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Warnung von Rene Poms: „Wer das nicht versteht, wird nicht mehr viel spielen“

Der GAK ging bei Rapid mit 0:3 unter und enttäuschte dabei nicht nur Rene Poms maßlos. Der Trainer fand nach dem Schlusspfiff deutliche Worte.

Der GAK machte es Rapid viel zu einfach
© GEPA
Der GAK machte es Rapid viel zu einfach

Aufgrund seiner Sperre aus dem Derby verfolgte Rene Poms das GAK-Gastspiel bei Rapid von der Pressetribüne aus und konnte laut eigener Aussage erleben, welch gute Sicht Journalisten auf das Feld haben. Es sollte die einzige positive Erfahrung an diesem Fußballabend bleiben.

„Du sitzt da oben, kannst genau gar nichts machen und musst zuschauen, wie wir mehr oder weniger sang- und klanglos untergehen“, kommentierte der Coach der Rotjacken die 0:3-Niederlage in Hütteldorf. Im Westen Wiens kann man als Abstiegskandidat verlieren. Die Art und Weise stimmte Poms, der an der Seitenlinie von Dino Skvorc vertreten wurde, jedoch nachdenklich.

Als Trainer kann ich das einfach nicht gelten lassen. Das ärgert mich nicht nur, sondern es enttäuscht mich einfach.

— Rene Poms

„Wir haben ein Gesicht gezeigt, das einfach nicht GAK-like ist“, beklagte der 49-Jährige, der von seinen Spielern stets höchste Energie und Bereitschaft erwartet, dies diesmal jedoch schmerzlich vermisste, „als Trainer kann ich das einfach nicht gelten lassen. Das ärgert mich nicht nur, sondern es enttäuscht mich einfach, weil ich das vorlebe und auch einfordere. Was kannst du mehr an Emotionen haben als bei Rapid vor über 20.000 Zuschauern? Und dann präsentierst du dich so?“

Im Prinzip war die Partie vor exakt 21.681 Zuschauern bereits zur Pause entschieden. Nenad Cvetkovic (23.) drückte an der ersten Stange positioniert einen Eckball von Matthias Seidl per Kopf über die Linie. Beim 2:0 eilte der VAR zu Hilfe. Daniel Maderner traf beim Versuch, den Ball aus dem eigenen Strafraum zu klären, Cvetkovic. Nach dem Videostudium entschied Referee Stefan Ebner auf Strafstoß, den Dion Beljo (32.) souverän verwertete. Rapid drückte weiter aufs Gaspedal und legte noch vor der Pause durch Isak Jansson (44.) das 3:0 nach.

Zeit, die Situation zu begreifen

„Wenn du gegen Rapid in den Zweikämpfen nicht aggressiv genug bist, spielen sie dich her“, erläuterte Milos Jovicic, „bei 0:3 wurde es dann natürlich schwierig, weil du weißt, dass viel passieren müsste.“ Passiert ist nicht mehr viel. Weder für den GAK, noch für Rapid, das es verabsäumte, einen noch höheren Sieg einzufahren. Beim Aufsteiger sind nun klare Worte gefordert. „Alle müssen begreifen, wo wir sind – im Abstiegskampf“, erinnerte Maderner.

Es gilt unerklärliche Leistungs-Tiefs nach ordentlichen Auftritten zu minimieren. „Wir haben nur 30 Prozent unserer Zweikämpfe gewonnen. Da brauchen wir nicht über das Fußballerische reden, sondern es geht darum, mit Mann und Maus dagegenzuhalten“, betonte Poms, der eine klare Warnung an alle Kaderspieler aussprach: „Jeder, der nicht verstanden hat, dass das zu wenig war, wird in der Qualirunde wenig spielen. Jetzt brauchst du Spieler, auf die du dich zu 100 Prozent verlassen kannst. Mit Anpfiff müssen die Fetzen fliegen. Wer das nicht kann, auf den werden wir liebend gerne verzichten.“

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