WM-Abfahrt in CortinaDas sagen Vincent Kriechmayr, Beat Feuz, Matthias Mayer & Co.

Auch das zweite WM-Rennen der Herren in Cortina hat Gold für Österreich gebracht. Das sagen die Protagonisten Rum rennen.

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Anders Sander, Vincent Kriechmayr und Beat Feuz
Anders Sander, Vincent Kriechmayr und Beat Feuz am Abfahrtspodium © AP
 

Vincent Kriechmayr (AUT/Gold): "Ich kann es gar nicht realisieren. Ein verrücktes Rennen, oben weg bin ich gut gefahren. Im Flachen bin ich ein paar Mal aus der Hocke rausgekommen. Im Mittelteil habe ich es gut erwischt, nicht zu rund, aber auch nicht zu gerade. Ich habe mit ein paar anderen geredet, oben bissl windig und wechselnd. Im Moment ist es ein bissl unwirklich das Ganze, die großen Emotionen werden schon noch kommen."

Andreas Sander (GER/Silber): "Man kann es sich nicht besser aussuchen, das erste Podium. Ich bin noch etwas sprachlos, ehrlich gesagt. Es war für alle sehr schwierig, weil der Schnee nochmals kälter war, das Gefühl war nicht so gut wie gestern im Training. Die Hundertstel tut mir nicht weh. Man muss sich eher freuen, dass ich die Zehntel auf Beat noch habe. Wir haben Silber gewonnen."

Beat Feuz (SUI/Bronze): "Ich werde gut schlafen, egal wie es heute ausgegangen ist. Es war ein schwieriges Rennen, eine neue Abfahrt, die sich jeden Tag etwas anders präsentiert hat. Vinc ist verdienter Goldmedaillengewinner, er ist am besten gefahren. Wenn man 18/100 hinten ist, wäre auch Gold möglich gewesen. Es wird nicht meine Lieblingsstrecke werden, es gibt zu viele enge Kurven, aber schlussendlich ist es eine Abfahrt. Mein Ziel war oben irgendwie mithalten, unten aufholen."

Max Franz (AUT/13.): "Der obere Teil ist mir heute auch nicht so geglückt. Richtig zum Verhängnis geworden ist es mir vom Sprung bis zur Traverse. Im Rennmodus möchtest noch ein bisserl mehr. Gestern war die Linie sehr gut. Es war heute nicht so ein schöner, runder Lauf wie an den letzten zwei Tagen. Es ist sehr schade, es wäre was drinnen gewesen. Vinc hat eine starke Leistung runtergelegt, man muss ihm gratulieren."

Otmar Striedinger (AUT/19.): "Ich habe meinen Plan im Mittelteil leider nicht ganz durchgezogen, ich habe die Ski nicht richtig auf Zug gebracht. Ich beiße mir in den Arsch, wenn ich taktisch ein bissl rausgenommen hätte, wären die nächsten Passagen feiner gegangen. Die Piste war in einem Superzustand, ich habe es leider nicht hingebracht."

Ski-WM in Cortina: Vincent Kriechmayrs historische Fahrt in Bildern

Kriechmayr (29) gewann mit dem kleinstmöglichen Vorsprung von einer Hundertstel vor dem Deutschen Andreas Sander, Beat Feuz (SUI/+0,18) holte Bronze.

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Kriechmayr ist der erste ÖSV-Abfahrtsweltmeister seit Michael Walchhofer 2003.

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Eine Hundertstel Vorsprung sind gleichbedeutend mit der knappsten Gold-Entscheidung bei den Herren in einer WM-Abfahrt.

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Vor zwei Jahren in Aare (Schweden) hatte Kjetil Jansrud zwei Hundertstel vor seinem norwegischen Landsmann Aksel Lund Svindal gewonnen.

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Zuvor beide Speedrennen bei einer Alpinski-Weltmeisterschaft gewonnen hatten bei den Herren lediglich Hermann Maier 1999 in Vail sowie Bode Miller (USA) 2005 in Bormio.

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Matthias Mayer (AUT/Ausfall): "Oben war es ganz okay, vor dem Sprung hatte ich Wind, da habe ich mir ein bissl schwergetan. Ich habe probiert, mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und habe weiter attackiert. Ich habe einen richtigen Schlag erwischt, die Traversenausfahrt ist eine wichtige Kurve. Dann war ich chancenlos, es ist da eisig. Nützt nichts, das Rennen ist vorbei."

Dominik Paris (ITA/4.): "Ich wollte die Linie bissl verändern, dass ich sicher runterkomme. Das Gegenteil war der Fall."

Peter Schröcksnadel (ÖSV-Präsident): "Die Abfahrt ist die Königsdisziplin, wir waren nicht Favorit, das waren Beat oder vielleicht auch Paris. Aber dass Vinc das geschafft hat, gratuliere. Wir haben seit 2003 und Michi Walchhofer das erste Mal wieder die Abfahrts-Goldmedaille. Wir waren immer eine Abfahrtsnation, jetzt sind wir es wieder. Es freut mich wahnsinnig für den Vinc. Wir haben eine starke Mannschaft. Dass der Mothl (Mayer/Anm.) bei dem Schlag nicht weiter kann, ist auch ein Pech. Wir haben eine positive Einstellung gehabt zum Berg. Wenn du eine negative hast, wirst nie gewinnen. Es ist auch wichtig, dass in Abfahrten Teile drinnen sind, wo du bremsen musst. Wenn man alles mit hundert Prozent Speed fahren kann, ist das ja keine Kunst. Die Abfahrt gefällt mir sehr gut. Ich bin für das Rennen hergefahren, ich fahre hin und her und komme für die beiden Slaloms wieder. Vinc ist ein ganz toller Bursche. Er ist locker, nett, ein normaler Bua, ein normaler Mensch. Es freut mich sehr für ihn."

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