Fridays for Future-Aktion"Klimaschutz ist Menschenschutz - das wird ignoriert"

Keine Großdemo, aber eine "dezentrale Aktion" in der Grazer Innenstadt: Die Fridays for Future riefen zum neunten weltweiten Klimastreik auf.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
„Kurzstreckenflüge nur noch für Insekten“ stand etwa auf den Schildern, die gestern an vielen Stellen in Graz auftauchten © Jürgen Fuchs
 

„Kurzstreckenflüge nur noch für Insekten“, „Hier könnte Ihr Meeresspiegel stehen“ oder „The Snow must go on“ stand auf den Schildern, die am Freitag an vielen Stellen in Graz auftauchten: Vor der Weltklimakonferenz in Glasgow (COP 26) setzte die Klimabewegung Fridays for Future ein Zeichen.

Nur ein Monat nach dem letzten weltweiten Protest im September hatten die Aktivistinnen und Aktivisten zum neunten weltweiten Klimastreik aufgerufen. Auch in Graz. "Die Politik zeigt uns immer wieder, dass sie den Ernst der Klimakrise noch immer nicht verstanden hat", sagte Aktivistin Alena Zöch. "Deswegen müssen wir den Druck erhöhen."

Anders als noch im September wurde es diesmal aber keine Großdemo, man setzte stattdessen auf "dezentrale Aktionen", um möglichst coronakonform zu agieren. Unter dem Motto #StandUpForChange gaben die Aktivisten Streikschilder am Tummelplatz aus - und die Protestierenden stellten sich dann zwischen 14 und 15 Uhr mit Schildern irgendwo in der Innenstadt auf. Man könne natürlich auch eigene Schilder verwenden und protestieren, aber: Im Umkreis von zehn Metern dürfen höchstens drei Personen stehen, damit es nicht als politische Versammlung gilt, schreibt Fridays for Future.

"Klima- und Biodiversitätsschutz ist auch Menschenschutz"

"Das Ausmaß, die Dringlichkeit und die Ungerechtigkeit der Klimakrise ist frustrierender Weise noch immer nicht angekommen", sagt Klara König, Studentin und Students for Future-Aktivistin. "Es wird gekonnt ignoriert, dass Klima- und Biodiversitätsschutz im Endeffekt Menschenschutz bedeutet."

Mit dem derzeitigen Klimakurs steuere die Politik auf eine Erderwärmung um drei Grad zu - ein Szenario, vor dem Forscher warnen, weil extremere und häufigere Waldbrände, Hitzewellen, Dürren, Flutkatastrophen drohen. Daher fordern die Aktivistinnen und Aktivisten rund um Greta Thunberg, jedenfalls die 1,5-Grad-Grenze aus dem Pariser Abkommen einzuhalten.

Das Video zeigt den Klimastreik im September:

Fridays For Future: Impressionen der Demo in Graz
+

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

Jahcity 1
1
2
Lesenswert?

18 km

östlich von Graz. Zum Pendel gibt es eine alte Diesello (2021 und keine Oberleitung), am Bahnhof gibt es nix (kein WC, keine Geschäfte od Cafés usw.) die Taktung ist bei 1 Stunde. Es gibt keine einzige Radstrasse nach Graz - z. B. von Wildon, Gleisdorf, Lieboch usw) mit den E-Bikes sind 15 km locker zu schaffen. Ok, dies alles ist die Politik aus den letzten Jahrhundert. - wir schreiben aber bereits 2021. Es gibt keine einzige attraktive Alternative beim Pendeln, gegenüber dem Auto. Danke, liebe Volksvertreter

Lamax2
6
15
Lesenswert?

Die Politik hat schon verstanden!

Die Politik kann aber nicht naiv alles einfach zusperren ohne auf den normalen Fortgang des Lebens zu achten. Man müssten den Demonstranten wirklich einmal vor Augen halten, wieviel Strom ein Handy, ein Computer oder Fernseher beim Streamen verbraucht und dass man den Alltag nicht mit Lastenrädern bewältigen kann. Forschung und adäquates Vermeiden der Schadstoffe ist angesagt. Allgemein sollten die Menschen wieder nachhaltiger und naturnaher leben. Billigware ist oft Gift für die Umwelt.

Ulfi_Hautberget
11
2
Lesenswert?

Quellenangabe

Bitte um Quellenangabe, dass Handy, Computer und Streaming einen Nennenswerten Anteil am persönlichen CO2 Fußabdruck ausmachen und dass man den Alltag mit Lastenrädern in der Stadt nicht bewältigen kann 🤔?

halelale
9
4
Lesenswert?

So ein Blödsinn

Hoffentlich geht dir dein Leben nicht davon.

peso
7
19
Lesenswert?

Nein, DIE haben den Ernst der Lage oder sagen wir besser das richtige Leben nicht verstanden

Fordern ist leicht und kann jeder Depp, aber keiner von denen möchte freiwillig sein Handy abgeben, schaltet den Computer nur mehr zum Lernen ein, verzichtet auf Urlaubsreisen oder trägt nur mehr Mode aus Naturfasern. Und keiner von denen hat bisher die finanzielle Verantwortung für sich selbst oder eine Familie tragen müssen, sie haben bisher von unseren Geldern gelebt und das sehr gut

X22
2
3
Lesenswert?

Frag mal nach bei denen die sie in die Welt gesetzt haben

Sie wurden in diese Welt gedrängt, sie fanden sie vor wie sie ist und müssen sich in diese integrieren und wenns aufmucken, den Leuten den Spiegel vorhalten, macht man dasselbe mit Argumentationen, die man nur als falsches Schutzschild der eignen Eitelkeiten sehen kann, wie sie sagen jeder Depp kann etwas, auch wenn es nur das Verleugnen der Zusammenhänge und der eigenen Verantwortung ist

Ulfi_Hautberget
9
5
Lesenswert?

Wissen?

Woher wissen Sie so genau über die unterschiedlichen Lebensumstände der Teilnehmer Bescheid, gibt es dazu vielleicht wo eine Quelle zum Nachlesen 🤔?