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Köhlmeier an Kurz"Es sitzt ein Mann im Kanzleramt, der hat ein Herz aus Stein"

Der Vorarlberger Schriftsteller Michael Köhlmeier widmet dem Bundeskanzler einen "Neujahrsgruß" - ein Attacke in Versform, die sich gegen die Weigerung der türkis-grünen Bundesregierung richtet, Migranten von den griechischen Inseln aufzunehmen.

Leipziger Buchmesse
© APA/dpa-Zentralbild/Jan Woitas
 

Die Initiative "Courage – Mut zur Menschlichkeit", eine lose Allianz aus Künstlern, Wissenschaftlern und Aktivisten, die sich für die Aufnahme von Migranten aus den griechischen Insellagern einsetzt, hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) einen besonderen Neujahrsgruß übermittelt.

Aus der Feder des Vorarlberger Schriftstellers Michael Köhlmeier stammt folgendes per Aussendung verbreitete Gedicht:

Es sitzt ein Mann im Kanzleramt,
der hat ein Herz aus Stein.
Er möchte gern ein Großer sein
und ist erbärmlich klein.

Minister flüstern ihm ins Ohr,
dass er der Größte sei,
wenn er kein bisschen Mitleid zeigt,
denn Mitleid sei Geschrei.

Es leben auf der Insel weit
viel hundert Kinder klein,
die möchten gern ein warmes Bett
und ohne Ratten sein.

Sag nur ein Wort, du großer Mann
im fernen Kanzleramt:
Ein „Ja“ heißt: Ihr dürft glücklich sein,
ein „Nein“: Ihr seid verdammt.

Es sitzt ein Mann im Kanzleramt,
der hat ein Herz aus Stein.
Er möchte gern der Größte sein
und darum sagt er: „Nein!“

 

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