Die Sorgenfalten rund um die österreichische Bauwirtschaft, insbesondere im Hoch- und Wohnungsneubau, werden tiefer. Baugewerkschafter Josef Muchitsch spricht von einer „alarmierenden Lage“ und rechnete zuletzt vor, dass seit Frühjahr 2023 rund 10.000 Beschäftigte weniger am Bau tätig sind. Zwei Drittel davon hätten die Branche gewechselt. Am Donnerstag veröffentlichte nun das Marktforschungsinstitut „Branchenradar“ eine aktuelle Analyse zur Lage am Bau. Demnach erhöhte sich der Bauproduktionswert im Vorjahr nominal noch um 1,5 Prozent im Vergleich zum Jahr davor – auf rund 57,9 Milliarden Euro. Im Jahr 2024 werde die Bauleistung jedoch erstmals seit 2010 schrumpfen. „In Anbetracht des massiven Rückgangs der Baubeginne im Hochbau bei gleichzeitigem Ausdünnen laufender Bauprojekte ist mit einem Erlösminus um 4,3 Prozent gegenüber Vorjahr auf rund 55,4 Milliarden Euro zu rechnen. Infolge sind rund 16.000 Arbeitsplätze gefährdet“, so Studienautor Andreas Kreutzer.
Neue Daten für Österreich
Alarmierende Prognose sieht 16.000 Arbeitsplätze am Bau gefährdet
Laut einer Analyse des Marktforschungsinstituts „Branchenradar“ sind im Jahr 2024 rund 16.000 Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft gefährdet. Aktueller Konjunkturbarometer der Bank Austria sieht für Österreichs Wirtschaft kleine Lichtblicke, doch auch hier wird die Baubranche ausgenommen.