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Bilderbuch, Cyrano & Co.Rekordsaison in den Kasematten

Die intensivere Bespielung der Bühne auf dem Schloßberg sorgt für Besucherrekord. 70.000 kamen, sahen und applaudierten. Wie es weitergeht.

Bilderbuch Kasematten
Drei Mal ausverkauft: Bilderbuch in den Kasematten am Schloßberg © ballguide/johannes repelnig
 

Bilderbuch – drei Mal ausverkauft, Cyrano de Bergerac – umjubelt, ab Tag zwei ausverkauft, Metal on the Hill – an beiden Tagen ausverkauft, zuletzt die kanadischen Punk-Rocker Billy Talent – ausverkauft. Die Saison auf dem Schloßberg in den Grazer Kasematten fasst das Team von Theaterholding-Geschäftsführer Bernhard Rinner in Superlativen zusammen.

Rund 70.000 Besucher hat man gezählt – das historische Gemäuer fasst bei Stehplatzbespielung pro Abend mehr als 1700 Fans. Seit der Saison 2013/14 bis zur heurigen hat man die Besucherzahlen jedes Jahr Zug um Zug von 38.000 auf eben 70.000 steigern können. Die Spieltage in den Kasematten sind von 41 auf 70 verdichtet worden. „Wir wollen diesen Kurs fortsetzen“, verspricht Rinner volles Programm – und zwar in der vollen Bandbreite von Oper, über Pop bis Metall: „Die Kasematten sind eine Bühne für alle Genres.“

So gibt es nächste Saison nach Cyrano eine Tango Oper (María de Buenos Aires), auch an einem Quoten-Nachfolge-Wochenende von Bilderbuch wird gearbeitet. „Das Metall on the Hill wird es selbstverständlich auch geben“, sagt Rinner.

 

Glaswände als Lärmschutz für Anrainer

Dass bei Metall und Co. nun Anrainer aus Andritz über Getöse vom Berg klagen, ist Rinner bekannt: „Natürlich bemerken die Grazer die intensivere Bespielung. Je nach Wind schallt es aus in die Elisabethstraße oder bis Andritz. Wir tüfteln mit Akustikern daran, dass das besser wird.“ Der Theaterholding-Chef verspricht Verbesserungen, bittet aber um Verständnis. Open Airs könne man nicht unbemerkt veranstalten.

Bei den Bühnen-Bauplänen gibt es einen Rückschlag. Nach der Verglasung der Seitenfront, die seit heuer Schutz gegen Zugluft und seitlichen Regen bietet, wollte man die gesamte Bühne, samt Backstage-Bereich verglast einhausen, um Künstlern bei größeren Produktionen einen entsprechenden Wetterschutz zu bieten. Gegen ein derartiges „Stückwerk“ sprach sich nun die Altstadtkommission aus und schlug eine architektonisch ästhetische größere Lösung für die gesamte Bühne vor. Rinner: „Diese Anregung nehmen wir gerne auf!“ Nur verzögern sich die Baupläne damit bis 2019. Und auch das Baubudget von 350.000 Euro muss wohl deutlich aufgestockt werden.

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