So richtig ruhig und gelassen war keiner im Zielraum von Gröden. Dass Vincent Kriechmayr aber gegen Ende des Rennens schon bibberte, hatte nur bedingt damit zu tun, dass er noch um seinen Sieg zittern musste, auch wenn Cameron Alexander mit Nummer 63 ihm noch bis auf 28/100 nahekam. Das lag am kalten Zielraum der Saslong. Letztlich wurde es den Österreichern aber doch warm ums Herz: Denn nach dem, abgesehen vom sechsten Platz von Stefan Babinsky, Debakel in der Abfahrt gab es die beste Antwort, die es geben kann: Kriechmayr feierte seinen 17. Sieg im Weltcup, nur 0,02 Sekunden vor seinem Teamkollegen Daniel Hemetsberger, der seinerseits Gesamtweltcup-Sieger Marco Odermatt um eine weitere Hundertstelsekunde auf Platz drei verwies.