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''Vor-Ort-Hilfe statt Aufnahme''ÖVP-Landtagsabgeordneter spendet 10.000 Euro für Flüchtlinge auf Lesbos

Der steirische Landtagsabgeordnete Andreas Kinsky hat auf Facebook eine Spendenaktion gestartet und in sieben Tagen fast 10.000 Euro eingesammelt. Diesen Betrag verdoppelt er aus eigener Tasche. Für die Aktion erhält er viel Zuspruch, erntet aber auch Kritik, da er gegen eine Aufnahme der Flüchtlingen aus den griechischen Lagern argumentiert.

© ballguide/Manuel Hanschitz
 

Noch vor Weihnachten, am 23. Dezember, hat der Weizer ÖVP-Bezirksparteiobmann und steirische Landtagsabgeordnete Andreas Kinsky auf Facebook eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Das Ziel: 10.000 Euro zu sammeln, um "das Leid von geflüchteten Kindern in Griechenland etwas zu lindern". Die Gesamtsumme verdoppelt Kinsky aus eigener Tasche auf 20.000 Euro. Am Vormittag des 29. Dezembers wurde das Ziel erreicht. Mehr als 170 Spender beteiligten sich.

Kommentare (5)
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Hieronymus01
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Fremdschämen.

Mehr fällt mir zu diesem selbstbeweihräuchernden Artikel nicht ein.

Steht nicht in der Biebel "Die linke Hand soll nicht wissen was die rechte tut".

Aber Sie Hr. Kinsky, sie werden das wohl auf ihre Art ausgelegt haben.

Es gibt im Bezirk sicher viele die im Rahmen ihrer Möglichkeiten weit mehr spenden. Denen würde nie der Gedanke kommen sich so ins mediale Scheinwerferlicht zu stellen.

research12
15
9
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Antwort

Da Sie mich direkt ansprechen, antworte ich gerne. Spenden sammeln geht nun mal besser, wenn es öffentlich geschieht! In diesem Fall konnte meine eigene Spende dadurch verdoppelt werden, dass sie öffentlich auf Facebook präsentiert wurde. Dass Medien das auf Facebook verfolgen können und dann darüber berichten, steht außerhalb meines Einflussbereiches. Der Artikel ist zudem keine Beweihräucherung, sondern eine Reportage, wo auch über Kritik berichtet wird. Natürlich gibt es viele, die mehr spenden und viele, die es nicht öffentlich machen! Aber ist das der Punkt oder ist das Ziel, andere zu motivieren, mitzumachen, nicht auch am Ende im Sinne derjenigen, die das Geld bekommen sollen? Mich kratzt die Kritik auch von Ihnen jedenfalls überhaupt nicht, denn den Menschen, welche die Spende erhalten werden, interessieren sich genau gar nicht dafür! Einen guten Rutsch!

X22
17
4
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"Als Familienvater und christlich-sozialer Mensch hat man immer den Reflex, Kinder aufzunehmen - aber das führt zu einem Rattenschwanz an Problemen, die wir damit nicht lösen, sondern verstärken. Wenn ein Land zehn Kinder aufnimmt und für sie das Leben schön macht, ist das ein hehres Ziel, aber das löst die Probleme der Kinder, die neu ankommen, gar nicht"

Und was helfen 10, 20, 100 Tausend € vor Ort, was könnte sich vor Ort ändern, der Rattenschwanz bleibt so oder so, gelöst wird er weder mit Spenden noch mit Aufnahme.
ZB. eine Aufnahme gibt den Personen eine Perspektive, einen Startimpuls, vielleicht sogar einen Aufenthaltsstatus, zu guter letzt sogar den Cashback aus der Investition.
Eine Hilfe vor Ort, ermöglicht, falls es mal umgesetzt wird, deswegen gingen die Gelder ja an die IOM, die ja gerne Leute umsiedelt (im doppeldeutigen Sinne gemeint), sicher keinen Startimpuls für die Personen selbst, nichts langfristiges wird es bewirken, es ist ein Tropfen auf den heißen Stein, es wird dabei bleiben, die Leute werden ohne Perspektive und Aufenhaltstitel oder Abschiebung ihrem Schicksal überlassen, Cashback wirds keinen geben, soviel ist gewiss.
Auf der dritten Seite, ja man muss auch ob der oben genannten zwei Wege, Spenden, so wie es viele für diese Lager bereits gemacht haben und es weiter tun, ohne das Profilierungsgetue eines Politikers und dies seit Jahren.
Sind erst gestern Vater geworden, fiel mir als erste Frage ein, danach fragte ich mich, wie lange wissen die Politker schon von diesen prekären Situationen auf den Inseln, in den Lagern, es ist doch nichts neues mehr, in mehreren Lagern, in Europa verteilt, gibt es die Probleme. Von Lösungen wird nur geschwätzt, unser BK ist da ganz vorne dabei gewesen, wars vor 5-6 Jahren oder ist es noch ein wenig länger her, naja man siehts ja an allen Ecken und Enden, die Lösung

ma12
25
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OMG

Christlich-sozial??? Das ist die ÖVP seit der Regierung unter Kanzler Schüssel schon lange NICHT MEHR.

ma12
7
7
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OMG

Haben die ÖVPler einen Stress mit dem "roten Daumen". Ihr seid ja soooo was von arm > im Geiste!