BundesligaRapid gelang der Befreiungsschlag

Die Hütteldorfer schlugen Tirol nach 0.1-Rückstand mit 5:2. Triplepack von Kara.

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Ercan Kara traf dreimal © APA/EXPA/THOMAS HAUMER
 

Rapid hat sich den Frust der vergangenen Wochen am Sonntagnachmittag von der Seele geschossen. Die Hütteldorfer feierten im Allianz Stadion im "Kellerduell" der 10. Runde der Fußball-Bundesliga mit Schlusslicht WSG Tirol einen 5:2-Erfolg und schafften mit nun elf Zählern den Sprung ins Tabellenmittelfeld, sind nun punktgleich vor der Austria Achter. Zu verdanken hatten sie das vor allem Ercan Kara, der mit einem Triplepack (45.+2, 46., 60./Elfmeter) plus Assist glänzte.

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Der vierte Treffer ging auf das Konto von Marco Grüll (78.). Beide Offensivakteure halten nun bei vier Saisontoren. Den Schlusspunkt machte Christoph Knasmüllner (93.) perfekt. Für die Gäste waren Treffer von Thomas Sabitzer (37.) und Ex-Rapidler Thanos Petsos (82.) zu wenig. Sie agierten nach einer Roten Karte für Abwehrchef Raffael Behounek (65./Kritik) einige Zeit in Unterzahl und kassierten nach dem jüngsten 4:2 gegen Ried wieder einen Rückschlag.

Rückendeckung für Kühbauer

Der Rückstand auf den neuen Vorletzten Altach beträgt einen Punkt. Rapid konnte hingegen nach zuletzt drei Liga-Niederlagen vor der Länderspielpause für positive Schlagzeilen sorgen und damit auch Trainer Dietmar Kühbauer Rückendeckung verschaffen. Der Kantersieg gelang trotz des Fehlens eines Großteils der Block-West-Fans, die als Protest gegen die 2G-Regel der Partie fernblieben, weshalb nur 10.200 Zuschauer im Stadion waren.

Die Partie passte sich vor der Pause an die kaum vorhandene Stimmung an. Wenig herausgespielte Aktionen, viele Fehlpässe standen auf der Tagesordnung. In der 17. Minute aber lag der Führungstreffer in der Luft. Tirol-Torhüter Ferdinand Oswald konnte einen Kopfball Thierno Ballo und einen Kara-Nachschuss parieren, ehe der Ball von Kara per Kopf ins Tor befördert wurde. Der Rapid-Stürmer hatte Oswald das Leder allerdings aus der Hand geköpfelt, weshalb der Treffer nach Videostudium zurecht aberkannt wurde. Da auch ein Hofmann-Kopfball über das Tor ging (32.), war es den Gästen vorbehalten, vorzulegen. Nach Klassen-Flanke verlor Hofmann WSG-Stürmer Sabitzer aus den Augen, der Gartler per Kopf bezwang. Nach minutenlangem Check wurde der Treffer gegeben, es war kein Abseits zu erkennen.

Wende vor und nach der Pause

Kurz vor der Pause schlugen die Wiener noch zurück. Kara scheiterte mit der Ferse zwar noch am WSG-Schlussmann (45.), sorgte zwei Minuten später aber nach Grüll-Hereingabe für das 1:1. 22 Sekunden nach Wiederbeginn war die Wende endgültig perfekt. Eine Grüll-Flanke leitete Stojkovic per Kopf zu Kara, der aus kurzer Distanz nur noch einnicken musste. Beinahe wäre der WSG der postwendende Ausgleich geglückt, Gartler konnte einen Andric-Abschluss mit etwas Glück bändigen (48.).

Rapid hatte das Heft dann klar in der Hand, ein Fountas-Chip ging noch drüber (52.). Sechs Minuten später wurde der Grieche von Andric im Strafraum gefoult und Kara machte mit einem souverän verwandelten Strafstoß seinen Dreierpack perfekt. Da Behounek nach einer verbalen Auseinandersetzung mit Schiedsrichter Christopher Jäger mit Rot vom Platz musste, wurde die Überlegenheit der Wiener noch deutlicher. Grüll traf nach Kara-Zuspiel. Petsos gelang mit einem schönen Volley aus elf Metern dann noch Resultatskosmetik. In der Nachspielzeit stellte Knasmüllner die Drei-Tore-Differenz wieder her.

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