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Coronavirus-Mobilmachung2.500 Zivildiener melden sich freiwillig, Heer beruft 3.000 Soldaten ein

Die Minister Köstinger, Tanner und Schallenberg berichteten über die enormen Herausforderungen: Sorgen bereiten insbesondere auch die Ausfälle von Pflegekräften in der 24-Stunden-Pflege und die Rückholung von 47.000 Österreichern aus dem Ausland, die Quarantäne erwartet.

CORONAVIRUS: PK  'MOBILISIERUNG VON MILIZ UND ZIVILDIENERN AUFGRUND DER AUSBREITUNG DES CORONAVIRUS': KOeSTINGER / TANNER
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Ministerin Elisabeth Köstinger, zuständig für den Zivildienst, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Außenminister Alexander Schallenberg traten um 17 Uhr vor die Presse.

Zivildienstministerin Elisabeth Köstinger sagte, oberstes Ziel sei es die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.  Es gelte Risikogruppen zu schützen und Menschen zu helfen, die Unterstützung brauchen Rettungswesen Krankenanstalten, Sozial- und Behinderteneinrichtungen seien enormen Belastungen ausgesetzt. Mit Blick auf Italien gelte es, rechtzeitig Maßnahmen zu treffen. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Pflegebedürftige oder ältere Menschen vernachlässigt werden, weil die Versorgung fehlt.“

Riesiger Bedarf an Zivildienern

Mehr als 2.500 Meldungen junger Männer zum außerordentlichen Zivildienst habe man bereits erhalten. Die Mails würden nun bearbeitet, die Betroffenen möglichst bald informiert. Man sei noch dabei, gemeinsam mit den verschiedenen Einrichtungen den konkreten Bedarf zu erheben.

Heute sei auch ein Brief an ehemalige Zivildiener versandt worden an jene, die im Gesundheitsbereich gearbeitet haben. Die Verlängerung der letzten Antrittstermine erfolge ebenfalls, sowie zum Teil eine Versetzung in prioritäre Einrichtungen.

Köstinger machte klar, dass insbesondere die 24-Stunden-Pflege große Sorge bereite, da viele Pflegekräfte nicht aus ihren Herkunftsländern zurückkehren werden. "Dort werden wir mit Zivildienern entlasten, damit die Menschen nicht von einem Tag auf den anderen die Unterstützung verlieren."

800 Soldaten in Supermärkten

Mit mehr als 800 Soldaten werden derzeit die Supermarktketten in den Lagern unterstützt. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bedankte sich bei ihnen für ihren Einsatz und betonte, die Versorgungssicherheit in Österreich sei gegeben.

Soldaten sind auch im Einsatz bei der Ages-Hotline sowie im Koordinierungsstab des Innenministeriums. Man unterstützt in Tirol beim Abreisemanagement & Co. Am Brenner werde, ausgestattet mit Schutzanzügen, Kontrollen durchgeführt. In den Landeswarnzentralen werde unterstützt, ebenso wie in Kärnten bei der Einreisekontrolle. Auch bei den Rückholaktionen werde unterstützt.

Gefordert sei in weiterer Folge auch die Miliz. "Ich bitte aber Abstand zu nehmen von Panikmache und fake news Die Einberufung erfolgt auf bekanntem Weg, per Post oder Rundfunk. Wir gehen davon aus, dass mit Mai 3000 Milizsoldaten in den Dienst gestellt werden", so Köstinger. Auskünfte zu Verlängerung von Grundwehrdienst und Einberufung der Miliz gebe es telefonisch über die Hotline 050201.

47.000 noch im Ausland

Österreicher stehe nicht nur im Inland vor außergewöhnlichen Herausforderungen, sondern auch im Ausland, berichtete Außenminister Alexander Schallenberg. "Gestern haben wir noch von 30.000 Österreicher im Ausland gesprochen, heute liegt die Zahl bei 47.000." Diese seien über den ganzen Globus verstreut, in mehr als 100 Ländern. Die Rückkehrer aus Risikogebieten müssten 14 Tage in Quarantäne, allen anderen werde freiwillige Quarantäne empfohlen.

Über Hubs werde man bestimmte Gebiete anfliegen, es gebe auch Kooperationen der Fluglinien untereinander. "Gemeinsam mit der AUA werden wir einen konkreten Flugplan erstellen, wo wir weitere Destinationen je nach Anzahl der gestrandeten Österreicher und Schwierigkeit bei der Rückkehr auflisten. Über Social Media, Botschaften, Konsulate werden wir die Flüge bekannt geben." Die Liste werde täglich ergänzt werden, man bitte aber auch darum, dass private Rückreisemöglichkeiten genützt werden.

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Danke für Ihr Verständnis.

athanasius
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Wie wäre es mit einem verpflichtenden Sozialhalbjahr für unsere Damen?

Das freiwillige soziale Jahr für die jungen Damen wurde bis dato in Österreich nie beworben, obschon seit über 30 Jahren und länger existent.
Vielleicht wäre dies eine Chance für unsere junge, holde Weiblichkeit, ihre Solidarität mit der männlichen Hälfte Österreichs, die zum Dienst einberufen wurden und werden, öffentlich zu zeigen.

Mein Graz
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@athanasius

Ich plädiere für die Einberufung von Männern UND Frauen.
Und jeder kann und MUSS selbst entscheiden (dürfen), welche Tätigkeit für ihn die richtige ist.

Nur weil man weiblich ist heißt das nicht, dass man für eine soziale Tätigkeit geeignet ist oder diese leisten will. Und wie man sieht kann auch das Bundesheer in Corona-Zeiten zu Hilfsdiensten herangezogen werden!

Gedankenspiele
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Da bin ich gespannt was da rauskommt.

Bis jetzt wurde zurecht darauf hingewiesen, dass die jungen Leute sich von den Alten fern halten sollen und jetzt schickt die Regierung 18-23 Jährige als Pflegeersatz zu den Pflegebedürftigen?

Die Regierung konterkariert ihre eigenen Anstrengungen.

unfassbar
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Welche...

Alternative können Sie anbieten ?
Die Bedürftigen alleine zuhause isolieren ?

Gedankenspiele
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Eventuell wäre es besser auf...

...ältere Freiwillige zu setzen, die bei diesem Virus Symtome entwickeln würden, als auf junge Menschen zu setzen, die nachweislich oft gar nicht merken, dass sie den Virus in sich haben und gerade weitergeben.

Mein Graz
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@Gedankenspiele

Wie viele ältere Freiwillige - die ab einem gewissen Alter ja auch nicht raus gehen sollen - gibt es, und wie viele betreute Personen?
Dazu kommen natürlich noch diejenigen, die nicht einer Betreuung bedürfen sondern der Pflege.

Gedankenspiele
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@Mein Graz

Seien wir ehrlich. Die Zivildiener einzusetzen ist nicht die intelligenteste Lösung, wohl aber die billigste.

Mein Graz
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@Gedankenspiele

Seien wir ehrlich: wo sonst soll man so viele Personen auftreiben.

Gedankenspiele
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@Mein Graz

Ich meine keine Personen, die selbst zur Risikogruppe gehören.
Alleine gestern haben sich beim AMS 16.000 Personen arbeitslos gemeldet. Das wird die nächsten Tage so weiter gehen.

Da würden sich sicher einige finden lassen, die nicht so eine große Gefahr für die Alten darstellen würden wie die jungen Zivildiener, selbst aber auch nicht zur Risikogruppe gehören.

Mein Graz
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@Gedankenspiele

Und wie viele dieser 16.000 Personen sind GEEIGNET, um ältere Menschen zu betreuen?

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@Mein Graz

Gute Frage.
In einer Ausnahmesituation, in der wir uns zweifelsohne befinden, können wahrscheinlich viele das Notwendigste machen und über sich hinauswachsen. Ich werde in dieser Notsituation kaum eine "komplette" Pflegeausbildung brauchen um helfen zu können und zu dürfen.
Es können plötzlich auch Jungärzte, die ihre Ausbildung noch nicht abgeschlossen haben, im Gesundheitswesen arbeiten und das ist gut so.

Mein Graz
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@Gedankenspiele

Hier geht es gar nicht um Pflege, sondern "nur" um Betreuung.
Nur ein paar Hinweise, was da alles hinein fällt:
- der gesamte Haushalt, mit Kochen, Wäsche waschen, komplette Reinigung der Wohnung, Bügeln, Einkaufen aller benötigten Waren usw.
- Hilfestellung bei täglichen Verrichtungen wie Körperpflege (Duschen), Haarpflege, Zähne (Prothesen) reinigen, Hilfe beim Ankleiden usw.
- darauf achten, dass der Betreute einen regelmäßigen Tagesablauf hat, also aufwecken, Nachmittagsruhe, zu Bett bringen
- auf gesunde Ernährung und genügend Flüssigkeitszufuhr achten
- Begleitung zum Arzt, Behörden- und andere Wege erledigen
- Haustiere versorgen
usw. usf.

Es hilft also kaum, wenn man jemanden zu einem blinden, fast tauben Senioren schickt, der mit der Situation umgehen kann aber die Bettwäsche nicht wechselt, oder jemanden, der zwar gut kocht aber keinen Draht zum Senioren entwickelt.

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@Mein Graz

Alle Punkte die Sie hier aufgezählt haben müsste ein Durchschnittsbürger auch zusammenbringen. Die bestreiten schließlich ihr eigenes Leben auch.
Ich sehe hier keinen Grund auf Zivildiener, die noch dazu eine Gefahr für die alte Generation darstellen, zurückzugreifen.

Mein Graz
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@Gedankenspiele

Müsste - ja.
Tuns aber nicht.
Z.B. ernähren sich viele selbst schon nicht gesund - wie soll er das anderen vermitteln? Oder halten die eigenen 4 Wände schon nicht sauber - und dann soll er eine fremde Wohnung putzen?

Manchen drehst es beim Anblick einer fremden Prothese den Magen um, anderen bei einer vollen Windel, und manche schaffen es kaum, ein Katzenklo zu putzen.

Zu alledem kommt natürlich, dass eben nicht jeder geeignet ist mit Senioren zu arbeiten, es ist schön, aber auch psychisch fordernd.

Auch ich hab mir mal gedacht, kann doch nicht so schwierig sein, die eigenen Mutter zu versorgen. Ich habs mehrere Jahre gemacht, mit zunehmendem Alter der Mutter wurde es immer schwieriger und auf Dauer hab ichs nicht geschafft - ich wäre psychisch zugrunde gegangen, hätte ich keine Betreuerin bekommen.

Gedankenspiele
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@Mein Graz

Ich gebe Ihnen in ALLEN Punkten recht.

Aber das was Erwachsene offensichtlich nicht schaffen, sollen 18-23 Jährige Männer schaffen?
Ist dann halt auch eine gewagte These.

Was ich halt auch nicht verstehe:
Letzte Woche wurde Kurz dafür (zurecht) gelobt, die Jungen von den Alten fern zu halten und diese Woche schickt er sie zu ihnen in die Wohnung. Da passt etwas nicht.
Bin gespannt wer da die Verantwortung trägt, sollte ein Zivildiener eine Pflegebedürftige Person anstecken. Frau Köstinger wahrscheinlich nicht.

Mein Graz
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@Gedankenspiele

Viele Zivis sind (bzw. waren) im Gesundheitsbereich eingesetzt, etwa bei Rettung, in Pflegeheimen, bei Sozialdiensten. Gerade diesen jungen Männern ist die Arbeit mit Menschen und Senioren bekannt - das sollte man nicht vergessen.

Ich kann mir auch vorstellen, dass Zivis, die bei älteren Menschen eingesetzt werden sollen vorher getestet werden. Alles andere wäre fahrlässig.

Mein Graz
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@Gedankenspiele

Meine Mutter hat 24-Stunden-Betreuung. Wir haben 2 äußerst nette und kompetente Damen aus Bulgarien, die für uns schon fast Familienmitglieder sind, die sich in reizender Weise um Mama kümmern. Sie wechseln sich im 5-Wochen-Takt ab.
Ob der nächste Wechsel zustande kommt steht derzeit in den Sternen.
Wir haben das Glück, dass beide Damen auch einen zweiten Turnus hintereinander übernehmen würden, was allerdings für die jeweilige Dame finanzielle Nachteile bringt (Kosten für die Agentur in Bulgarien).

Jetzt gibt es allerdings viele, wo diese Verlängerung nicht möglich ist und die Betreuungsperson nach Hause fährt, ohne dass wieder jemand kommt. Und was dann? Dann steht die betreute Person und deren Familie vor der Situation, dass NIEMAND da ist, der betreut! Für kurze Zeit kann das wahrscheinlich die Familie abdecken, aber für mehrere Wochen geht das nicht!

Den Ansatz, Zivildiener für Betreuung einzusetzen finde ich gut, wen könnte die Regierung denn sonst heranziehen? Es gibt niemanden der einspringen könnte und es bleiben wieder einmal unsere "Alten" auf der Strecke!

Gedankenspiele
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@Mein Graz

Ich verstehe die Situation, die Sie schildern sehr gut.

Ich denke mir nur, es kann keine gute Idee sein, wenn genau jene, die oft nicht mal Symptome etwickeln, den Virus aber trotzdem weitergeben, zu den gefährdetsten Leuten geschickt werden.

Zuerst sagt man, die Enkel sollen auf keinen Fall die Großeltern besuchen und jetzt schickt man genau diese zu ihnen?

Da wurden eben die Effekte der Grenzschließung etwas unterschätzt.

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Sozialhilfeempfänger und Arbeitslosengeldbezieher

Aus dieser Gruppe sollten alle gesundheitlich und geistig fähigen Menschen ebenso zu Hilfseinsätzen bei sonstiger Streichung der Bezüge herangezogen werden.
Es wäre mehr als fair wenn diese der Allgemeinheit jetzt für ihre Geldzuwendungen einen Dienst erweisen.
Man sollte es sich nicht so einfach machen und nur die Zivis und Rekruten zwangsverlängern, welche sowieso schon 6 bzw 8 Monate Dienst am Staat bzw für die Allgemeinheit geleistet haben.

medikus60
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@spiritoffreedom, die Wortwahl ist nicht besonders glücklich. "Herangezogen werden"

Also da sind wir dann nicht mehr weit weg vom "Dritten Reich". Zwangsweise Personen zur Arbeit verdonnern, ansonsten Entfall der Bezüge. Das haben wir ohnehin, dass jemand gem. § 11 ALVG (Arbeitslosenversicherungsgesetz) für mindestens 4 Wochen die Unterstützung verliert, wenn er ohne triftigen Grund die Arbeitsaufnahme verweigert oder vereitelt. Wenn sich eine Person freiwillig meldet, okay. Wenn das AMS vermittelt, da eine Stelle frei ist, auch okay, aber "heranziehen", das ist wohl nicht die richtige Vorgehensweise und wird es mit Sicherheit auch nicht geben! Aber ein Tipp. Sie werden nicht sehr viele arbeitslose Pfleger, Pflegegelder, Kenkenschwestern oder Sanitäter finden und das wären die einzigen die helfen könnten. Alle anderen sind gleich qualifiziert wie jeder Zivildiener. Außerdem was meinen Sie mit Geldzuwendungen. Sagt ihnen die Bezeichnung Arbeitslosenversicherung etwas? Nur wer einmal gearbeitet hat, nur wer einmal einbezahlt hat, bekommt Arbeitslosengeld, bezahlt aus der Arbeitslosenversicherung! Das sind keine Almosen, sondern dafür wurde Versicherung einbezahlt. Es käme Niemand auf die Idee zu sagen, jetzt müssen sie Auto reparieren gehen, nur weil sie aus der Kasko € 5.000.- bekommen haben. Dies ist eben bei einer Versicherung so, auch bei der Arbeitslosenversicherung. Diese bekommt man nicht geschenkt.

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Kurze Replik

Zivis und Rekruten werden zwangsverpflichtet, dies ist gleichbedeutend wie herangezogen.
Natürlich ist das Arbeitslosengeld eine Versicherungsleistung, so detailliert wollte ich vorhin nicht posten, wahr ist allerdings auch, dass das Arbeitslosengeld von der Versicherungsleistung aller Arbeitnehmer (mit ein paar Ausnahmen)bestritten wird, quasi als Solitarleistung zu sehen ist wo viele fleißige nie bzw. selten etwas beziehen und dafür immer wieder arbeitsunwillige, dievviel aus diesem Topf herausnehmen.
Bei den Notstandshilfebezieher, bzw Sozialhilfeempfänger sind wir uns wahrscheinlich einiger.
Es liegt mir fern hier zu hetzen, aber warum wird hier immer auf die wehrloseste Gruppe zurückgegriffen, Zivis und Rekruten sind rechtelose und wehrlose Sklaven des Staates.

medikus60
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Nein @spiritoffreedom, sie vergessen einen wichtigen Punkt! Es müssen gesetzliche Möglichkeiten existieren!

Erstens, spiritoffreedom, wurde bisher noch kein einziger Zivildiener Zwangsverpflichtet. Es würden eigentlich die meisten Präsenzdiener dann zwangsverpflichtet, weil die wenigsten jungen Männer gerne zum Herr gehen, aber wir haben nun'mal eine WehrPFLICHT. Früher was der Wehrdienst 8 Monate, 6 Monate musste man ununterbrochen "dienen", die restlichen 2 Monate wurden mit Übungen erreicht. Heute haben wir 6 Monate, wobei Übungen nach den 6 Monaten freiwillig gemacht werden. Achtung! Wenn zu wenig Freiwillige für Übungen gemeldet sind, kann der Wehrpflichtige zur Leistung von Milizübungen verpflichtet werden. Dies hat man jetzt gemacht, indem der Dienst für ca. 3 Wo. verlängert wurde. Das ist einmal die gesetzliche Grundlage. Das Argument, dass alle ALV zahlen geht ins Leere, da dies das Prinzip jeder Versicherung ist. Der Krankenversicherung, auch der Lebensvers. usw.. Jetzt komme ich zu einem Ihrer Argumente, das eigentlich gar keines ist. Wenn jemand die Arbeitslose beendet hat und in die Notstandhilfe über geht, oder womöglich schon als langlanglangzeit Arbeitsloser in der Sozialhilfe (Mindestsicherung) ist, glauben sie, dass der die Voraussetzungen zu eine professionellen Pflege mitbringt? Ich bin mir sicher, dass Sie kein Hetzer sind und im ersten Moment hört sich so manches super an, aber es ist sehr schwer Wünsche umzusetzen. Fakt ist, das von Denjenigen die qualifiziert wären, zu wenige beim AMS vorgemerkt sind. In der Sozialhilfe befinden sich schon überhaupt keine!

heinz090
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Kollektivverhandlungen

.. Und wenn die Krise hoffentlich gut überstanden ist, gehe ich stark davon aus, dass keine weiteren Verhandlungen hinsichtlich des Kollektivvertrages notwendig sein werden!!!

athanasius
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Bzgl EB Miliz und Zivildienst

Wenn
A) die dzt Rekruten und Zivis verlängert werden und
B) 3000 Zivis sowie gleichviel Milizsoldaten mit Mai 2020 einberufen werden, heißt dies im Klartext
Peak Anfang Mitte Mai.

eduma
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24 Stunden Pflege

Wie soll 24 Stunden Pflege mit Zivildienern funktionieren??? Ständig anwesend? Über Nacht anwesend?

medikus60
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@eduma, bessere Lösung parat? Oder nur motzen, ohne Lösung anzubieten.

Was soll man machen, wenn die Grenzen zu sind und die Menschen nicht kommen können. Ich habe auch Verständnis für Frauen und Männer, die in dieser Zeit lieber bei Ihrer Familie sind. Jetzt, sofort, kann die Regierung keine Kaninchen aus dem Hut zaubern. Auf alle Fälle ist mir ein Zivildiener, der sich FREIWILLIG gemeldet hat und sicherlich bemüht ist lieber als NIEMAND! Wenn Sie eine bessere Lösung haben, dann bitte, wir hören! Für die Zukunft sollte, welche Regierung auch immer, endlich dieses Problem angegangen werden. Ordentliche Löhne, annehmbare Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten und dann werden sich auch genügend Österreicher/innen finden, die diesen Beruf ergreifen und man ist nicht auf die Billigkräfte aus Osteuropa angewiesen.

 
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