„In der Steiermark war es schlimm, in Kärnten schlimmer – in Slowenien eine Katastrophe“ – die Tage zwischen dem 6. und 8. August 2023 nehmen im Rückblick von Klaus Scheitegel eine besondere Rolle ein. Das Hochwasser hat damals allein für die Grawe zu einer Bruttoschadenslast von 27 Millionen Euro geführt, so der Generaldirektor des Grazer Versicherungskonzerns. 2500 einzelne Schäden seien in Folge aufgenommen worden. Und klar sei, „in der Langfristbetrachtung wissen wir, dass es wieder zu solchen Ereignissen kommen wird“. Die Intervalle werden kürzer, die Intensität höher. Das Wetter habe eine enorm hohe Relevanz für die Bilanz der Grawe, „dafür rüsten wir uns“, so Scheitegel. Othmar Ederer, Vorstandsvorsitzender der Grawe Vermögensverwaltung, unterstreicht: „Die Frequenz solcher Unwetterereignisse nimmt zu, wir sehen uns einer geänderten Klimasituation gegenüber“, verweist Ederer u. a. auf Starkregen, Hochwasser und Hagelschläge.
Bilanz und Ausblick
Grawe verzeichnet Rekordergebnis, aber millionenschwere Unwetter-Belastungen
Die Grazer Wechselseitige konnte das Vorjahr mit kräftigen Zuwächsen bei Prämien, Ergebnissen und Eigenkapital abschließen. Kräftig sind aber auch die Schadenentwicklungen nach Unwettern ausgefallen. Grawe-Chefs mit klarem Bekenntnis zur Ukraine. Am turbulenten Immo-Markt sieht man sich „gut aufgestellt“.
© GRAWE/Sophie Zechner