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Steiermark-Wahl Schickhofer will Erster werden und baut auf dann "runderneuerte ÖVP"

Der steirische Landeshauptmannstellvertreter Michael Schickhofer (SPÖ) war Montagabend im Presseclub in Graz. Er rechnet tapfer mit Platz Eins, die SPÖ will er aber bei jedem Ergebnis in die Zukunft führen.

STEIERMARK-WAHL: PRAeSENTATION SPOe STEIERMARK 'PLAKATE FUeR DIE LANDTAGSWAHL': SCHICKHOFER
Schickhofer vor dem neuen Plakatsujet der SPÖ für die Landtagswahl 2019 © APA/PETER KOLB
 

Der steirische Landeshauptmannstellvertreter Michael Schickhofer (SPÖ) gibt tapfer „Platz eins für die SPÖ“ als Wahlziel aus. Am Montagabend sagte er im Presseclub in Graz, er wolle ein Angebot an die machen, die bisher FPÖ und ÖVP wählten. Er wolle Landeshauptmann werden und dann mit einer „runderneuerten ÖVP das Land vom Stillstand zum Aufbruch führen“.

Gespickt war sein Auftritt fast durchgehend mit Sticheleien gegen ÖVP-Chef Hermann Schützenhöfer: Dieser sei „in die Rolle des Landesparteisekretärs zurückverfallen“, er wolle nur „ein gutes Ergebnis drüberretten, damit dann Christopher Drexler übernehmen kann“. Schützenhöfer sei „mit der FPÖ fremdgegangen, während ich in Russland war“ usw. Die Wahl werde zu einer Frage von Stil und Charakter. Im Wahlkampf spüre er extrem positive Stimmung und bekomme viel Kraft.

Auf Bundesebene erwartet Schickhofer wieder Türkis-Blau: "Da decken sich 80 Prozent."

Schickhofer meinte bei dem Gespräch im steirischen Presseclub u.a., es sei ein kleiner Kreis gewesen, der die Entscheidung zur Neuwahl in der Steiermark getroffen habe. Bei der vorgezogenen Landtagswahl habe es sich um eine "ÖAAB-Entscheidung" von LH Hermann Schützenhöfer und Landesrat Christopher Drexler gehandelt.

Er betonte sein nach eigener Ansicht gutes Verhältnis bzw. die Vertrauensbasis zu den ÖVP-Landesräten Barbara Eibinger-Miedl (Wirtschaft), Hans Seitinger (Agrar) sowie dem steirischen Wirtschaftskammerpräsidenten Josef Herk. "Wenn wir Erster bei der Wahl werden, gehe ich von einer danach runderneuerten ÖVP aus", sagte der LHStv. Es gebe sicher dynamische, junge Kräfte in der ÖVP, mit denen er gerne arbeiten würde.

2015 hat man gesehen, dass Platz eins nicht automatisch den LH bedeutet

Michael Schickhofer

Der SPÖ-Chef sprach von klaren Zielen, die er habe: Man strebe die Nummer eins an, alles Weitere werde man sehen. "2015 hat man gesehen, dass Platz eins nicht automatisch den LH bedeutet. Man wird sehen, welche Mehrheiten es gibt." Er werde jedenfalls die Verhandlungen nach der Wahl und die SPÖ in die Zukunft führen, ganz gleich, welches Ergebnis die Wahl bringe.

Rot erst viermal vor Schwarz

Bei der steirischen Landtagswahl am 24. November will die SPÖ Platz 1 verteidigen und den LH-Sessel zurückgewinnen. Diesen hatte 2015 der Zweitplatzierte Hermann Schützenhöfer (ÖVP) von seinem "Reformpartner" Alt-LH Franz Voves (SPÖ) geschenkt bekommen - mit dem die SPÖ auch 2005 und 2010 Erste wurde.

Davor war die Steiermark schwarzes Kernland, nur einmal lag die SPÖ auch zuvor schon vor der ÖVP. 1953 war die SPÖ um 0,4 Prozentpunkte stärker als die ÖVP, die aber dennoch um ein Mandat mehr (21) hatte und sich den LH-Sessel sichern konnte. 

Ein Grund, warum die großen Parteien in der Steiermark vergleichsweise schwächer abschneiden als in anderen Ländern sind nicht nur die Grünen, sondern auch die KPÖ, die seit 2005 wieder im Landtag ist. Diesmal könnten es auch die Neos erstmals schaffen.

FPÖ-Chef Mario Kunasek habe ja schon aufgegeben, meinte Schickhofer. Er wolle ein Angebot an jene machen, die bisher FPÖ gewählt hätten. "Ich lade sie ein, wieder zurückzukommen". Die Landtagswahl am 24. November sei auch eine zwischen Hermann Schützenhöfer und Michael Schickhofer. Deshalb richte sich sein Angebot auch an jene in der ÖVP, die sich eine junge dynamische Politik wünschten. Schützenhöfer sei die alte ÖVP, mit Sebastian Kurz habe er gemeinsam, "Neuwahlen vom Zaun zu brechen". Schickhofer beklagte, dass sein früherer Reform- bzw. Zukunftspartner Schützenhöfer "ein bisschen zurückgefallen ist in Rolle eines Landesparteisekretärs. Ein Handschlag zählt nicht mehr." Öfters sprach der SPÖ-Chef von einem Fremdgehen der ÖVP mit der FPÖ. Danach könne es nicht wieder sofortiges Kuscheln mit der ÖVP geben.

Schickhofer ging davon aus, dass ein starkes steirisches Ergebnis auch seine bundespolitische Position stärke. In Bezug auf seine nicht mehr wahrgenommenen bundespolitischen Funktionen meinte er: "Steiermark und Wien wären zu viel gewesen, deshalb mache ich 100 Prozent Konzentration auf die Steiermark. Jörg Leichtfried vertritt unser Bundesland auf Bundesebene."

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Danke für Ihr Verständnis.

Airwolf
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SPÖ

Schickhofer Rendi 1 zu 1 nur so weiter...................

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sunny1981
0
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Will erster sein

Wollen und sein sind zwei paar Schuhe

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frako
1
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Tagträumer

Träum schon weiter so.

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seinerwe
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Dummheit

Das Volk wählt Vertreter damit das Zusammenleben der Menschen fair abläuft. Es wählt nicht damit jemand Erster wird, sondern damit Probleme gelöst werden. Auch Frau Rendi-Wagner hatte als oberstes Ziel ihre eigene Position im Auge und nicht die Hauptaufgabe eines Politikers/in.
Abgehobene .... lernen nur schwer.

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princeofbelair
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Ich weiß

viele, wenn nicht wir alle leben in Parallelwelten, aber in keiner Berufsgruppe zeigt sich das deutlicher, wie bei politisch aktiven Persönlichkeiten.

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zyni
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Ich weiss, man muss sich immer

hohe Ziele setzen, aber ist das Ziel nicht etwas zu ambitioniert? Ich fürchte für ihn es gibt eine harte Landung an 24.11.

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untrpos
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Da sind heute wieder viele övp Parteiposter unterwegs,

Deren einziges Ziel es ist, den politischen Mitbewerber schlecht zu machen. Und ich dachte die ÖVP hat noch wahlkampfpause...

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merch
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...

Als SPÖ Mitglied fühle ich mich besser, wenn ich dem wahrscheinlich heftigen Debakel realistisch ins Auge sehe.

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merch
2
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...

Die Gelegenheit wird er halt wahrscheinlich nicht mehr haben...

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auer47
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Beginnen

In der ZiB2 hat Schickhofer gesagt, er wisse, was zu tun wäre, wenn man wie Pam verliert. Na dann, Michi, Vorbereitungen für den 26.11. treffen, wenn es zu Ausräumen des Büros wird.

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SoundofThunder
25
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Voves hat den Fehler begangen sein Wort gehalten zu haben.

Er hat den Landeshauptmann der ÖVP geschenkt. Schützenhöfer profitiert vom Landeshauptmannbonus obwohl er gar nichts für die Steirer gemacht hat.

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jaenner61
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die spö wird erster 👍

sie glaube diese geschichte ist erfunden? da muss ich sie leider enttäuschen, so hat es sich in den 70er jahren mit einem gewissen bruno kreisky wirklich zugetragen! ihr jonathan frakes 😂

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Nixalsverdruss
12
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Er soll sich mal zusammenreißen, ...

… der Schickhofer Michael!
So einen Blödsinn verzapfen und dann noch immer auf die ÖVP loshacken, das geht nicht wirklich gut!
Wenn die so weitermachen, dann wird die FPÖ noch stimmenstärkste Partei und dann ist der Kunasek Landeshauptmann.
Das können wir wirklich nicht brauchen - aber wie würde Strache so schön sagen:
Der ist ein Schnee … - ich darf's nicht, ich hab auch keine 700 Euro als Bußgeld...

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bimsi1
9
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Es hat ja ein gemeinsames Regierungsprogramm gegeben.

Schützenhöfer und Schickhofer haben ja recht gut zusammengearbeitet. Es gab ein gemeinsames Regierungsprogramm.
Warum jetzt - nur weil Wahlkampf ist - Schickhofer Schützenhöfer anpatzt ist nicht verständlich.

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SoundofThunder
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Nur für Sie.

Wer hat die Koalition gesprengt?

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rochuskobler
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Ein Träumer

.ist er, unser Michi. Er soll einmal aufwachen und prüfen, ob die Richtung stimmt, in die Sozis derzeit marschieren. Aber auch er wird am Wahlabend mit Sicherheit sagen, die Richtung stimmt. Er soll eher an einer „runderneuerte SPÖ“ arbeiten und die richtige Richtung finden.

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hansi01
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Beim Rücktritt von LH Voves hat dieser freiwillig den LH an Schützenhofer übergeben

Denn Herr Voves hat schon damals erkannt, dass Schicki Micki nicht geeignet ist.
PS: wenn Schickhofer erster werden möchte, darf keine andere Partei über die 20% Hürde kommen

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selbstdenker70
20
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...

Wenn ich so nachdenke, was macht die steirische Landespolitik eigentlich, dann fällt mir nicht viel ein. Die Politiker kennt man nur vom Nacht Slalom, Aufsteirern, Narzissenfest, oder im Zusammenhang mit der Schließung von einem Krankenhaus. Hört man sonst etwas von der Landespolitik? Vielleicht sollte ich mehr Steiermark heute schauen damit ich den aktuellen Ziehharmonika Wettbewerb kenne. Wir Steirer leben teilweise noch sehr in einer Heimatfilm Ideologie. Brauchtum über alles, und dazwischen neue Einkaufscenter...

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FamDeutsch
5
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Weiter so

Wenn man das konsequent weiterdenkt, sollte man die Landtage alle auflösen und wir wählen unsere Landesregierung direkt in den Bundesrat. Damit würde sich auch die doppelte Legislative aufhören.
Wir brauchen nicht 10 Regierungen für über 8 Mio. Einwohner. (Bayern hat 10 Mio. Einwohner und eine Regierung)

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Cirdan
10
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@selbstdenker70

Ist das nicht eigentliche ein gutes Zeichen, wennst nicht viel mitkriegst?

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Dianthus
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Ernsthaftigkeit

Also ganz ernst zu nehmen ist der Schiki-Micki ja wirklich nicht mehr...

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jaenner61
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schicki will erster werden

geschichten aus dem paulanerland 🤣

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eadepföbehm
7
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Erster werden

Das wollte doch die Päm bei der Nationalratswahl auch.
Die Realitätsverweigerung hat schon fast Tradition bei der SPÖ.

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plolin
44
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Rot, Blau, Grün

Alles kann man wählen, nur nicht den Schützenhofer.

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hermannsteinacher
11
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Habt Mitleid

mit Schickhofer!

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Dorfer Karin
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Anton Dorfer meint: Schickhofer spricht wie Rendi-Wagner

vor der Wahl von Platz 1. Mir bleibt der Eindruck, dass diese Personen in einer Scheinwelt leben und fern jeglicher Realität mit ihre Sprüchen um Wähler kämpfen, die ihnen schon lange nicht mehr zuhören wollen und wahrscheinlich nicht mehr zuhören können.
Als Wähler wünsche ich mir EHRLICHE, GUT AUSGEBILDETE, KOMPETENTE, INTELLIGENTE, REALITÄTSNAHE und VOLKSNAHE POLITIKERINNEN und POLITIKER! GLÜCK AUF!

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