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Schafe und Kalb gerissenHitzige Debatte: Hat der Wolf in der Steiermark Platz?

Nach mehreren bestätigten Rissen von Schafen und (vermutlich) einem Kalb flammt in der Steiermark die hitzige Debatte wieder auf, ob der Wolf bei uns Platz hat.

Kleines Bild: Wolfsriss in Gaishorn im Mai 2020 © Montage: WWF/(c) Ralph Frank, Gerhard Pliem
 

Der Wolf is(s)t in der Steiermark. Elf Schafe wurden Ende April in der Weststeiermark gerissen, wenige Tage zuvor drei Schafe im Spielberger Ortsteil Lind, vor zwei Wochen zwei Schafe in Gaishorn. Bei all diesen Fällen brachten DNA-Proben zutage, dass hier ein Wolf am Werk war. Und auch wenn die Bestätigung noch aussteht: Viele Anrainer gehen davon aus, dass hinter dem Riss eines vier Tage alten Kalbes im Gebiet zwischen Gaishorn und Treglwang zu Wochenbeginn auch das nun hierzulande wieder heimische Raubtier steckt.

Kommentare (26)

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gehtso
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sehr geehrter Herr

Seitinger, wie viele dokumentierte "Übergriffe und Bedrohungen" von Schulkindern durch Wölfe hat es in den letzten hundert Jahren in Österreich gegeben?
Ich verstehe die Ängst und Sorgen der Bauern, aber diese Aussage.......

critica
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Wem nützt der Wolf?

Ehrlich überlegt und ausgesprochen: Niemandem!
Seit nunmehr über 100 Jahren hat man, mit Absicht und vorangegangenen geeigneten Maßnahmen, ohne den Wolf gelebt. Eine dicht geformte Kulturlandschaft ist in dieser Zeit entstanden. Der Wolf ging wirklich niemandem ab!
Wir erfreuen uns an den friedlich grasenden Nutztieren auf den Wiesen und Almen und an den durch diese Nutztiere und ihren Haltern gepflegten Landschaften.

Für die Wiedereinbürgerung des Wolfes einzutreten ist vor allem für jene leicht, die beruflich und vom Einkommen her von einer solchen Einbürgerung nicht abhängen!

Ich habe keine Angst dass der Wolf Menschen anfällt, es ist für mich aber unvorstellbar, dass die Weidetiere von den Tälern bis auf die Almen durch Elektrozäune und Herdenschutzhunde gegen dem Wolf gesichert werden könnten!

Jäger brauchen da gar nicht ins Spiel gebracht werden.
Bitte einmal nachdenken!
Und nochmals: Der Wolf ging bisher niemandem ab und das sollte auch so bleiben.

scionescio
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@critica: Ich kann dir hunderte Tierarten aufzählen, die mir nicht abgehen ... das fängt beim Grottenolm an und hört bei den Gelsen auf

... gehören die jetzt auch alle ausgerottet?
Warum glaubst du, für alle sprechen zu können und behauptest, dass niemanden ein Wolf nützt - allein damit, ist dein Kommentar schon disqualifiziert!

fliegenpilz123
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Schafe,Ziegen,Rehkitze und Kälber

sind anscheinend keine Lebewesen die es zu schützen gilt!!!!!

scionescio
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@fliegenpilz123: dann erschießen wir auch gleich alle Katzen ...

... und schützen damit die Mäuse und Vögel - oder sind das keine Lebewesen, die es zu schützen gilt?
Aber wahrscheinlich ist der Wolf so böse, weil er die Großmutter gegessen hat ... ungefähr so, wie der Hai durch Hollywood zu seinem Ruf gekommen ist!

fliegenpilz123
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Lassen wir den Wolf

wüten,er reisst wehrlose Tiere die Landwirten gehören die von der Tierhaltung leben.Die müssen dann bald mal aufgeben,zu stark sind die Widrigkeiten durch Wanderer,Umweltschützer,Wolf.Überlassen wir die Fleischproduktion den Tierfabriken,was da an Tierleid an dèr Tagesordnung steht ist ja egal,das sieht ja keiner.Die Illusion dass Jedermann zum Vegetarier wird kann man sich abschminken,also wäre ich dafür dass die Tiere wenigstens eine gute,artgerechte Lebenszeit auf Weiden und Almen verbringen dürfen .Das tut auch der Umwelt gut und die Landschaft bleibt gepflegt .

schetzgo
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Einseitiger Tierschutz

Auf der Strecke bleiben wehrlose Tiere, für die sogar gesorgt werden würde, die aber zum Fraß frei gegeben wurden.

Haheande
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Erstaunlich

Es ist schon erstaunlich wieviele hier posten und von der Realität leider keine Ahnung haben. Alle Jäger in einen Topf zu werfen ist genauso wenig zielführend wie Wolfsfreunde als Idioten zu bezeichnen. Fakt ist, daß man als Tierbesitzer - damit meine ich auch Hunde - , sollten Wölfe zunehmen, in Zukunft mit übergriffen dieser Wölfe rechnen muß. Dafür kann aber der Wolf nichts. Er geht nach seinem Naturell und sucht sich die leichteste Beute. Logisch. Daher ist die Frage wie man damit umgeht. Die Jäger sind wohl am wenigsten betroffen. Treffen wird es unsere Nutztierhalter und auch Haustierbesitzer. Für den Jäger ist der Abschuss von Wölfen verboten. Auffällige Tiere können auch von anderen als vom Jäger entnommen werden, wenn dies gewollt wird. Ich denke da an die Exekutive, Militär etc. Dazu wird rechtlich wohl einiges zu bedenken sein. Daß der Jäger auch Nahrungsmittelbesorger von hochwertigsten Wildbret ist, wird leider nicht beachtet.

Sam125
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Schafe u d Kalb gerissen! Bitte wer von den besonders klugen Poster hier auf

dem Portal,weiß wie es auf den Weiden aussieht,wenn der Wolf ei gefallen ist und auf grausamste Weise über die Nutztiere hergefallen ist? Die Nutztiere haben keine Chance dem Wolf und seinem Rudel zu entkommen,da sie ja nicht frei herumlaufen und der Wolf reisst meist mehr Tiere, wie er überhaupt für sein Fortkommen braucht! Er nimmt keine Rücksicht auf Jungtiere, oder trächtige Muttertiere und viele Tiere bleiben verletzt liegen und verenden Qualvoll!! Früher haben sich am Land manchesmal Hofhunde zusammengefunden um zu wildern und auch diese Hunde hinterließen ein Schlachtfeld mit grauenvoll zugerichteten Nutztieren,die meist qualvoll verenderten! Und diese Hunde wurden von Jägern,wenn sie ausgeforscht werden konnten auch erschossen! Hört endlich auf den Wolf schönzureden,ich liebeTiere,aber wenn der Wolf überhand nimmt, was ja bei diesem "Nahrungsüberangebot",ja mehr als Realistisch ist haben wir bald ein großes Wolfsproblem!

Ifrogmi
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ich kann das mit dem "herdenschutzhund" ...

... nicht mehr hören.
in Österreich werden im durchschnitt 23 schafe pro betrieb gehalten. erst das 2. lamm pro aue bringt den gewinn. die wolle ist abfall. die felle kriegt man billiger aus Neuseeland. jetzt soll der Hund das bisschen gewinn auffressen? da plaudern lauter "experten" vom Schreibtisch, von der Realität haben sie keine Ahnung.
der herdenschutzhund benötigt eine intensive Ausbildung. er lebt auf der koppel mit den schafen. trotzdem muss er auf den schafhalter sozialisiert werden und ihm gehorchen. er muss leinenführig werden und bleiben. da geht ein mehrfaches an zeit hinein als für die schafe notwendig ist.
er beschützt die herde auch gegenüber fremden - toll für Wanderer und Touristen, Probleme sind vorprogrammiert. er wird fremde Hunde als feinde attackieren - wie soll er den unterschied zum wolf als Beutegreifer erkennen? und: er benötigt eine weitere Versicherung.
das alles sollen unsere kleinstrtukturierten betriebe auf sich nehmen?
die folge wird sein, dass die meisten zusperren, bzw. mit den schafen / ziegen aufhören. dann wachsen die letzten wertvollen flächen in den hängen zu. dann ist's besser?

scionescio
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Mit dem von den Bauernvertretern propagierten Tierschutz, Umweltschutz, Landschaftsschutz, Bio-Image, etc. ist es schnell vorbeit, wenn es plötzlich wieder um ein paar Euros geht - obwohl die Bauern eine Entschädigung bekommen!

Das ökologische Gleichgewicht hat sich eben danach zu richten, wie es gerade für die Bauern und Jäger am besten passt ... sehr scheinheilig und verlogen!

jaenner61
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ökologisches gleichgewicht?

es darf gelacht werden! wie soll das in der heutigen zeit funktionieren? wer ist bei uns der feind des wolf‘s? den sehe ich weit und breit nirgends, also wird er sich bestens vermehren und die population überhand nehmen!

Ifrogmi
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sie bekommen den wert eines ...

... Zuchttiere mit Sicherheit nicht in der höhe ersetzt wie sie investiert haben oder im verkauf erzielen. abgesehen vom Zeitaufwand und der Fahrerei bis sie ein neues, passendes Tier haben. eine Saison fällt auch die Nachzucht des verlorenen Tieres aus.
sie sind ein typischer, innerstädtischer wohnzimmerexperte!

scionescio
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@ifrogmi: dann würde ich mich dementsprechend versichern oder eben Schutzmaßnahmen ergreifen ...

... im Grunde ist es das normale Berufsrisiko einer Branche - jeder andere Betrieb muss sich auch entsprechen schützen.
Alles auszurotten, was das eigene Geschäftsergebnis gefährdet, ist dann doch zu einfach und passt mit Sicherheit nicht zum grünen Mäntelchen.
Wo wollen sie einen Strich ziehen? Alle Reiher/Otter/... ausrotten, weil sie dem Fischzüchter Fische wegfressen. Alle Stare umbringen, weil sie den Bauern die Aussaat wegfressen, alle Vögel umbringen, weil sie den Obstbauen die Früchte wegfressen,....?

glashaus
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@sionescio

Es geht aber nicht nur Euros. Und es betrifft auch jene die die Tiere nicht nur zum Geldverdienen halten. Wenn ich nur zb. 5 Tiere habe und davon werden 4 vom Wolf getötet ist das bitter. Aber das sollten auch mal die "Städtler" verstehen, die den Wolf nur aus dem Fernsehen kenne.

Ilse56
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So ein Schwachsinn!

Ich war letztes Jahr in der Schweiz bei einem Herdesutzprogramm des WWF, welches für Interessierte heuer auch wieder stattfinden wird! In der Schweiz sind die schon viel weiter als in Österreich! In Österreich darf kein Hund hinter einem Elektrozaun gehalten werden!!!! Der Hund fertig ausgebildet kostet dem Bauer ca. €1000,- ; es ist noch jeder dafür geeignet und deshalb haben auch die in der Schweiz zu wenig Hunde! Zusätzlich bekommt jeder Landwirt noch ca. €1.300,- pro Jahr und Hund für Futter und Tierarzt - der Hund gehört demnach den Staat! Ein Hund kann erst mir 2 Jahren einen Wolf Gegenwehr bieten mit 7 Jahren sind die Hunde in der Hundepension. Weiter haben wir mit Landwirte gesprochen die Herdeschutzhunde mit Rindern halten. Die waren begeistert vom Gemüht der Hunde, und es wäre gut mit ihnen zu arbeiten auf den Almen! Im Dorf im Winter haben die allerdings keine Freunde mehr!! Sobald eine Katze durch ein Stallfenster kommt, schlagen die sofort an!!! Egal ob es 02:00 Uhr ist!! Und ich kann Euch noch einige Dinge mehr aufzählen! Ich halte das für den erzielbaren Preis meiner Schafe gegenüber nicht gerechtfertigt! Und auch die Schweizer sagen selbst: 2 Hunde zahlen sich erst bei 100 Mutterschafen aus!!! Sinnlos

Ilse56
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Weiters

Der Tourismus .....
Alleine die Mountainbiker!! Die sind zu faul vom Rad zu steigen um einen Zaun zu überwinden! Die fahren bei den Elektronetzen die Steher um, die dann als umgebogen liegen bleiben und der Bauer soll schauen wo er bleibt!!

brunnholzer
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Wer braucht den Wolf ?

Ich stelle die grundsätzliche Frage, wer braucht den Wolf ?
Nicht die Bauern, nicht die Jäger, nicht die Arbeiter und Angestellten, also bitte wer ? Jahrzehnte gibt es den Wolf bei uns nicht und niemanden hat er gefehlt ! Nur weil der WWF oder eine sonstige ähnliche Organisation seine Mitarbeiter und Funktionäre in Stellung bringt um Geld zu lukrieren ?

glashaus
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Schwachsinn?

Ich verstehe hier die Hetze gegen die Jäger nicht. Natürlich ist der Wolf ein Problem, man sollte sich einfach in die Lage der betroffen Tierbesitzer versetzen. Gerade für die ist es schwer verdaulich ihre toten und verstümmelten Tierkadaver entsorgen zu müssen. Vom materiellen oder meistens noch viel größeren idellen Schaden will ich gar nicht sprechen. Aber das alles wollen die selbsternannten Wolfs-und Ökofreaks, meistens aus der Stadt nicht hören.

beneathome
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Schießgeile Jagdgesellschaft

wartet schon lechzend im Hintergrund und hat schon ihre Lobbyisten ausgesendet. Die Tage dieses Wolfes sind praktisch gezählt.

Flogerl
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Stimmt.

"Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlose Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit."

Zitat: Theodor Heuss, ehemaliger deutscher Bundespräsident.

jaenner61
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ganz egal man zur jagd steht (im grunde bin auch ich kein freund der jagd)

aber fakt ist, dass jedes wildtier das von einem jäger erlegt wird, einen „humaneren“ tot hat, als unsere schweine und rinder, die in den schlachthöfen getötet werden.

miedjose0
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Tierfabriken

Und was ist mit all den Geschöpfen die in Tierfabriken schmachten-um denen die diese betreiben Gewinn zu garantieren? Mahlzeit

scionescio
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miedjose0: und was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Google Whataboutism ...

miedjose0
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Vernunft

Freuen wir uns über die Bereicherung durch Rückkehrer-das zeigt wir sind auf den richtigen Weg.Stehen wir dahinter indem die Betroffenen entschädigt werden.Seien wir auch so vernünftig zuzulassen Problemtiere zu entnehmen.
Der Wolf war ja vorher immer da und ist eine Bereicherung für das ökologische Gleichgewicht.

Mario_82
40
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Das Problem,

ist nur, sobald man die Bejagung von Problemtieren erlaubt, wird fast jedes Tier zum „Problemtier“. in der Vergangenheit gab‘s ja schon genug Fälle mit Bären, die solange man sie noch mit Betäubungspfeilen suchte, nicht auffindbar waren. aber kaum waren sie zum abschuss freigegeben, war die sache innerhalb weniger stunden erledigt. ein schelm der da böses denkt!