Kein einziger europäischer Webshop ist 2023 auch nur annähernd so schnell gewachsen wie die chinesische Shopping-App Temu. 16 Milliarden Dollar soll deren Umsatz im Vorjahr betragen haben. Der chinesische Ultra-Fast-Fashion-Anbieter Shein erwirtschaftete sogar über 25 Milliarden Dollar. Ein Wachstum, schnell wie ein Lauffeuer. Ermöglicht wird es durch fragwürdige Methoden: fehlende Produkthaftung, hohe Schadstoffgehalte, Umgehung von Verbraucherrechten und Zollbestimmungen. Und dann wäre da noch die Umweltbelastung durch die vielen Wegwerfartikel. Von „Schrott-Commerce“ ist schon die Rede, und einer „Müllstraße, die sich da von China bis nach Österreich zieht“, wie es Handelsverbands-Geschäftsführer Rainer Will ausdrückt. Will sieht bei der EU ein „Vollzugsdefizit“ gegenüber den chinesischen Anbietern und fordert die Abschaffung der 150-Euro-Zollfreigrenze bis spätestens 2026.
Strengere Kontrollen gefordert
Nach Beschwerdeflut prüft VKI Klagen gegen Temu und Shein
Nach Frankreich und Deutschland erwägen Konsumentenschützer auch in Österreich, gegen die chinesischen Billig-Apps vorzugehen. Der VKI sondiert bereits die Rechtslage.
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