat. Die neue Verkaufsfrist läuft am 31. Mai 2020 ab.

Die letzte Frist für einen Verkauf war am 21. November abgelaufen, ohne dass sich ein Konsortium für die Übernahme der maroden Airline gebildet hätte. In den vergangenen Monaten hatte die Regierung die Frist bereits achtmal verschoben. Alitalia ist seit Mai 2017 insolvent und wird mit staatlichen Überbrückungskrediten in der Luft gehalten.

"Italien braucht als Tourismus- und Industrieland eine effiziente Fluggesellschaft. 2018 hat Alitalia 22 Millionen Passagiere an Bord genommen. Die Prognosen zur Nachfrage in den nächsten Jahren bezeugen, dass die Bedingungen für den Neustart Alitalias dank eines wachstumsorientierten Unternehmensplans vorhanden sind", hieß es in einer Presseaussendung des Gewerkschaftsverbands FIT-CISL.

Auch die italienische Verkehrsministerin Paola De Micheli zeigte sich zuversichtlich, dass der einstige Monopolist im italienischen Flugverkehr gerettet werden könne. "Eine sanierte Alitalia wird viel Interesse wecken", so die Ministerin in einem TV-Interview am Donnerstagabend.

De Micheli schloss nicht aus, dass Alitalia von einer europäischen Fluggesellschaft übernommen werden könnte. Bisher hatte die AUA-Mutter Lufthansa lediglich Interesse an einer kommerziellen Partnerschaft mit Alitalia signalisiert. Auch die US-Airline Delta hatte sich zum Einstieg bei der Alitalia bereit erklärt. "Uns stehen sechs Monate intensive Arbeit bevor, um Alitalia zu verkaufen", sagte die Ministerin.

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