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Gesundheit, Soziales, KonsumentenschutzAnschober organisiert um: Sechs von acht Chefs sind Frauen

Lange nach dem Ausscheiden der damals zur SPÖ-Chefin aufgestiegenen Sektionschefin Rendi-Wagner wird diese Stelle nun mit Katharina Reich nachbesetzt. Auch andere Bereiche im Sozial- und Gesundheitsministerium werden neu besetzt.

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Anschober und die neue Frau als "Chief Medical Officer", Katharina Reich
Anschober und die neue Frau als "Chief Medical Officer", Katharina Reich © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Das Gesundheitsministerium wird so umorganisiert, dass es wieder in jeder Hinsicht schlagkräftig ist. Das kündigte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) an, und darüber informiert er heute die Öffentlichkeit bei einer Pressekonferenz mit dem Titel: "Personelle und strukturelle Neuaufstellung des Sozial- und Gesundheitsministeriums".

Bis zum Beginn ihrer politischen Karriere im Jahr 2017 war die heutige SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner Chefin der Sektion III für "Öffentliche Gesundheit und medizinische Angelegenheiten". Nun ist das die Sektion VII, und sie wird von Katharina Reich übernommen. Damit wird sie zum "Chief Medical Officer", wie es Anschober formulierte. Sie wird auch die Leitung der Ampel-Kommission übernehmen und auch für die Ages zuständig sein.

Umstrukurierung: Die neuen Gesichter im Gesundheitsministerium

Katharina Reich: "Chief Medical Officer"

Mit der Allgemeinmedizinerin Katharina Reich gibt es nun wieder einen "Chief Medical Officer", was dem früheren Generaldirektor für die öffentliche Gesundheit entspricht. Reich übernimmt die neue Sektion VII.

Die 42-jährige Medizinerin hat Erfahrung in Krankenhausmanagement und -hygiene.  Nach dem Medizinstudium begann sie bei den Barmherzigen Brüdern, war dort für Krankenhaushygiene und klinisches Risikomanagement zuständig und fungierte von 2013 bis 2018 als ärztliche Direktorin des Spitals in Wien. Dann wechselte sie zum Wiener Gesundheitsverbund in die Klinik Hietzing, wo sie stellvertretende ärztliche Direktorin war und im Krisenstab angesichts der Coronapandemie zuletzt die Einsatzleitung innehatte. 

APA/HELMUT FOHRINGER

Ulrich Herzog: Der Mann für Tier- und Konsumentenschutz

Die Sektion III (Konsumentenpolitik und Verbrauchergesundheit) übernimmt Ulrich Herzog, bekannt als Leiter der Coronakomission. Der Tierschutz wird dabei mit dem Konsumentenschutz zusammengeführt.

Die Leitung der Kommission gibt er an Katharina Reich ab, sobald sich diese eingearbeitet hat.

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Annemarie Masilko: Zuständig für Soziale Sicherheit

Annemarie Masilko übernimmt den Bereich Sozialversicherung (Sektion II). Sie war schon bisher Stellvertreterin, der Sektionschef wechselte 2019 in den Ruhestand. Eines ihrer Hauptaufgabengebiete wird die EU-weite Koordination des Bereiches Soziale Sicherheit sein.

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Meinhild Hausreither: Herrin über die Paragrafen

Meinhild Hausreither übernimmt die Sektion VI, Humanmedizinrecht und Gesundheitstelematik. Da geht es um Weiterentwicklung von Epidemiegesetz und Covid-19-Maßnahmen-Paket, aber auch um die Weiterentwicklung des Bereichs Pflege, gemeinsam mit der Sektion IV, aber auch um die Weiterentwicklung der Gesundheitsberufe, Ärztegesetz, Psychotherapoegesetz, etc. sowie um den Bereich der Vorsorge, ELGA, etc.

APA/HELMUT FOHRINGER
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Oberster Sanitätsrat reaktiviert

Für sie geht es schlicht um die "Bewältigung der Krise", samt allem, was mit der Impfung zu tun hat, und damit, diese gut auf den Weg zu bringen. Dazu gehört auch, dass der Oberste Sanitätsrat mit regelmäßigen Sitzungen reaktiviert wird. Reich ist krisenfest: Sie hat zuletzt in der Klinik Hietzing als Einsatzleiterin im Krisenstab. Zuvor war sie jahrelang ärztliche Direktorin im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, danach im Wiener Gesundheitsverbund.

Ein Hauptaugenmerk will sie, unabhängig von der Corona-Pandemie, auch auf die Themen psychische Gesundheit sowie den Zusammenhang zwischen Armut und Krankheit legen.

Es gibt nun sieben Sektionschefs und Generalsekretärin Ines Stilling, sechs dieser acht Positionen seien von Frauen besetzt, freute sich Anschober.

Konsumenten- & Tierschutz

Der Leiter der Ampel-Kommission, Ulrich Herzog, wird die Sektion für Verbraucher und Konsumentenschutz übernehmen, der mit dem Tierschutz zusammengeführt wird. Nur das Umfeld Konsumentenschutz ist neu für ihn, "aus der Zusammenführung ergibt sich viel Potenzial". Vor allem gehe es dabei auch um die Absicherung des VKI, des Vereins für Konsumentenschutz. Die Ampel-Kommission wird Herzog noch eine Zeit lang mitbegleiten, bis sich Reich eingearbeitet hat.

Die Opposition schlug schon vor der Pressekonferenz Alarm: Sie befürchtet gleichzeitig eine Abwertung des Konsumentenschutz-Bereiches.

Annemarie Masilko übernimmt die Sektion Sozialversicherung. Sie war schon bisher Stellvertreterin, der Sektionschef wechselte 2019 in den Ruhestand. Eines ihrer Hauptaufgabengebiete wird die EU-weite Koordination des Bereiches Soziale Sicherheit sein.

Meinhild Hausreither wird Leiterin der neuen Sektion VI, Medizinrecht. Da geht es auch um Weiterentwicklung von Epidemiegesetz und Covid-19-Maßnahmen-Paket, aber auch um die Weiterentwicklung des Bereichs Pflege, gemeinsam mit der Sektion IV, aber auch um die Weiterentwicklung der Gesundheitsberufe, Ärztegesetz, Psychotherapoegesetz, etc. sowie um den Bereich der Vorsorge, ELGA, etc.

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Danke für Ihr Verständnis.

ordner5
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Fortschrittlich!

Tja, dann bleibt nur die Hoffnung, dass noch genügend Indianer für die Amtsgeschäfte zur Verfügung stehen.

Super123
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Lehrer

Wir haben es ja super in Österreich,ein Lehrer als Gesundheitsminister eine Frau Verteidigungsmenister ein Schulabbrecher Bundeskanzler und das geht noch weiter so .
Armes Österreich

wjs13
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Fehlt die wichtigste Personalentscheidung

jene für den unfähigen Chaoten Anschober.

freeman666
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Schwer zu beurteilen, ob die Umfärberei was bringt.

Der Gesundheitsminister selbst ist aber eine Katastrophe für Österreich.
Die meisten Verordnungen fehlerhaft bis verfassungswidrig.
In der Position ist der Rudi vollkommen überfordert und eine Gefahr.

PiJo
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"Chief Medical Officer"

Das nenne ich Gleichberechtigung 6 zu 2 und dann noch einen typisch "Österreichische Berufsbezeichnung"
Da wird die Ampel wieder in allen Farben aufleuchten.

Katrinp204
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Haha

Na hoffentlich bekommen Sie dann keine Anzeige, wie die Franzosen, dass zu viele Frauen in den Führungspositionen sind. 🤦🏻‍♀️