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Ausbau der IntensivbettenAnschober: Es wird keine Ausgangssperren geben

"Nach allen jetzigen Einschätzungsmöglichkeiten" werde es keine Sperren geben, so der Gesundheitsminister, der auf ein baldiges Medikament hofft.

Anschober
Anschober © APA/HERBERT PFARRHOFER
 

Trotz der drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus schließt Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) Ausgangsperren in Österreich für die Zukunft aus. Das sagte er im Interview mit dem Ö1-Mittagsjournal am Samstag. Überdies kündigte er den Ausbau von Intensivbetten und Unterkünften für leichtere Fälle, etwa in leer stehenden Hotels, an.

Einmal mehr argumentierte der Gesundheitsminister die Strategie der Regierung, dass die Bevölkerung zum jetzigen Zeitpunkt ihre sozialen Kontakte herunterfahren soll, um die Zahl der Neuansteckungen zu minimieren. Ausgangssperren für die Zukunft schließt er allerdings aus - "nach allen jetzigen Einschätzungsmöglichkeiten."

"Strategie des Zeitgewinns"

Die "Strategie des Zeitgewinns", wie Anschober es nennt, hat mehrere Gründe. Die exponentielle Anstiegskurve bei den Erkrankungen - derzeit liegt sie täglich bei 40 bis 50 Prozent - solle nämlich soweit gedämmt werden, dass "der Höhepunkt der Entwicklung in einen Zeithorizont kommt, wo wir erstens möglicherweise ein Medikament haben, das direkt spezifisch angewendet werden kann und wir auch die Grippewelle, die nach unseren Erfahrungen immer circa Ende März abflacht, überstehen und übertauchen". Derzeit gebe es in Österreich rund 100.000 Menschen mit Grippe oder grippeähnlichen Erkrankungen.

Der Gesundheitsminister ist übrigens überzeugt, dass zuerst ein Medikament auf den Markt kommen wird. Mit einer Impfung rechnet er erst später: "Ich wäre wirklich sehr, sehr glücklich, wenn es die Impfung bis Jahresende, Anfang des nächsten Jahres geben würde. Das sind die Prognosen, die uns seitens der Wissenschaft vorgelegt werden."

Kritik an Frankreich und Deutschland

Was die Situation in Österreichs Spitälern anbelangt, so versicherte Anschober, dass mit Voraussicht gehandelt werde - beispielsweise mit dem schonenden Umgang von Ressourcen, etwa durch die Verschiebung nicht notwendiger Operationen. Geplant sei auch der ausreichende Einkauf von Schutzmaterial, wie beispielsweise Schutzbrillen. Doch das sei ein Problem, da der Weltmarkt im Augenblick "leer" ist. In diesem Zusammenhang kritisierte er auch das Vorgehen Deutschlands, das ebenso wie Frankreich ein Exportverbot für diese Materialien verhängt hat. "Aus meiner Sicht geht das nicht. Das ist völlig unsolidarisch."

Zumindest sei es gelungen, dass es nun in Deutschland einen Erlass gebe, der vorsehe, "dass die Lkw, die schon an der Grenze stehen voller Gesichtsmasken für Österreich, dass die jetzt über diese sogenannte Grenze innerhalb der Europäischen Union fahren können und die Zulieferung zu den Spitälern ermöglicht wird".

Intensivbetten: Keine konkreten Zahlen

Ein weiteres Thema des Interviews war die Anzahl Intensivbetten, die es in Österreichs Spitälern gibt - konkret auch, wie viele Normalbetten in Intensivbetten umgewandelt werden können. Details dazu konnte Anschober noch nicht liefern. Man sei gerade in der Erhebung, die bis auf ein paar ausstehende Zahlen im Wesentlichen abgeschlossen sei. Nichtsdestotrotz gab es eine Veranschaulichung: Auf die Frage, ob man davon ausgehen könnte, dass es österreichweit 1.400 Intensivbetten seien, nachdem in Wien 700 bereitgestellt werden könnten, antwortete er: "Es werden mehr sein, um die es geht. Jedes zusätzliche Bett ist ein Gewinn und ein Erfolg. Deswegen arbeiten wir auf Länderebene derzeit ganz intensiv daran, dass wir diese Strukturen aufstocken und wir unterstützen sie aber auch, diese neuen Strukturen zusätzlich zu schaffen."

Der Minister veranschaulichte, dass es sich dabei nicht nur um Spitäler handeln muss: Es gebe Bereiche und Flächen, die jederzeit umgebaut werden könnten, verwies er auf die Vorgehensweise Wiens, wo die Messe in ein Betreuungszentrum für leichte Erkrankungsfälle umfunktioniert werden kann. In anderen Bundesländern könnte dies beispielsweise ein leer stehendes Hotel sein: "Da wird es unterschiedliche Lösungsansätze geben - wichtig ist, dass wir jetzt ausreichend Potenzial schaffen."

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Danke für Ihr Verständnis.

AndiK
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Jo Herr Minister

und jetzt ???

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Gotti1958
1
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Andik

Ja ja, dein Kickl hätte es sicher besser gemacht, gell! Der hätte das Virus schon an der Grenze mit Waffengewalt aufgehalten.

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limbo17
6
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Das ist eine Lüge!

Es wird Ausgangssperren geben!
so sicher wie das Amen im Gebet!

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redniwo
1
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Keine Ausgang Beschränkung

Ich würde mir wünschen, die Empfehlung der Regierung "es gibt nur 3 Gründe.." sollte umgehend zu einer Anordnung werden. In der Praxis Stelle ich fest, dass viele Leute es mittlerweile als Sport auffassen, wo kann man nach 15uhr noch Kaffee und kuchen bekommen, wer weiß ein beisl wo man sich zum bier zusammenhockt. Ich glaube Spanien ist da realistischer.

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tomtitan
5
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PERFEKT - gerade jetzt der Richtige Mann

am richtigen Ort!

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Tyche
2
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Keine Ausgangssperren?

... noch

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chrispap
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Casinos offen ???

In der Steiermark gibt es mehrere Panther Gaming Casinos,dürfen diese ab Montag geöffnet sein??? Habe gehört das sie offen haben,wenn das stimmt verstehe ich nicht warum... oder ist Spielen lebensnotwendig??? Auch kann sich dort kein Schnitzerl kaufen oder dergleichen

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Lodengrün
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Der gute Mann

agiert kompetent, zielgerichtet, uneitel und ruhig. Man hat ein gutes Gefühl für die wahrlich alles andere als leichte Aufgabe. Ich sage Dank von meiner Seite.

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Zapfenstreich
9
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Jetzt stellen wir uns vor,

die Hartinger-Klein wäre noch am Ruder. Das würden wir alle nicht wissen wollen was diese Dame in dieser Situation aufführen würde.

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JK1976
21
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Immer das gleiche geschwaffel

Sonst nix im Talon?

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Lodengrün
4
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Dieses G(!)eschwafel

wird sich nicht so schnell beruhigen. Diese planlose, selbstherrliche Dame hat mehr kaputt gemacht als gerichtet.

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satiricus
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Guten Morgen, Frau Ex-Ministerin!

Und eine 'gebildete' Frau wie Sie sollte eigentlich wissen, dass es 'Geschwafel' und nicht 'geschwaffel' heisst.

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gesss777
7
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Ibiza

Wir können echt froh sein, dass Rudi Anschober die Zügel in der Hand hat. Gar nicht auszudenken, wenn die FPÖ bzw. der Zahntechniker noch in Amt und Würden wären 😂- eine heillose Überforderung wäre der Fall.

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JK1976
17
5
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Der Rudi Anschober betet das hinunter was ihm vorgelegt wird.

Soviel zu ihrem Gesundheitsexperten

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JK1976
20
4
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Der Rudi Anschober betet das hinunter was ihm vorgelegt wird.

Soviel zu ihrem Gesundheitsexperten

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grazspotter
3
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Nach allen jetzigen Einschätzungsmöglichkeiten

Das ist schon klar, schließt aber Ausgangssperren für die Zukunft nicht aus.
Nach Italien scheint auch Spanien jetzt zu dieser Maßnahme zu greifen und wenn sich die Situation in Österreich verschlimmert, wird auch unsere Regierung eine derartige Entscheidung (nach erforderlichem Parlamentsbeschluss) treffen. Ist natürlich eine extreme Maßnahme, die aber bei einem Worst-Case-Szenario unumgänglich ist. Vielleicht haben wir aber auch Glück.....

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redniwo
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Flüge aus Spanien

Da passt was nicht. Flüge aus Spanien direkt nach Österreich gibt es nach wie vor.

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