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38-Milliarden-Hilfspaket"Wichtig ist jetzt, wie viele Menschenleben und wie viele Jobs wir retten"

Mit einer längeren Dauer des Corona-Ausnahmezustandes wird inzwischen gerechnet. Die Folgen werden dramatischer ein als nach der Finanzkrise 2009. Milliardenhilfe findet positives Echo.

Pressekonferenz nach dem Ministerrat: Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vize Werner Kogler (Grüne)
Pressekonferenz nach dem Ministerrat: Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vize Werner Kogler (Grüne) © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Vier Milliarden schwer war das erste Hilfspaket für die österreichische Wirtschaft, das die Regierung verabschiedet hatte. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vize Werner Kogler (Grüne) kündigten am Mittwoch weitere 34 Milliarden an: Neun Milliarden für Garantien und Haftungen, 15 Milliarden als Notfallhilfe für Branchen, die es besonders hart trifft, sowie 10 Milliarden für Steuerstundungen und Steuersenkungen.

"Wir wollen alles tun, um massenhafte Arbeitslosigkeit zu verhindern", betonte Kanzler Kurz. Finanzminister Gernot Blümel betonte: "Wichtig ist jetzt nicht das Budget, sondern wichtig ist, wie viele Menschenleben wir retten können, und wie viele Arbeitsplätze wir retten."

Blümel erinnerte an die Möglichkeit für Unternehmen, elektronisch Schnellanträge beim Finanzministerium auf Steuerstundung abzugeben. Vielen Unternehmen sei, so die Regierungsvertreter, nicht zuletzt aufgrund der jüngsten Notmaßnahmen die Geschäftsgrundlage weggebrochen. Die Liquidität müsse gewährleistet sein.

IHS-Chef Kocher: "Das ist schon sehr viel"

Der Chef des Instituts für Höhere Studien (IHS), der
Wirtschaftsforscher Martin Kocher, begrüßte das große
Hilfspaket. Die 38 Milliarden Euro seien eine "substanzielle Summe, die in den nächsten Wochen und Monaten einen wirtschaftlichen Schutzschirm" bilden. Er belaufe sich auf rund 10 Prozent des BIP in Österreich.

"Das ist schon sehr viel. Natürlich sind die Ausfälle auch groß,
die jetzt passieren, aufgrund des Herunterregelns der Wirtschaft,
aber mit 38 Milliarden kommt man schon sehr weit", erklärte Kocher
im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. Damit habe man eine gewisse Sicherheit geschaffen für die Unternehmen.

Auch die Wirtschaftswissenschaftlerin Margit Schratzenstaller spricht von einem "bemerkenswerten Paket". Im Ö1-"Morgenjournal" am Donnerstag erklärt sie, dass es jetzt vor allem für Kleinbetriebe "um wenige Tage" geht, eine unbürokratische Abwicklung sei deshalb essenziell. Die aktuellen Maßnahmen seien "alternativlos", das haben auch viele Regierungen erkannt.

Betroffene Branchen vorrangig

Die von der Regierung angekündigten Finanzhilfen aufgrund des Coronavirus sollen zwar grundsätzlich allen Unternehmen offen stehen. Zuerst soll aber direkt von der Krise betroffenen Branchen geholfen werden, sagte Vizekanzler Kogler. Wer dies sein wird, werde man aber erst nach Tagen oder Wochen sehen.

Man solle nicht "eifersüchtig" sein, so Kogler, "aber wir helfen erst einmal jenen, die es am nötigsten brauchen". Die Maßnahmen sollen gestaffelt nach Branchentypen gesetzt werden. Zuerst würde diese jenen gelten, "wo die Auswirkungen besonders hoch sind". Dies solle "von Ein-Personen-Unternehmen bis rauf zu den Großen" erfolgen.

Folgen größer als nach Finanzkrise

"Wir haben es zweifelsohne mit der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg zu tun", betonte Kogler außerdem. Die Folgen seien dabei größer als jene der globalen Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009. Dafür brauche es auch "dramatische und besondere Maßnahmen, um gegenzusteuern".

Kommentare (99+)

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Danke an

Kurz dass er unter der türkis blauen regierung das arbeitlosengeld von 60 auf 50 % des vorhergehenden gehalts hat senken lassen zum schaden der arbeitlosen jetzt, auch ich musste nach sicher 20 jahren auf grund der situation jetzt stempeln gehen! Kurzarbeit war in meinem fall nicht möglich!

Miraculix11
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Märchenstunde heute?

Quelle: Webseite AMS
Berechnung: Der Brutto-Wert der Jahresbeitrags-Grundlage, maximal jedoch die Höchstbemessungs-Grundlage , wird in ein Netto-Einkommen umgerechnet. Dabei werden abgezogen:

bestimmte Sozialabgaben und
die Einkommenssteuer unter Berücksichtigung von Freibeträgen.

Ergebnis: Der Grundbetrag Ihres Arbeitslosengeldes ist 55 % dieses Netto-Einkommens – umgerechnet auf Tage.

865d326e32891b37299d10a8fb64def2
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Hr. Anschober was jetzt ...

Rendi-Wagner forderte (Im Zentrum) die Kapazitäten im intensivmedizinischen Bereich ausbauen, zentrale Koordination, eine starke Aufstockung von Intensiv-Betten mit Beatmungsgeräten, Engpässe bei der Schutzausrüstung sofort beseitigen, länderübergreifende Rufbereitschaft, Medizinisches Personal es einsetzen wo es gebraucht wird und sofort Schulungen im intensivmedizinischen Bereich starten. Größte Infektionsquelle bei SARS 2003 war das An-Ausziehen der Schutzkleidung. In den kommenden Wochen ist ein starker Anstieg der Krankheitsfälle zu erwarten, das ist ein Stresstest für unser Gesundheitssystem. Es ist wichtig, den Vorsprung, den wir derzeit noch haben, zu nutzen. Anschober hat mittlerweile eingelenkt und kündigte an die von „Hartinger-Klein FPÖ“ abgeschaffte Sektion und deren Sektionsleitung wiedereinzusetzen, das dauert allerdings mindestens bis April 2020! … Hr. Anschober was jetzt …

haraldk1969
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Anscheinend will man nicht zu viele Tests machen

Anscheinend will man nicht zu viele Tests machen.
Es wäre leicht die Tests zuerst einmal in Blechcontainer ( Wie Slovenien es macht ) in den Hauptstädten zu machen .
Leichte Fälle nach Hause schicken, schwere ins Spital abgeschottet von den anderen.
Aber anscheinend sind die Politiker zu dumm es so zu machen.

Marcuskleine
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leichte Fälle

leichte Fälle werden bei uns zu Hause belassen, was das einzig Vernünftige ist!! Dadurch wird das Gesundheitssystem entlastet, diese leicht Fälle stecken damit auch nicht weitere Personen an, und die Spitäler bleiben gerüstet für die schweren Fälle. Weil GENAU DAS in Italien nicht passiert ist, sind in Norditalien die Spitäler teilweise in ihrer Arbeit zusammengebrochen. Italien war zeitlich der Vorreiter, an dem andere Länder sehen konnten, wie es schlecht oder nicht funktioniert … Hoffentlich wird die Situation in Italien auch sehr bald besser!!

Miraculix11
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Italien

„Vierzig Prozent der Leute sind noch immer unterwegs, das ist zu viel“, sagte Giulio Gallera, Gesundheitsminister der norditalienischen Region Lombardei, am Dienstagabend in Mailand. Und er versprach, man werde diese Zahl jetzt entschlossen nach unten drücken: „Bleibt zu Hause! Wir kontrollieren euch über die Handydaten.“

Irgendeiner
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Das Problem ist daß du testen mußt

damit Du weißt ob das ein Fall ist, nur dann kannst Du die im Umfeld auch kontrollieren,naja ich hab von keiner Regeländerung gehört, wenn ich also schwer trocken huste und Fieber habe testen die mich offenbar immer noch nicht und das war unser Problem seitdem es einer im Griff hatte.Aber die Statistik bleibt dann unten.

Irgendeiner
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Ach und weil mir mittlerweile schon vier Postings weggekommen sind die

einen Verweis darauf enthielten,nochmals,wir sollten uns doch den Zeitfaktor ansehen,man blicke auf die Studie der TU die ein Ausschleichen der Kurve so um Ende des Jahres langsam ansetzt und das ist das Modell wo wir am besten raussteigen, weniger wir Alten als alle anderen,das Robert Koch Institut setzt als worse case Szenario zwei Jahre an.Beides sagt mir daßma die jetzt kurzfristigen Stützungsmaßnahmen über einen derart langen Zeitraum nicht durchziehen können und ich würds nicht so halten wie bei der Pandemie und Maßnahmen erst überlegen wenn es schon lichterloh brennt,aber das ist zur Zeit natürlich auch ein Nebenschauplatz

Irgendeiner
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Ach und Anschober hat angeblich Aufregung verursacht, als er sagte,

die Maßnahmen könnten länger dauern, wie ich so hörte, aber faszinierend war für mich nicht die Aussage,die Aufregung wars.Ich frag mich manchmal ob sich noch überhaupt wer in dem Koben mit den Sachverhalten auseinandersetzt.

Matilda3110
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TU

Welche Studie ist das? 😱 gibt es da einen link?

Miraculix11
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Links werden hier nicht geduldet

Aber suche in Google:
solidaritaet-statt-panik-mit-computermodellen-gegen-covid1
============================
Alledings ist dabei ein Faktor nicht drin, kann nicht drin sein: Ein Medikament. Von dem weiß noch keiner wann eines da ist.

Irgendeiner
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Ja,miraculix,die Frage der Duldung,ein spannend Thema.Und doch Miraculix

wäre gerade die Graphik wichtig gewesen,weil wir spätestes seit Neuraths Bildstatistik wissen,das sowas für Leute die mit komplexeren Expanationen nicht zurechtkommen Dinge klar macht.Und das zeigt ganz klar, daß wir zwischen einer schrecklichen und einer schrecklicheren Variante zu wählen haben.Und weißt Du weiter,dieses dumme Märchen, wir würden die Alten schützen ist natürlich wieder frecher Blödsinn,wenn Du die die Kurve in die Länge ziehst stecken sich gleich viele an,nur langsamer und das wollen wir.Für jemanden der totale Seklusion braucht macht es das sogar schwieriger.Weißt Du miraculix,dieses Märchen hat aber auch noch ein Pferdefußi,weil nämlich jetzt schon die ersten lagerkollern anfangen,weil ihr Leben eingeschränkt ist, weil man Bandbreite für wissenschaftliche Simulationen braucht, alles im Netz ist und Netflix nicht mehr so geht,weil sie nicht verstehen worum es geht.Und viele kleine Narren kriegen schon das Sentiment,mein Risiko ist gering, raus und durch.Und ich Miraculix muß hier gewunden predigen,daß wenn das Krankensystem dann kippt,trotzdem Kinder geboren werden,Leute andere Krankheiten kriegen,ein eitriger Zahn, ein ebensolcher Zehennagel,eine bakterielle Infektion die mit den gängigen Medikamenten ein Pipifax wäre,das solche Dinge dann tödlich werden können, wie in der Steinzeit.Und daß wir es eben nicht für uns grauperte Alte tun sondern für alle,schade wegen der Graphik.

Irgendeiner
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Ich kriegs leider nicht durch,

es erscheint nicht.Es ist eine Simulation.Wichtig für das hier ist die Graphik mit dem Peak,aber es erscheint wie gesagt nicht.Tut mir leid.

Irgendeiner
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Nachtrag:Popper ist einer der Autoren,der ist an der

TU Wien, vielleicht kannst Du dich selbst durchhangeln, sorry.

Irgendeiner
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Die Striche finde ich lustig, wenn ich Links

schicke und die kommen nicht dann solltmas freischalten, nicht stricheln,gell.

Tyche
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So ein Forum ist wie eine öffentliche Einsichtnahme in einen gerade laufenden Pisa-Test … mit zT verheerendem Ergebnis …

“Lei so losn und so tuan, als ob nix war!” … posten hier manche … nit schlecht.
Der Hobby-Betriebswirt-Verein dreht schon die Augen drüber – die, die grad sterben, machens auch – aber das ist ja egal, oder?
Und dann jammert man über Milliardenverluste – zugleich scheint man aber offenbar nicht in der Lage zu sein, dass man sich anhand hier angegebener Zahlen ausrechnet, dass wir von einer möglichen Mortalitätsrate von einer HALBEN MILLIARDE weltweit reden – und in Österreich kommt man auf eine mögliche Opferzahl von rund 500.000 (berechnet mit den Zahlen Italiens von gestern).

Ja – die Maßnahmen kamen 2-3 Wochen zu spät (wer das hier sagt, wird – wie man sieht – verprügelt) – aber hier fordern ja besonders Empathiebegabte, zusammen mit dem Brexit-Boris gleich rüber in den Trumpl-Modus zu rudern. Tja – das werden wir uns in einem Monat anschauen … und da werden einige verhaltensauffällige Wirtschaftsfachleute hier nicht mehr so rumposaunen.

Ich glaube, dass einige noch nicht ganz gecheckt haben, was eigentlich los ist:
Wir wissen, dass die Bomberstaffeln kommen – und wir haben zuwenige Bunker! … Und hier gibt´s welche, die meinen, wir brauchen gar keine?! … Pisa-Test voll vergeigt!

Irgendeiner
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Boris hat das offenbar aufgegeben, die sind draufgekommen, auch Ärzte und

das restliche medizinische Personal kann erkranken,erstaunlich,wie halt so Pandemien in Leerköpfen manchmal epistemologische Neuerungen hervorrufen,wär der nächste Massenmord aus nackter Idiotie geworden.Aber wir hier, wir können uns so richtig ganz und vollkommen sicher fühlen,bei uns hats ja einer ganz sichtbar im Griff,man lacht.Wenn ich nicht so ein verstockter Ungläubiger wäre würde ich jetzt schon meine post mortem -Heimsuchungen von ein paar Hirnis planen,dann sitz ich jede Geisterstunde am Nachtkastel und sprech in tautologischen Stehsätzen,Tag für Tag, Jahr für Jahr.

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49.000 Arbeitslose mehr

Richtige SPÖ Kreisky Politik … Lieber BK Sebaztian Kurz, lieber Vizekanzler Kogler, lieber FM Blümel, denn was war und ist die größte neoliberale Lüge, liebe ÖVP, FPÖ, WK, IV und Neos? … „Der Markt regelt alles“ … Diese neoliberale Lüge fliegt gerade wieder auf. … Wie in der Bankenkrise 2008 laufen die (der Markt regelt alles Schreier) die Kapitalisten, Konzerne und Unternehmen jetzt zum Staat, sie fordern jetzt Hilfe und Entschädigungen und bekommen 38 Milliarden!?... und der steuerzahlende Arbeitnehmer muss es wieder büßen und richten … AMS, Montag und Dienstag um 49.000 Arbeitslose mehr (APA) … wo sind die Hortens, Marteschitzs, Porsches und Piechs mit ihren Privatstiftungen u.s.w. lieber BK Sebaztian Kurz??

uomo23
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Es werden

auch viele Saison Arbeiter dabei sein, da die Schigebiete seit 15.3 geschlossen haben !

Balrog206
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Tja

Und es werden leider bestimmt noch mehr zu mindest für ein paar Monate ! Aber vielleicht sind ja in den geschützten Roten Werkstätten noch Stellen frei ! Ups die sind ja schon lange im Konkurs gewesen und gibts nicht mehr ! Was sagtest wegen Lüge 🤣🤣

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@Wuii

Danke! Das geistige Prekariat, das Türkis stützt kapiert das aber leider nicht!

Irgendeiner
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Ich will nochmals wissen warum meine Antworten auf

die inhaltslosen aber aber persönlich unterstellenden Wortspenden immer und sofort verschwinden und ich erinnere nochmals an die gültigen Regeln,es hat jedes seinen Platz,man lacht.

plolin
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Irgendeiner

Du checkst es noch immer nicht !

Irgendeiner
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Was denn ploli,

mach mich weise,ach ja Ploli, ich schau nicht nur, ich teste auch, ich bin kein Basti.

Aleister
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Wichtig ist....

das Kurz immer ins rechte Licht gerückt wird.

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Wuii

Kaputtsparen so sah die türkis-blaue Gesundheitspolitik aus. Die von Beate Hartinger-Klein FPÖ vorgenommene Zerschlagung der Gesundheitssektion war ein strategisch schwerer Fehler (Kleine Zeitung) und jetzt kriegen alle die Rechnung dafür präsentiert. Man hätte die 1,7 Milliarden Euro minus, die die Zusammenlegung der Gebietskrankenkassen auf eine ÖVP-Kurz ÖGK kostet, für effiziente Pandemiemaßnahmen einzusetzen und dafür das Gebietskrankenkassensystem den Arbeitnehmern lassen können, wie es hundert Jahre sehr gut funktioniert hat. Interessant wie Dr. Rendy-Wagner schon ab 24.Februar vor der Regierung alles schrittweise Prognostiziert hat und es der ÖVP-Kurz-Regierung trotzdem gelingt, ihr viel zu spätes Handeln, als Erfolg zu verkaufen.

 
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