Radikaler Islam an Schulen Lehrerin: "Warum ich nicht mehr schweigen kann"

Susanne Wiesinger, Lehrerin an einer Neuen Mittelschule in Wien-Favoriten, erzählt vom Alltag in ihrer Brennpunktschule: von Konflikten mit muslimischen Kindern, vom Schweigen ihrer Vorgesetzten und der Politik. Ein Auszug aus dem Buch "Kulturkampf im Klassenzimmer", das am Montag im QVV-Verlag erscheint.

"Die Religion hatte unsere Schule im Griff"
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Am 7. Jänner 2015 verübten zwei Islamisten einen Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris. Elf Menschen wurden dabei getötet. Weltweit gingen Menschen auf die Straße und bekundeten ihre Solidarität mit den Opfern mit dem Spruch „Je suis Charlie“. Politiker aus aller Welt verurteilten den Anschlag.

Nicht so meine Schüler. Viele meiner Schüler feierten die Attentäter wie Helden. Die Opfer spielten für sie keine Rolle.

An diesem Tag wurde mir bewusst, wie stark der konservative bis fundamentalistische Islam unsere Schüler beeinflusst, wie sehr diese Religion die Gedanken der Kinder beherrscht. Ich erkannte, wie weit die Mehrheit in der Schule von den Werten, die wir Lehrer ihnen zu vermitteln versuchten, entfernt war.

"Wir müssen die Ehre unseres Propheten verteidigen"

Die Ursachen für diesen Terroranschlag waren für viele Schüler in der Politik Israels und der USA zu suchen – und besonders in der Beleidigung des Propheten Mohammed durch Karikaturisten. „Wer den Propheten beleidigt, hat den Tod verdient. Wir Muslime müssen uns gegen den Westen verteidigen. Niemand darf unseren Propheten lächerlich machen. Wir sind dadurch alle beleidigt und müssen die Ehre unseres Propheten verteidigen.“

 

Das waren nur einige von vielen Aussagen, die mich nachdenklich bis beunruhigt zurückließen. Viele Mädchen haben geweint. Sie hatten Angst, dass ich sie jetzt nicht mehr mögen würde, weil sie Muslime sind. Die Buben gingen mit der Situation vollkommen anders um: Sie waren wütend, gereizt und aggressiv. Doch je länger wir mit den Jugendlichen diskutierten und versuchten, auf sie einzuwirken, umso mehr stellten sie ihre islamistischen Sympathien und Theorien infrage. Zumindest für den Moment. Am Ende blieb meist die Vorstellung: Das waren keine Muslime wie wir. Denn wir tun so etwas nicht.

Dieses Erlebnis führte mich zu der Frage: Woher kommt die ablehnende und aggressive Haltung dieser Jugendlichen gegenüber unserer Gesellschaft? Eigentlich wollen diese Kinder ja zu uns gehören und die Freiheiten unseres westlichen Lebensstils genießen. Aber sie können nicht. Es gibt eine Kraft, die sie zurückhält, die stärker ist als alles andere: ihr muslimischer Glaube. Er kontrolliert und lenkt sie.

 

Foto © KK

"Religion hatte unsere Schule im Griff"

Ich konnte diese Vorfälle nicht mehr als bedauerliche Einzelfälle abtun. Es ging nicht mehr. In meiner Schule hatte sich etwas Grundlegendes verändert, und ich empfand ein wachsendes Unbehagen bei dem Gedanken, dass der Islam für viele Schüler das Wichtigste in ihrem Leben geworden war. Religiöse Gebote und Verbote beherrschten ihr Denken.
Sie gehorchten ihrem Glauben. Alles andere musste sich unterordnen. Die Religion hatte unsere Schule im Griff.

Das ging so weit, dass diese Schüler mit unserer Kultur nichts zu tun haben wollten, sie hassten und sie immer mehr auch aktiv bekämpfen wollten. So wie die „Charlie Hebdo“-Terroristen, die genau deswegen von ihnen bewundert wurden. Die Anschläge von Paris waren bei uns in der Schule noch sehr lange Thema. Im Lehrerzimmer diskutierten wir intensiv und emotional miteinander, besonders über die Reaktionen unserer Schüler.

"Viele Lehrer scheuen sich, Kritik am Islam zu üben"

Sosehr alle über die ausdrücklichen Sympathiebekundungen entsetzt waren, wirklich überrascht war niemand. Die Veränderungen in den Jahren zuvor waren zu offensichtlich. Viele muslimische Schüler und deren Eltern hatten eine immer fundamentalistischere und radikalere Richtung eingeschlagen. Viele meiner Kollegen hatten die Veränderung auch gespürt, wagten dennoch nicht, offen darüber zu sprechen. Bis heute scheuen sich viele Lehrer, Kritik am Islam zu üben. Der Grund des Schweigens liegt in einer Verwechslung von Akzeptanz und Toleranz sowie der Sorge, als überfordert und islamophob diffamiert zu werden.
Dabei sind die Hinweise auf diesen religiösen Wandel nicht zu übersehen.

Viele unserer Schüler entglitten uns zunehmend in die Welt des Glaubens. Wir konnten sie dorthin nicht begleiten. Zurückhalten konnten wir sie auch nicht. Die Gräben zwischen uns wurden größer, und wir kamen immer weniger zu ihnen durch. Jeder weitere islamistische Terroranschlag erhärtete den Verdacht: Immer mehr muslimische Schüler haben Verständnis für diese Gräueltaten. Die Sympathien für die Attentäter sind stärker als das Mitleid mit den Opfern.

"Es ist zu stark. Wir sind zu schwach."

Lehrer und Schüler leben in zwei völlig verschiedenen Welten, die nicht miteinander vereinbar sind. Und wir Lehrer haben das akzeptiert. Was bleibt uns anderes übrig? Wir haben nicht mehr die Kraft, gegen dieses religiöse Gedankengut unserer Schüler anzukämpfen. Es ist zu stark. Wir sind zu schwach.

Der Stadtschulrat (SSR) für Wien machte sich offenbar zum Zeitpunkt der Pariser Anschläge noch keine großen Sorgen über die Radikalisierung junger Muslime in Österreich. Frankreich sei ein anderes Land mit einer anderen Geschichte und zum Glück nicht einmal ein Nachbarland Österreichs. Bei uns schien, zumindest für den Stadtschulrat und die Wiener Stadtpolitik, Integration zu funktionieren.

Natürlich gab es Beispiele gelungener Integration. Man konzentrierte sich allerdings nur auf diese und übersah dabei die immer größer werdenden Brennpunkte. Als Sozialdemokratin war auch ich jahrelang davon überzeugt gewesen, dass Integration in jedem Fall gelingen müsste. Es braucht nur genügend Ressourcen und die Akzeptanz der österreichischen Mehrheitsgesellschaft. Diese Einschätzung teile ich heute nicht mehr.

"Über Jahre stieß ich auf Unverständnis"

Schon damals sprach ich meinen Dienstgeber und die Lehrergewerkschaft auf das Thema „Politischer Islam in der Schule“ an. Bei beiden stieß ich über Jahre auf Unverständnis und Desinteresse. Oft auch auf Kritik und Ablehnung. Nachdem sich die Anschläge in Europa wie auch die Vorfälle mit radikalisierten Jugendlichen an Schulen gehäuft hatten, fanden dann schließlich doch einige Veranstaltungen zur Deradikalisierung an Schulen statt. Ich war mit keiner wirklich zufrieden. Die vortragenden Referenten vermittelten mir stets den Eindruck, das Problem nicht verstanden zu haben: „Ändert euch und akzeptiert die Welt, in der eure Schüler leben, wie sie ist. Dann wird Integration gelingen.“

Eine realitätsfernere und naivere Meinung konnte man nicht haben. Ich sollte akzeptieren, dass diese Jugendlichen die religiösen Gesetze unseren weltlichen vorziehen? Ich sollte mich damit abfinden, dass Mädchen nicht schwimmen gehen dürfen und mit Einsetzen ihrer Periode in einer Moschee nach einem passenden Ehemann gesucht wird? Ich sollte zusehen, wie muslimischen Schülern unser kulturelles Leben vorenthalten wird, weil es in den Augen ihrer Eltern haram (religiös verboten) ist?
Einwände vonseiten der Lehrer, die Probleme bei der Integration könnten auch an den Familien und muslimischen Communitys liegen, wurden mit der moralischen Überlegenheit der Vortragenden weggewischt. „Lehrer müssen mehr Selbstreflexion betreiben. Die Türken sind ein stolzes Volk.

"Sie wollten nicht glauben, was ich ihnen erzählte."

"Das Fasten im Ramadan ist wichtig für Muslime." Derartige Aussagen veranlassten mich, bei den Deradikalisierungsexperten in unseren Seminaren nicht unbedingt Verständnis zu erwarten. Also versuchte ich mein Glück im privaten Umfeld. Doch auch meine Freunde und Bekannten, allesamt bürgerliche Linke, zeigten wenig Interesse an diesen Entwicklungen. Sie wollten nicht glauben, was ich ihnen erzählte. Ich versuchte in einigen Gesprächen zu erklären, dass muslimische Schüler nicht nur im Internet, sondern sehr wohl auch in ihren konservativen Moscheen und Verbänden bei uns in Österreich radikalisiert werden.

Diese Gespräche über Integrationsprobleme führten meist zu Vergleichen mit der katholischen Kirche oder zu positiven Berichten über Reisen durch muslimische Länder, natürlich aus der Jugendzeit. Der beste Beweis für gelungene Integration war dann letztendlich der Brunnenmarkt in Wien, ein türkischer Straßenmarkt, wo man so schön Kaffee trinken und billig einkaufen kann. Angesichts dieser Ignoranz zog ich mich auch im privaten Umfeld immer weiter zurück.

"Am nächsten waren mir meine Lehrerkollegen"

Bis heute ist es mir unverständlich, warum Linke den konservativen Islam verteidigen. Jahrelang haben dieselben Linken die katholische Kirche – zu Recht – kritisiert und ihre Anhänger abfällig als „Kerzlschlucker“ bezeichnet. Als Ansprechpartner für meine Schulprobleme blieben nur noch Familienmitglieder und engste Freunde. Am nächsten waren mir aber immer meine Lehrerkollegen. Nur sie verstanden, was wirklich an Brennpunktschulen passiert. Nur sie bekamen mit, unter welchem furchtbaren Druck viele unserer muslimischen Schüler stehen und wie zerrissen sie sind. Nur mit meinen Kollegen konnte ich auch die schlimmsten Ereignisse besprechen; manchmal zynisch und desillusioniert.

Lange Zeit hielt ich mich an die Vorgabe des Dienstgebers und sprach in der Öffentlichkeit nicht über die Probleme an Wiener Schulen. Die Amtsverschwiegenheit schob ich ehrlich gesagt nur vor. Der Hauptgrund war die Sorge, in die Nähe von rechtskonservativen Parteien gerückt zu werden. Einerseits entspricht das nicht meiner politischen Haltung. Andererseits könnte das zusätzliche Isolation im beruflichen wie im privaten Leben bedeuten. Das wollte ich unbedingt vermeiden. Also schwieg auch ich lange Zeit.

Mein gesamtes Erwachsenenleben stand ich dem linken Rand der Sozialdemokratie nahe. Ich empfand die Aussicht, in die Nähe einer rechten Partei gerückt zu werden, als bedrohlich. Und so besprach ich Probleme nur mehr mit Kollegen, die mit ähnlichen Situationen an ihren Schulen konfrontiert waren.

"Der Druck des Stadtschulrats wurde immer größer"

Wir diskutierten zum Beispiel die Motivation von Schülern, Wildschweine zu quälen und zu töten und die verharmlosende Reaktion ihrer Eltern. Wir unterhielten uns darüber, warum unsere Schüler den Ehrenmord an einer afghanischen Schülerin verteidigten und warum Mädchen meinten, ihre Familie müsste sie töten, wenn sie einen Christen heiraten.

Natürlich suchte ich in vielen Fällen auch das Gespräch mit meinem Dienstgeber. Leider nur mit geringem Erfolg. Dies machte die Arbeit mit vielen unserer Schüler nicht unbedingt einfacher. Als ÖVP und FPÖ im Dezember 2017 an die Regierung kamen, wurde der Druck des Stadtschulrats, der Gewerkschaft und auch der moralische Druck des privaten Umfelds, nicht über Integrationsprobleme – schon gar nicht von Flüchtlingskindern – zu sprechen, noch einmal erhöht.

Meine Frustration darüber war, ehrlich gesagt, manchmal größer als jene über die neue Regierung. Anfang Jänner 2018 ging ich zur Abschlusskundgebung der großen Demonstration gegen die neue türkis-blaue Regierung auf dem Heldenplatz in Wien.

"Wir werden Kopftuch tragen"

Als Sozialdemokratin kritisierte ich den geplanten Abbau im Sozialsystem, das war meine Hauptmotivation, hinzugehen. Ich lauschte einer Rednerin, die uns Demonstranten aufforderte, unsere Körper schützend vor alle Moscheen zu werfen. Tosender Applaus um mich herum! Frauen mit netten Transparenten riefen spontan: „Wir werden Kopftuch tragen!“ Ich war in diesem Moment wie erstarrt und fühlte mich wirklich einsam. Ich musste die Demo fluchtartig verlassen.

Natürlich darf kein Mensch aufgrund seiner Religionszugehörigkeit diskriminiert werden. Meine Gedanken waren aber auch: Würden diese jubelnden Demonstrantinnen ihre Körper auch vor Moscheen werfen, mit deren Hilfe meinen Schülerinnen ein Ehemann vermittelt wird? Werfen sie
den Körper auch vor jene Moscheen, die den Koran über unsere Verfassung stellen, die unsere Jugendlichen daran hindern, sich in die österreichische Gesellschaft zu integrieren? Wirft eigentlich irgendjemand von diesen aufgeklärten und toleranten Linken seinen Körper vor ein Mädchen, dem mit Mord gedroht wird, wenn es aus starren patriarchalen Familienverhältnissen ausbrechen will?

"Sie wollen wiedergewählt werden"

Die Ignoranz der Sozialdemokraten in meinem beruflichen Umfeld gegenüber Problemen mit muslimischen Schülern sehe ich rein pragmatisch: Sie wollen wiedergewählt werden und ihre Posten behalten. Deswegen darf es kein Problem geben, für das sie verantwortlich gemacht werden können.

Die Ignoranz im privaten Bereich ist dagegen von romantischen Vorstellungen geprägt: Links ist gut, rechts ist böse. Und wir Linken sind die Retter der Unterdrückten. Hinterfragen ist oft schon zu mühsam. Das Leben soll einfach und schön sein. Beides erhöhte den Druck in mir, über die wirklichen Probleme muslimischer Schüler zu sprechen. Denn für mich gehören sie zu uns, und darum muss sich eine Mehrheitsgesellschaft ihrer Probleme annehmen.

Ich bin heute davon überzeugt: Was den betroffenen Kindern und Jugendlichen am meisten schadet, sind falsche Toleranz und Stillschweigetaktik gegenüber dem radikal-konservativen Islam.

Kommentare (99+)

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mateya
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Warum ich nicht mehr schweigen kann"

Genau so wie es euch Lehrerinnen geht, geht es auch uns, den Krankenschwestern. Wir werden tagtäglich mit Situationen konfrontiert, bei denen man jemandem bei der Körperpflege nicht behilflich sein darf, weil ich/wir katholisch und/oder eine Frau bin/sind. Weder das Verabreichen von Medikamenten, noch die Wundversorgung durchzuführen wird uns gestattet. Ich bin mir sicher, dass sehr viele unterschiedliche Berufsgruppen davon betroffen sind.

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schandopr
1
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integration

Hat man überhaupt jemals Moslems gefragt, warum sie in Österreich leben wollen? Auf Grund dieser Antworten müsste doch erkennbar sein, ob sie sich wirklich für Österreich interessieren; denn ein Moslem/ Moslima fühlt sich seiner/ihrer und nur seiner/ihrer Religion verpflichtet; und ich habe den Eindruck, dass die Wahhabiten die Absicht haben, durch langsames Untergraben einer Gesellschaft Oberhand zu gewinnen, auch wenn sie vom Fortschritt der westlichen Gesellschaft profitieren. Wir sind doch ihrer Meinung nach schuld am Niedergang ihrer einstmaligen intellektuellen Überlegenheit, denn für einen Moslem ist immer (!) jemand schuld, auch wenn es Schicksal genannt wird. Seine Schuld wird er/sie nie zugeben, das verbietet die Ehre.

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wischi_waschi
1
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Mutig

Also ich finde die Beurteilung der Lehrerin ein "Muss".
Ich bin natürlich eine Generation , die mit diesen Problem nicht konfrontiert wurde, aber von der jüngeren Generation wurde
mir fast das gleiche gesagt, wie eben Frau Wiesinger den Fall beschreibt.
Wir können Frau Wiesinger, nur dafür Danken , das Sie damit in die Öffentlichkeit gegangen ist.
Hut ab!!!!

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marioschierl
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Völlig glaubwürdig

und null reißerisch, eher um Verständigung bemüht, in keinem Maße feindlich gesinnt und keinesfalls in irgendeiner Weise zur Zweckentfremdung von links und rechts geeignet, finde ich die Schilderungen dieser mutigen Frau.

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Woadaggl
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In welchen Buchhandlungen bekommt man das Buch...

... von Frau Wiesinger?

Ich muss es s o f o r t haben!

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cockpit
47
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Die Frage, die sich mir stellt ist die?

Will sie wirklich Missstände aufzeigen, oder mit dem Buch nur Geld verdienen?

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Sam125
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Cockpit

Das kann ich Ihnen gerne beantworten! Frau Wiesinger spendet das Geld für Integrationsprojekte!

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docholliday
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Eigenartiges denken

Nachdenken und aufmerksam lesen, dann finden sie es heraus

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SoundofThunder
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🤔

Ich hätte ein paar Fragen : Wer wollte in der Volksschule neben einem türkischen Kind sitzen? Wer wollte im Kindergarten mit einem türkischen Kind spielen? Wer wollte daheim mit einem türkischen Kind spielen? Hat jemand als Kind mit einem türkischen Kind gespielt und/oder Freundschaft geschlossen? Ich bezweifle das. Die türkischen Kinder wurden von der Gemeinschaft de facto ausgeschlossen! Und wie reagiert ein Kind wenn es von der Gesellschaft ausgeschlossen wird? Es zieht sich zurück. Es meidet die Gesellschaft und wendet sich Personen zu die dem Kind beibringen dass wir alle nur Ungläubige sind. Und das sind die Eltern von heute! Es ist nicht nur die Politik daran schuld. Auch wir tragen Verantwortung. Wenn ein Türkisches Kind ohne Vorurteile in die Gesellschaft aufgenommen wird,wird das Kind dem politischen Islam und seinen Anti-Demokratischen Imamen und dessen radikalen Lehren mehr als Kritisch gegenüber stehen. Das haben wir alle in unserer Vergangenheit versäumt.

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Sam125
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Soundoftunder, sie schreiben einfach nur Unsinn,um von den wirklichen Problemen

abzulenken! Denn gerade in den Volksschulen gibt es am wenigsten Probleme mit den Muslimen, da SIE noch unvoreingenommen sind und sogar mit CHRISTEN spielen und auch zusammen sind, oder zusammensein dürfen! Aber dann.......!?

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SoundofThunder
25
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sam

Ich bin Ende der 60‘er in die Volksschule gegangen und habe es selbst erlebt.Niemand von uns (auch ich selber) wollte mit dem (Stinkernden) Türken was zu tun haben.Selbst meine Eltern haben mir verboten ein ausländisches Kind zum Spielen nach Hause mitzubringen.Wie ist es bei Ihnen? Haben Sie sich mit Türken angefreundet? Hätten ihre Angehörigen es auch toleriert? Sie brauchen nur die oben angeführten Fragen für sich ganz objektiv selbst beantworten. Und jeder der ausgegrenzt wird,wird sich seine Freunde woanders suchen,selbst wenn es die Falschen sind.

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scionescio
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@Sound: Vielen Dank für die differenzierte Betrachtung...

... ich gehe davon aus, dass du heute deinen masochistischen Tag hast und die Pfeile der Besorgten, Ängstlichen, Aufgehetzen oder vielleicht nur Schlichten auf dich lenkst und mach mal Pause - das Wetter ist zu schön und verlangt förmlich nach Outdooraktivitäten;-)

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SoundofThunder
8
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😀Scionesco

Dankeschön! Ich werde jetzt mein Handy abschalten und ne Runde spazieren gehen 🚶‍♀️. Schönen Sonntag!

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spwolfg
41
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Öl ins Feuer....

Mit diesem öffentlichen Artikel hat die "Kleine" bewusst Öl ins Feuer gegossen.
Es kann doch nicht sein, dass diese Frau die Einzige ist, die mit diesen Sorgen und Ängsten zu kämpfen hat. Warum treten nicht die betroffenen Schulen, die gesamte Lehrerschaft, die Eltern nicht- islamischer Schüler, und die Politiker vor Ort, gemeinsam gegen diese Vorfälle auf.
Was ist mit all unseren Politikern, sind ihnen die Erfahrungen dieser Frau neu?
Ist es Angst warum alle ihre Augen verschließen, ist es ein Totalversagen aller Institutionen, oder....?
Derart große und sensible Probleme löst man sicher nicht mit einem Zeitungsartikel, auch wenn er gut gemacht ist. Derartige Aufmacher verunsichern die gesamte Bevölkerung in unserem Land.
Jetzt reagieren wieder unzählige "Aufgebrachte" die aber nichts zur Lösung der Probleme beitragen können.

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mateya
0
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Öl ins Feuer....

Sie ist die jenige welche, die Augen nicht mehr zu drücken kann. Solche Probleme gibt es überall, nur die meisten Ignorieren es.Nicht desto trotz ist das einen Anfang, vielleicht gibt es noch mehrere Mutige..

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Steirerblei
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spwolfg

Ihr Kommentar zeigt, dass sie ein ahnungsloser Träumer sind und keine Ahnung von der heutigen Schule haben. Die ,,Kleine" braucht auch kein Öl ins Feuer zu gießen, denn die Probleme bestehen schon seit einiger Zeit (vor allem an Wiener Schulen!). Aber auch Grazer Schulen (Andrä, Lend, Fröbel etc.) haben große Probleme. Unsere linken Politiker wollen es nicht wahrhaben und verbieten den Schulbehörden und Lehrern die Diskussion darüber.
Diese Lehrerin hat Mut und Zivilcourage und redet endlich Tacheles! Ganz sicher ist sie nicht die Einzige mit diesem Problem, aber im Moment die Einzige, die darüber spricht. Sie trägt damit mehr zum Thema bei als jeder Politiker bis zum heutigen Tag.
Und wo ist IHRE Lösung des Problems?
PS: Die Schwiegermutter meiner Tochter war bis zum vorigen Jahr Volksschullehrerin in der 1. Klasse: 24 Schüler - 22 Ausländerkinder aus 8 Ländern! Viel Vergnügen!

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Lamax2
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@spwolfg

Ist eine berechtigte Frage, zeigt aber, dass sie die Schule und die bisherigen Regierungen nicht kennen. Motto: Alles schön unter der Decke halten, damit das einfache Volk nicht rebellisch wird und schön gefügsam bleibt. Es war höchst an der Zeit, dass dieses brennende Problem endlichan die "Luft" kommt.

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spwolfg
20
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@lamax2

Ich bin ja nur froh, dass sie sich
auskennen. Keine Silbe von mir zeigt ein unter Decke halten an.
Die Art ihrer Antwort bestätigt mir übrigens meine zuvor geäußerte Ansicht.
Zur Lösung des Problems tragen sie mit ihrem Geschreibsl ja nicht bei.
Ich habe knapp sieben Lebensjahrzehnte hinter mir und bin froh, dass es neben den immer mehr werdenden Brüllern, auch viele junge Menschen mit Verstand und Vernunft gibt.

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Lamax2
1
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sp..

Die Zahl an Lebensjahren bedeutet nicht immer ein Insiderwissen über die Schule. Ich gebe ihnen ja recht in der Forderung an die Politiker, doch etwas zu tun, aber der Usus ist eben das Zudecken. Genau aus diesem Grund bin ich über jede Stimme aus dem "Bauch der Schule" froh, um endlich Bewegung hinein zu bringen. Sie tragen übrigens mit ihrer allgemeinen Forderung, die es auch schon immer gegeben hat, auch nichts zur Lösung bei, sondern verlängern das Leiden, wie es schon zur Gewohnheit wurde.

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Landbomeranze
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@ scionescio: Sie befolgen und leben political correctness wohl

bis zur letzten Silbe. Lieber spät als gar nicht darauf aufmerksam machen, was extrem falsch läuft. Deshalb hat diese Frau meine Hochachtung. Es gibt leider nur sehr wenige Lehrer, die auf korrektes gewünschtes politisches Verhalten pfeifen und an die Öffentlichkeit gehen. Ich möchte nicht wissen, welchem Druck diese mutige Person nun ausgeliefert ist. Auch die Direktorin einer Wiener NMS, die im Vorjahr ähnliches geschildert hat, wurde wohl zum Schweigen gebracht nach dem Motto, es kann nicht sein, was nicht sein darf und deshalb Augen zu und durch. Von Seiten der muslimischen Vertretungen wird natürlich alles zurückgewiesen. Schon das allein macht sie für mich verdächtig, denn wer mit offenen Augen durch die Welt geht, sieht was es vor Jahren nicht gegeben hat. Immer mehr Frauen jungen Alters mit Kopftuch. Warum wohl? Ach ja, weil der Islam und dessen strenge Anhänger so liberal sind. Hab ich vergessen.

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Landbomeranze
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und Hut ab vor der Kleinen und der Redakteurin

die dem Thema den ihm zustehenden Raum geben. Der Lehrerin viel Glück, damit es ihr nicht ergeht wie Sarrazin.

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hfg
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Und noch etwas

Bei allem was die jetzige Regierung mach kann man natürlich verschiedener Meinung sein. Kritik ist sicherlich berechtig. Trotzdem bin ich sehr froh das bei diesem Thema offensichtlich ziemlich alles richtig ist. Für mich war es erschreckend wie „blauäugig“ und naiv die vorige Regierung und Europa in dieser Angelegenheit war. Vor allem 2015. Jetzt mache ich mir bedeutend weniger Sorgen, obwohl das Problem virulent ist und immer sein wird.

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Windstille
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Bravo!

Es würde noch viel mehr Fälle aus der Praxis geben, leider machen viel zu wenige Menschen den Mund auf.

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sewizzard
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scionescio

Ich bin wirklich schockiert über deine Naivität.
Gerade dieses Thema ist aktueller denn je, der Bericht von Fr. Wiesinger ist absolut kongruent zu den Erfahrungen zweier Bekannten von mir, welche ebenfalls den Lehrberuf in einer NMS ausüben (diese wird als sogenannte "Problemschule" deklariert).
Meine Bekannten sprechen gar von einer verlorenen Generation.
Ich schätze dich eigentlich als Person mit Hausverstand ein, doch bei diesem Thema liegst du völlig daneben.

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scionescio
26
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@sewizzard: Naivität wurde mir von Leuten, die mich kennen, noch nie vorgeworfen...

... aber ich bin lieber naiv als unanständig!
Ich kann mir jetzt und auch noch in 10Jahren in die Augen schauen und wenn ich nur einen Einzigen zum Nachdenken angeregt habe, war es den Aufwand allemal wert - erfreulich ist für mich, dass es in diesem Land noch mindestens 10% Menschen gibt, die anständig geblieben sind, das Herz am rechten Fleck haben, sich nicht vor Angst in die Hose scheißen und intelligent und gebildet genug sind, sich nicht von der Propaganda von Aufhetzern, Opportunisten und Populisten manipulieren zu lassen, sondern sich eine eigene, auf Fakten basierende Meinung bilden.
Ängstliche, aufgehetzte, unanständige und vor allem schlichte Mitläufer waren immer Mittel zum Zweck auf dem Weg in eine Katastrophe!

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Landbomeranze
3
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Die Frage sei aber schon erlaubt,

aufgrund welcher Fakten, sie sich die eigene Meinung bilden. Unterrichten sie an einer Wiener Neuen Mittelschule? Kennen sie Lehrer, die an einer Wiener NMS unterrichten oder schießt ihnen ihre Meinung einfach deshalb ein, weil sie das Herz am rechten Fleck haben, super intelligent und gebildet sind und sich nicht in die Hose scheißen? Und allen, denen diese Meinung aufgrund der genannten Attribute nicht einschießt, sind, stellen sie fest, Mitläufer der Aufhetzer, Opportunisten und Populisten. Nur weiter so, da werden sich die Rechten freuen, wenn besorgte Bürger solchermaßen verunglimpft werden. Und zuletzt, Opportunismus ist eine Frage von welcher Seite er betrachtet wird.

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