Olympische SpieleKollektion-Präsentation: So sieht die rot-weiß-rote Wäsch' für Tokio aus

Das Österreichische Olympische Comité hat am Dienstag die Outfits der Athleten für die Olympischen Spiele in Tokio präsentiert.

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OLYMPICS, PARALYMPICS - OEOC, OEPC, collection Tokyo 2020
Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger vor dem Stephansdom. © GEPA pictures
 

Österreichs Athleten bei den Olympischen (23. Juli bis 8. August) und Paralympischen Sommerspielen (24. August bis 5. September) in Tokio werden in ihrer Kleidung mit einem farblichen Fokus auf Weiß-Rot-Schwarz auftreten. Insgesamt 58 Teile zu insgesamt 3.900 Euro je Aktiver umfasst die von sieben Herstellern zur Verfügung gestellte Kollektion. Der langjährige Ausrüster Erima stellt mit 36 Teilen klar mehr als die Hälfte der ÖOC-Ausstattung in Japan.

Waren bei der Eröffnung 2016 in Rio de Janeiro bzw. beim Einmarsch des österreichischen Teams ins Maracana-Stadion Ziegenvelours-Lederhosen viel beachtet, sind die Aktiven diesmal aufgrund der klimatischen Bedingungen mit Leinen-Hosen versorgt. "Die werden mit Sicherheit wieder für Furore sorgen", meinte dazu ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel am Dienstag bei der Präsentation der Kollektion in Wien. "Die Hose ist super-leicht und fühlt sich gut an", sagte Seglerin Barbara Matz dazu.

Olympische Spiele: Die neue rot-weiß-rote Wäsch'

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Ihr Nacra17-Partner Thomas Zajac musste aus einem erfreulichen Grund für die Präsentation absagen, der "Bronzene" von Rio wurde am Montag Vater eines Mädchens. Zehn Tage erhält der 35-Jährige Familienzeit, dann geht es ins aktuelle Trainingsrevier des Duos nach Sizilien. "Da ist die Welle ähnlich wie in Japan, kann man das Olympia-Revier ein bisschen simulieren", erläuterte Matz. Für sie wird es die Olympia-Premiere: "Man kann bald die Tage an den Händen abzählen. Ich bin schon richtig nervös."

Bei der Kleidungspräsentation - die Einkleidung der Athleten wird in der ersten Juli-Hälfte stattfinden - hoben alle Beteiligten die Funktionalität und das Design der Elemente hervor. "Das Paket ist in Farbe, Material und Schnitt perfekt auf die Bedingungen in Tokio abgestimmt", führte Mennel aus. Erima ist für die Trainings- und Sportkleidung verantwortlich, Salomon für das Schuhwerk, Adelsberger für die Festbekleidung. Dazu kommen Artikel von Lenz, Procter & Gamble, Peeroton und J. Athletics.

Feedback der Sportler in Kollektion eingeflossen

"Als Sportler freue ich mich ganz besonders, dass unser Feedback und die Erfahrungswerte von den diversen Wettkämpfen in die Entwicklung eingeflossen sind", sagte Lukas Weißhaidinger. Der Diskuswerfer hat zuletzt in einem Camp auf Teneriffa in zwei Wochen rund 700 Trainingswürfe absolviert. "Das geht extrem an die Substanz - körperlich und vom Kopf her." Der Oberösterreicher hat etwas auf 142 kg abgenommen, wird sich eigener Einschätzung nach doch dann wieder bei 146 kg einpendeln.

Erimas Österreich-Geschäftsführer Michael Klimitsch hob hervor, dass eine Olympia-Schneiderin für Tokio abgestellt werde, um vor Ort etwaige Anpassungen vornehmen zu können. Durch die Verschiebung der Spiele mussten übrigens mehr als 17.000 Kollektionsteile beim Heer zwischengelagert werden. Matthias Lanzinger, Marketing-Project-Manager Salomons, erläuterte, dass 92 Prozent des Laufschuhes recycelt werden und für die Skischuh- und Funktionsshirt-Herstellung wiederverwertet werden.

Positives Feedback für die Ausstattung gab es von allen Athleten. Ruderin Magdalena Lobnig etwa präsentierte einen Freizeitlook mit Hoodie: "Seit ich ihn anhabe, bekomme ich dauernd Komplimente. Es schaut sehr gut aus, ist sehr bequem", gab die 30-Jährige Einblick. Auch Paralympics-Athleten präsentierten die Kollektion, so Para-Kanute Markus Mendy Swoboda. Mendy sei übrigens sein eingetragener Vorname, erklärte er. "Markus gibt es viele in Österreich, aber wahrscheinlich nur einen Mendy."

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